Januar 2026

Januar 2026

Was rotiert auf dem Teller......
Benutzeravatar

Tranceformer
Beiträge: 359
Registriert: Di 30. Sep 2025, 06:52
Has thanked: 524 times
Been thanked: 655 times

Re: Januar 2026

Beitrag von Tranceformer »

Bild
Deep Purple – Shades Of Deep Purple

Für viele Musikliebhaber:innen beginnt die Geschichte von Deep Purple erst mit der legendären Mark II-Besetzung: Ian Gillan, Jon Lord, Roger Glover, Ritchie Blackmore und Ian Paice. Auch mein persönlicher Einstieg erfolgte 1970 mit ihrem vierten Werk, dem Meilenstein „Deep Purple In Rock“. Doch davor gab es bereits eine andere Ära. Drei Alben wurden von der Mark I-Besetzung eingespielt, in der noch Rod Evans den Gesang und Nick Simper den Bass verantworteten.
Alles begann 1968 mit dem Debüt „Shades Of Deep Purple“. Hört man das Album heute, stellt man schnell fest: Hier musiziert eine Band, die noch mitten in der Selbstfindung steckt. Es ist ein faszinierendes Dokument einer Gruppe im Spannungsfeld zwischen Psychedelic Rock und den ersten Vorboten des Heavy Metal – eine Suche, die erst 1970 im Hard-Rock-Genre ihr Ziel finden sollte.
Eingespielt binnen nur drei Tagen im Mai 1968, präsentiert sich das Debüt als wilder Mix aus Pop-Elementen und massiver Orgel-Wucht. Deutlich hörbar ist die frühe Dominanz von Jon Lord, die im Vergleich zu späteren Alben viel mehr Raum einnimmt.
Interessanterweise besteht das Album zur Hälfte aus Coverversionen. Das ist keineswegs ein Nachteil, sofern die Songs – wie hier – kreativ umgestaltet werden und eine völlig neue Identität erhalten. Besonders eindrucksvoll gelingt dies bei dem Joe-South-Klassiker „Hush“. Etwas schwieriger gestaltet sich dies bei „Help“: Obwohl Deep Purple den Song interessant interpretieren, lastet das Erbe der Beatles so schwer auf dem Stück, dass es kaum gelingt, vollständig aus dem übermächtigen Schatten von Lennon und McCartney zu treten.
Ein entscheidender Faktor des frühen Sounds ist der Gesang von Rod Evans. Seine Stimme sollte später einer der Gründe für Ritchie Blackmore sein, die Besetzung zu ändern. Evans singt eher im Stil der damaligen Pop-Standards – weicher, fast „crooniger“. Ihm fehlt jene rohe Aggressivität und Urgewalt, die Deep Purple ab 1970 auszeichnete und für die Ian Gillan maßgeblich verantwortlich war.
Fazit: „Shades Of Deep Purple“ ist noch kein reines Hard-Rock-Album, auch wenn mancherorts – wie im instrumentalen Mittelteil von „Help“ – bereits die künftige Härte durchblitzt. Insgesamt atmet das Werk den Geist des Psychedelic Rock. Dennoch bleibt es ein unverzichtbares Zeitzeugnis, das die Entwicklung der Band aufzeigt und in vielen Passagen bereits jene improvisatorische Spielfreude andeutet, die Deep Purple später weltberühmt machen sollte.
Benutzeravatar

BRAIN
Beiträge: 4140
Registriert: Mo 3. Apr 2023, 00:53
Has thanked: 4832 times
Been thanked: 4559 times

Re: Januar 2026

Beitrag von BRAIN »

The Apartments – That’s What The Music Is For (2025)

That’s What The Music Is For ist ein leises, reifes Album voller Melancholie.
The Apartments setzen auf zurückgenommenes Songwriting, warme Arrangements und Texte, die von Verlust erzählen.
Nichts drängt sich auf, alles wirkt bewusst entschleunigt und ehrlich.
Die Songs entfalten ihre Wirkung langsam und bleiben gerade deshalb hängen.
Ein stilles, erwachsenes Album, das langsam wächst und lange bleibt.

