Tranceformer hat geschrieben: ↑Fr 30. Aug 2024, 04:21

Joe Bonamassa – Live At The Hollywood Bowl
Gefühlt vergeht kein Jahr, ohne eine neue Bonamassa-Veröffentlichung. Sorry, 2022 ist nichts neues vom Ausnahmegitarristen auf den Markt gekommen. Na egal, die Grundaussage ist nicht falsch. So und nun erschien im Juni mit großem Orchester, Bläsern und Backgroundchor dieses Livewerk. Klar stellt sich da die Frage, braucht man so etwas? Die Meinungen gehen in vielen Kritiken und Reviews weit auseinander und nun gebe ich auch noch schnell in aller Kürze meinen Senf dazu. Um es vorweg zu nehmen, bei Bonamassa bin ich sehr ambivalent, die meiste Zeit des Jahres mache ich einen Bogen drum, doch dann gibt es wieder Momente, wo ich ihn gut vertragen kann. Gut vertragen kann ich auch diese Orchesterdarbeitung. Vom Dasein eines Klassik-Liebhabers bin ich weit entfernt, doch manchmal gefällt mir der bombastische Sound, zumal dann, wenn Bläser mit im Spiel sind. Also Klartext, dieser ganze symphonische Klimbim kommt bei mir Rundum an. Okay, die Bläser kommen meistens nur mit einem Tusch zum Einsatz, unterstreichen noch einmal den Part . Doch wie ihre Einsätze kommen, es ist schlicht überragend. So ein Klassik-Ding ist ja kein einfaches Unterfangen, nicht mal kurz ins Studio und mit ein paar Leuten einen Song aufnehmen. Nee, da müssen ja richtige Partituren geschrieben werden und dies machte der kanadische Komponist David Campell, unterstützt von Trevor Robin (Yes) und Jeff Bova (Meat Loaf). Wie gesagt, das gesamte Klassik-Gedöns ist perfekt gemacht und unterstreicht die Dramaturgie einzelner Stück noch einmal um ein Vielfaches. Beste Beispiele „Prisoner“ und „The Ballad Of John Henry“. Beide Songs befinden sich auf der zweiten LP. Die hat es sowieso in sich. Auf „John Henry“ folgt „Twenty-Four Hour Blues“ sowie „Sloe Gin“ als Rausschmeißer. Die Songs sind klasse gemacht und laden damit gleich ein, mit der ersten LP direkt von vorn zu starten. Dieses Gefühl so handeln zu müssen, habe ich bei Bonamassa-LPs selten. Hier ist der Handlungsdruck zum Neustart sehr stark ausgeprägt.
Noch ganz schnell zum Cover und Vinyl. Klang ist topp, überragend, Cover gefällt mir ausgesprochen gut und das Vinyl sieht einfach sensationell aus.
Soll zusammenfassen eigentlich nur heiße, dass Joe Bonamassa und all seinen Mitstreiter:Innen hier ein Meisterwerk gelungen ist. Damit steht ebenfalls fest, ich habe die richtige Entscheidung getroffen, mir dieses Album ins Haus zu holen.
Auch wenn unsere Geschmäcker zu einem großen Teil nicht übereinstimmen, so finde ich Deine Ausführungen immer sehr unterhaltsam und informativ. Danke für die Arbeit die Du dabei investierst und bitte weiterhin derartige Beiträge zu Deiner Musik!
And now something complete different -
What is meant by 665/667?
The neighbour of the beast!
666 bezeichnet seit vielen Jahren die Zahl des Tieres in der biblischen Apokalypse. Vor kurzem haben Forscher angeblich herausgefunden, dass diese Zahl ( welche mit mystischer Kabbalah berechnet wurde ) falsch interpretiert wurde und eigentlich 149 ( oder ähnlich )

lautet. Die Geschichte des Metal muss also umgeschrieben werden.
Iron Maiden: The Number Of The Beast - 1982 - Metal aus London ( Nr. 4 bei Metal Hammer )
