Osage Tribe - Arrow Head (1972)

Ein traumhaft schönes Album!Waldmeister hat geschrieben: ↑So 25. Feb 2024, 17:23 david crosby - if i could only remember my name... (1971)
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Und noch einmal etwas, was ich überhaupt nicht kannte, mir aber ausgesprochen zusagt. Das ist schon berührender Folk, der einfach Spaß macht. Kaum zu glauben, dass sie laut Discogs nur eine Platte herausgebracht haben.
jepp wie so viele der 1-album-künstler auf jeden fall entdeckungswert
Das Album habe ich mir vor Jahren zugelegt und war positiv erstaunt, welch abgefahrene Musik ich da hörte. Stilmäßig hätte das Ganze auch gut zu den Jahren um 1970 herum gepasst. Und hier ist nicht das Cello von Udo Lindenberg das Thema, sondern vielmehr der Tømrerclaus aus Dänemark, den ich zuvor gar nicht kannte.
Muß auch mal wieder!
Du bringst es abschließend auf den Punkt: declares War ist schlicht grandios, ein Überalbum und gehört auf jeden Fall in den Koffer der sog. Inselalben.Tranceformer hat geschrieben: ↑Mo 26. Feb 2024, 10:16
Hier noch einmal ein paar Zeilen zu "Eric Burdon Declares War", die ich bereits vor einigen Jahren geschrieben hatte, in diesem Forum aber noch nicht veröffentlicht habe.
Eric Burdon declares War
Die Ursprünge der Funkband „War“ gehen zurück ins Jahr 1962. Die vorwiegend als Live-Formation auftretende Band wurde 1968 durch den Produzenten Jerry Goldstein mit dem 1941 geborenen Sänger Eric Burdon zusammen gebracht, der seinerseits auf der Suche war, sich nach seiner Zusammenarbeit mit „The Animals“ neu orientieren wollte und orientierte.
Die Zusammenarbeit führte dazu, dass im März 1970 das Album „Eric Burdon declares War“ veröffentlicht wurde.
Ich war zu dieser Zeit 16 Jahre, besuchte die Realschule und hatte ganz andere musikalische Interessen.Ich kaufte damals meine LPs in einem kleinen Elektrogeschäft. In der Verkaufskiste fand ich diese Eric Burdon LP und (offen gesagt), es war für mich ein richtiger Fehlkauf. Ich liebte damals richtig knackigen Hardrock. Mit Funk, Blues und Soul, dies sind nun mal die Elemente dieser LP konnte ich nichts anfangen.
Umtausch ging natürlich nicht, nachdem die LP schon einmal auf dem Plattenteller gelegen hatte und eine Einstufung als „Fehlkauf“ war irgendwie auch nicht drin, denn dafür war mein Taschengeld einfach zu knapp bemessen. So gab es nur die Möglichkeit, dass ich mich mit dieser Musik auseinander setzte. Die Platte lief einige Male und irgendwie fand ich Gefallen an dem Dargebotenen. Dieser Gesang von Eric Burdon, verbunden mit dem rhythmischen Background packte mich immer mehr. Allein Tobacco Road, wie Burdon hier mit seiner Stimme spielt, führte bei mir zu dem ein oder anderen Gänsehautschauer. Dass es sich bei diesem Song um eine bluesgeschwängerte Coverversion eines Folk-Klassikers handelte, war mir damals natürlich nicht klar. Wie gesagt, ich hatte weder etwas mit Blues, noch mit Folk am Hut, des musste krachen. Es war einfach die Stimme, es waren die rhythmischen Wechsel. Allerdings hatte es für mich aber zunächst absolut die zweite LP-Seite in sich, was dort kam, war für mich schon damals faszinierend, insbesondere der Sprechgesang von „Spill The Wine“. Dieser Sprechgesang, dieses akzentuiert eingesetzte Flötenspiel und wieder dieser drunter gelegte überragende Rhythmus. „Spill the Wine“ hatte mich gepackt und ehrlich, an diesem Song habe ich mich bis heute nicht satt gehört. Doch „...declares War“ ist nicht nur „Spill thee Wine“, was unmittelbar danach kommt „Blues for Memphis Slim“, insbesondere mit dem überragenden „Mother Earth“ ist genial. Insgesamt ist das Stück ein dahin plätschernder Blues, der aber immer wieder überraschende Akzente setzt, mal ist es das sparsam eingesetzte Schlagwerk, mal sind es die gedämpften Bläser und mal das wirklich klasse eingesetzte Mundharmonikaspiel und über allem lagert die von Burdon erzählte Geschichte über Moral und Tod. Nach diesem facettenreichen Song klingt die LP mit „You´re no Stranger“ gekonnt aus.
...declares War ist schlicht grandios, ein Überalbum und gehört auf jeden Fall in den Koffer der sog. Inselalben.