Bild
MAKE PROG NOT WAR ! ---> ---> My 2025 Album Faves
Benutzeravatar

Emma Peel
Beiträge: 12164
Registriert: So 16. Apr 2023, 18:13
Wohnort: Norddeutschland
Has thanked: 12785 times
Been thanked: 14056 times

Re: Januar 2026

Beitrag von Emma Peel »

Dando Shaft "An Evening With Dando Shaft" -1970-

Folk mit Schnittmengen zur Band Pentangle. Gerade der perkussive Puls Bassspiel verlieh vielen Stücken einen rhythmischen Schwung, aber ihre musikalischen Klangfarben waren ihr Markenzeichen.

Bild



Benutzeravatar

Emma Peel
Beiträge: 12164
Registriert: So 16. Apr 2023, 18:13
Wohnort: Norddeutschland
Has thanked: 12785 times
Been thanked: 14056 times

Re: Januar 2026

Beitrag von Emma Peel »

BRAIN hat geschrieben: Mo 19. Jan 2026, 20:14 The Apartments – That’s What The Music Is For (2025)

That’s What The Music Is For ist ein leises, reifes Album voller Melancholie.
The Apartments setzen auf zurückgenommenes Songwriting, warme Arrangements und Texte, die von Verlust erzählen.
Nichts drängt sich auf, alles wirkt bewusst entschleunigt und ehrlich.
Die Songs entfalten ihre Wirkung langsam und bleiben gerade deshalb hängen.
Ein stilles, erwachsenes Album, das langsam wächst und lange bleibt.

Bild
Musik für die Seele, um sich fallen zu lassen und zu genießen.
Benutzeravatar

Alexboy
Beiträge: 3396
Registriert: Sa 15. Apr 2023, 12:44
Has thanked: 5757 times
Been thanked: 5335 times

Re: Januar 2026

Beitrag von Alexboy »

Oregon / Elvin Jones: Together - 1976 - Fusion aus USofA - RIP Ralph Towner


Bild

Benutzeravatar

Alexboy
Beiträge: 3396
Registriert: Sa 15. Apr 2023, 12:44
Has thanked: 5757 times
Been thanked: 5335 times

Re: Januar 2026

Beitrag von Alexboy »

Kröter hat geschrieben: Mo 19. Jan 2026, 18:34
BUNSENBRENNER - Reverie (2026)

Die Gruppe heißt Bunsenburner - sonst findet man sie nicht. :wave: :beer:
Benutzeravatar

Topic author
Louder Than Hell
Beiträge: 13515
Registriert: So 16. Apr 2023, 18:01
Wohnort: Norddeutschland
Has thanked: 16345 times
Been thanked: 15412 times

Re: Januar 2026

Beitrag von Louder Than Hell »

Richard Hell And The Voidoids "Destiny Street" -1982-

Zum Tagesabschluss noch etwas Punk'N'Roll. Ebenfalls eine Einspielung ohne Abnutzungserscheinungen .....

Bild





Benutzeravatar

Topic author
Louder Than Hell
Beiträge: 13515
Registriert: So 16. Apr 2023, 18:01
Wohnort: Norddeutschland
Has thanked: 16345 times
Been thanked: 15412 times

Re: Januar 2026

Beitrag von Louder Than Hell »

Tranceformer hat geschrieben: Mo 19. Jan 2026, 18:12 Bild
Thorbjörn Risager & The Black Tornado – House Of Sticks

Im April werde ich Thorbjørn Risager & The Black Tornado endlich wieder live erleben. Da wurde es allmählich Zeit, mir das bereits am 31. Januar 2025 erschienene Album „House Of Sticks“ ins Haus zu holen. Für mich ist dieses Werk schon nach zwei Hördurchgängen eine LP, die den Ruf der Band als erstklassige Blues-Rock-Formation erneut unterstreicht.
Das Album bietet eine gelungene Mischung aus energiegeladenem Swamp-Rock, Soul, Chicago-Blues und atmosphärischen Balladen – das ideale Songmaterial für ein klasse Live-Konzert. Die zehn Songs überzeugen auf ganzer Linie. Es ist wieder einmal eine jener Platten, bei denen man eigentlich keinen Song einzeln hervorheben dürfte, da das Werk als Ganzes überzeugt.
Dennoch: Gleich zu Beginn besticht der Titelsong durch seinen atmosphärischen Groove. Das folgende „Already Gone“ ist ein treibender Boogie, der sofort ins Ohr geht und bei dem gewisse Anleihen bei ZZ Top unverkennbar sind. Ganz zum Schluss folgt mit „Fine Summer Night“ der perfekte Rausschmeißer: Ein Song voller sanfter Melancholie. Risagers tiefer, warmer Bariton vermittelt genau das Gefühl eines lauen Sommerabends – eine Stimmung, die ich herbeisehne, da mir das aktuelle Wetter ziemlich auf die Nerven geht.
Nicht unterschlagen möchte ich, dass das orangefarbene Vinyl fantastisch aussieht und der Sound absolut überzeugt. Völlig zu Recht wurde die LP mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.
Wie gesagt: Die Band tourt aktuell durch Deutschland, und es lohnt sich definitiv, sie sich anzusehen und anzuhören. Thorbjørn Risager & The Black Tornado sind ein echter Live-Hammer – insbesondere die Bläser-Crew und Joachim Svensmark, der neben Risager eine exzellente zweite Gitarre spielt!
Thorbjörn Risager & The Black Tornado liefern schon seit Jahren ab und haben sich zu Recht eine treue Fangemeinschaft erarbeitet. Und dieses Niveau haben sie sich auch auf diesem Album erarbeitet ....
Benutzeravatar

Hawklord
Beiträge: 2290
Registriert: Do 4. Apr 2024, 10:10
Wohnort: Grösste Stadt Mittelfrankens
Has thanked: 6876 times
Been thanked: 2928 times

Re: Januar 2026

Beitrag von Hawklord »

Chris Evans / David Hanselmann - Stonehenge (1980)

Bild

Benutzeravatar

Lavender
Beiträge: 8614
Registriert: Fr 21. Apr 2023, 11:32
Has thanked: 11186 times
Been thanked: 12558 times

Re: Januar 2026

Beitrag von Lavender »

Hawklord hat geschrieben: Di 20. Jan 2026, 07:50 Chris Evans / David Hanselmann - Stonehenge (1980)

Bild

:clap: Musik mit klassischen Elementen höre ich sehr gerne. So auch diese hier.
„Musik ist eine Welt für sich, mit einer Sprache, die wir alle verstehen." Stevie Wonder
Benutzeravatar

Emma Peel
Beiträge: 12164
Registriert: So 16. Apr 2023, 18:13
Wohnort: Norddeutschland
Has thanked: 12785 times
Been thanked: 14056 times

Re: Januar 2026

Beitrag von Emma Peel »

Booker T. & The M.G.s "Green Onions" -1962-

Blutjunge Burschen waren das damals, die in der Hausband von Stax Records mitgewirkt haben und hauen nebenbei in ihren Pausen einen Millionenseller heraus ...

Bild



Benutzeravatar

Lavender
Beiträge: 8614
Registriert: Fr 21. Apr 2023, 11:32
Has thanked: 11186 times
Been thanked: 12558 times

Re: Januar 2026

Beitrag von Lavender »

3 Doors Down - Away From The Sun (2002)
3 Doors Down - Away From The Sun (2002).jpg
3 Doors Down - Away From The Sun (2002).jpg (22.63 KiB) 314 mal betrachtet




„Musik ist eine Welt für sich, mit einer Sprache, die wir alle verstehen." Stevie Wonder
Benutzeravatar

Alexboy
Beiträge: 3396
Registriert: Sa 15. Apr 2023, 12:44
Has thanked: 5757 times
Been thanked: 5335 times

Re: Januar 2026

Beitrag von Alexboy »

Bobby Bland & B.B. King: Together Again...Live - 1976 - Funk/Soul/Blues aus USofA :beer:


Bild

Benutzeravatar

Topic author
Louder Than Hell
Beiträge: 13515
Registriert: So 16. Apr 2023, 18:01
Wohnort: Norddeutschland
Has thanked: 16345 times
Been thanked: 15412 times

Re: Januar 2026

Beitrag von Louder Than Hell »

Vibrators "Pure Mania" -1977-

Sie schwammen in der ersten Phase der Punkbewegung mit und wussten mit ihrem Debüt Akzente zu setzen .... Gerade das Gespür für Ohrwürmer zeichnete sie aus.

Bild



Benutzeravatar

Topic author
Louder Than Hell
Beiträge: 13515
Registriert: So 16. Apr 2023, 18:01
Wohnort: Norddeutschland
Has thanked: 16345 times
Been thanked: 15412 times

Re: Januar 2026

Beitrag von Louder Than Hell »

Moby Grape "Wow" -1968-

Eine Band aus dem Zentrum von San Francisco, die seinerzeit von dem Promoter Matthew Katz zusammengestellt wurde, auch wenn kaum einer aus dem Bereich stammte. Vermutlich hätten sie einen ähnlichen Stellenwert wie Jefferson Airplane erzielten können, wenn nicht die ständigen Querelen gewesen wären. Es sei wie es ist, trotzdem haben sie einige schöne Alben mit dem Spirit der damaligen Szene eingespielt und live ging bei ihnen im wahrsten Sinne des Wortes die Post ab, da waren sie in Sachen jamartiger Musik kaum zu bremsen.

Bild



Benutzeravatar

Emma Peel
Beiträge: 12164
Registriert: So 16. Apr 2023, 18:13
Wohnort: Norddeutschland
Has thanked: 12785 times
Been thanked: 14056 times

Re: Januar 2026

Beitrag von Emma Peel »

Midnight Oil "10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1" -1982-

Auch wieder aus traurigem Anlass .....

Bild



Benutzeravatar

Alexboy
Beiträge: 3396
Registriert: Sa 15. Apr 2023, 12:44
Has thanked: 5757 times
Been thanked: 5335 times

Re: Januar 2026

Beitrag von Alexboy »

Stretch: You Can't Beat Your Brain For Entertainment - 1976 - Rock aus GB :beer:


Bild

Benutzeravatar

Alexboy
Beiträge: 3396
Registriert: Sa 15. Apr 2023, 12:44
Has thanked: 5757 times
Been thanked: 5335 times

Re: Januar 2026

Beitrag von Alexboy »

Blood, Sweat & Tears: More Than Ever - 1976 - Fusion aus NY :beer:


Bild

Benutzeravatar

Alexboy
Beiträge: 3396
Registriert: Sa 15. Apr 2023, 12:44
Has thanked: 5757 times
Been thanked: 5335 times

Re: Januar 2026

Beitrag von Alexboy »

Blackmore's Rainbow: Rainbow Rising - 1976 - HardRock aus GB :beer:


BildBild

Benutzeravatar

Lavender
Beiträge: 8614
Registriert: Fr 21. Apr 2023, 11:32
Has thanked: 11186 times
Been thanked: 12558 times

Re: Januar 2026

Beitrag von Lavender »

Heute starb Rob Hirst, Schlagzeuger von Midnight Oil. Grund für mich mal mein Lieblingsalbum der Band hervorzuholen.

Midnight Oil - Blue Sky Mining (1989)





„Musik ist eine Welt für sich, mit einer Sprache, die wir alle verstehen." Stevie Wonder
Antworten

Zurück zu „Unsere Playlisten“