Heute ist noch eine Bestellung eingetroffen, auf die ich mich schon seit Wochen sehr gefreut habe. Dass es die reine 60's Girlie Band Ace Of Cups noch immer gibt, hat mich total erstaunt. Und als ich dann las, dass die 2018 klammheimlich ein tolles Doppelalbum mit neuen Aufnahmen (!) veröffentlicht haben, musste ich sofort zuschlagen, vor allem, als ich las, wer da alles mit von der Partie war: Pete Sears, Jorma Kaukonen, David Freiberg und Jack Casady (von Jefferson Airplane/Starship), Charlie Musselwhite, Taj Mahal, Bob Weir, Buffy Sainte-Marie, Barry Melton (!), Steve Kimmock, David Grisman (!). Läuft jetzt grad zum zweitenmal und ich bin total begeistert.
Sonderfeld - eigentlich nur der richtige Name unseres verstorbenen deutschen Musikers! Aber hier passt der Sinn auch hervorragend! Denn was der 2-Meter-Mann Norbert "Paddington" Sonderfeld mit seiner Band hier präsentiert ist ein ganz besonderes Feld der Musik!
Ganz prägnant fällt sofort seine sonore, oft nur gesprochene Stimme auf, die den selbstgeschriebenen Texten eine gewisse Dunkelheit gibt. Auch nur diese Stimme passt denn auch zu der absolut außergewöhnlichen Musik. Mal mit akustischer Gitarre folkloristisch inklusiver Flöte, mal punkige Anleihen, mal Swing, eigentlich findet man hier aus jeder Sparte etwas.
Der "rote" Faden sind aber die Bestandteile der Musik, womit die gemacht werden. Handgemachte Musik die mit Samples, verrückten Klängen besonderer "Instrumente" und Soundeffekten raffiniert, nicht übertrieben ausgeschmückt werden. Selbst heavy Metalgitarrensound wird verarbeitet. Auch werden da oft abwechslungsreiche, ungewöhnliche Harmonienfolgen verwendet. Man wird immer wieder auf's neue überrascht. Hört man grad noch einen richtig schrägen Track, folgt zum Ausgleich ein harmonisches Stück um dann direkt wieder mit etwas Verrücktem loszulegen!
Hatte das Glück ihn persönlich zu kennen und hatte ein wenig mit ihm zusammengearbeitet. Daher weiß ich was ich hier grad schreibe...
Das diese Scheibe in meinen Ohren eine sehr hohe Qualität besitzt, liegt neben den oben genannten Bestandteilen auch an den fantastischen Musikern, die Norberts Ideen hervorragen in die Tat umsetzen!
Es fällt auch einem schwer diese Art Musik richtig einzuordenen - ich glaub das kann man irgendwie nicht. Puh...vielleicht Avantgardepunksongwriting! In meinen Augen gleichwertig wie die Musik von Tom Waits! Für mich eine fantastische, sehr außergewöhnliche CD!! Findet man nicht oft!
Norbert Sonderfeld - vocal, violine, und nur bei dieser Scheibe keine keyboards!
Carsten Eckermann - bass, guitar
Hans Jäckel - guitar, mandoline, keyboards, bass, accordeon
Quintus Kannegiesser - drums and other noises
Erschien 1996 bei Veracity Music Produktion in Aschholding
If you think you are too old to rock'n'roll then your are!
The Flying Burrito Bros – Close UP The Honky Tonks
The Flying Burrito Brothers hatte ich schon lange nicht mehr auf dem Plattenteller. Heute also diese Compilation.
Die Zusammenstellung kam 1974, nachdem Gram Parsons 1973 verstarb, auf den Markt. Die Zusammenstellung sollte posthum das Interesse an der Musik von Gram Parsons hoch halten. Die ersten drei LP-Seiten beinhalten ausschließlich Songs aus der Ära Parsons. Die vierte LP-Seite beinhaltet Songmaterial aus der Zeit, als Chris Hillman die Band leitete.
Kommerziell war diese Compilation ein absoluter Erfolg, allerdings, dies darf heute mit etwas Abstand festgestellt werden, es war ein solides jedoch auch unspektakuläres Album. Wie auch immer, Songs wie „Hot Burrito '1“ ist nach wie vor eine wunderschöne Ballade, „Wild Horses“ immer noch eine bemerkenswerte Coverversion des Stones-Klassikers, „Do Right Woman“ bleibt eine starke Soul/Country-Nummer. Zu meinen persönlichen Highlights zählt dann noch „The Train Song“.
Wie gesagt, die Songauswahl der Kompilation ist eine Bank, halt etwas unspektakulär, doch immer noch richtig klasse und so verdient es diese Doppel-LP von Zeit zu Zeit immer mal wieder gehört zu werden.
Beatnik hat geschrieben: ↑Mo 1. Dez 2025, 08:45
Weiter geht's jetzt mit einem gemütlichen Vinylscheibchen.
Philipp Goodhand-Tait • Teaching An Old Dog New Tricks (1977)
Was ist denn mit dem Thorens passiert, bist Du jetzt wieder auf den Pioneer umgestiegen?
Oder wurde er nur umgelabelt?
„Ich reagiere allergisch auf den Begriff Work-Life-Balance“
Sebastian Ebel, der Chef des Reisekonzerns Tui - Also, nebenbei bemerkt: Ich persönlich: AUCH !
Beatnik hat geschrieben: ↑Mo 1. Dez 2025, 08:45
Weiter geht's jetzt mit einem gemütlichen Vinylscheibchen.
Philipp Goodhand-Tait • Teaching An Old Dog New Tricks (1977)
Was ist denn mit dem Thorens passiert, bist Du jetzt wieder auf den Pioneer umgestiegen?
Oder wurde er nur umgelabelt?
Nein nein, ich fahre beide parallel...sind beide angeschlossen und werden abwechselnd betrieben.
Ich bring's (noch) nicht über's Herz, den Pioneer zu veräussern.
Billy Joel – Live At The Yankee Stadium
Den Black Friday-Angeboten konnte ich auf der Zielgeraden doch nicht widerstehen und habe mir endlich das Live-Dreifachalbum „Live At The Yankee Stadium“ gegönnt. Dieses LP-Paket stand schon seit geraumer Zeit ganz oben auf meiner Wunschliste.
Der gebürtige New Yorker Billy Joel schrieb mit diesen Konzerten Geschichte: Er füllte das legendäre Yankee Stadium an zwei aufeinanderfolgenden Abenden – dem 22. und 23. Juni 1990.
Im Jahr 2022 wurde das gesamte Songmaterial dieser unvergesslichen Nächte komplett überarbeitet und auf drei LPs neu veröffentlicht. Die drei Schallplatten umfassen insgesamt 22 Songs, die einen umfassenden Querschnitt durch Joels Repertoire bis 1990 bieten. Die Aufnahmen transportieren die euphorische Live-Atmosphäre dieser beiden Abende eindrucksvoll.
Im Vorfeld las ich häufig, die überarbeitete Soundqualität sei „richtig gut und fett“. Nun ja, hier habe ich persönlich meine Zweifel. Die Qualität ist in Ordnung und zweifellos solide, doch von einem wirklich „fetten“ oder druckvollen Klangbild, wie man es sich wünschen würde, ist meiner Meinung nach nicht durchgehend die Rede. Hier und da hätte der Mix durchaus mehr Dynamik vertragen können.
Dennoch: Dieses drei LPs umfassende Paket ist insgesamt ein wunderbares und historisch wichtiges Live-Dokument.
Anacrusis hat geschrieben: ↑Mi 19. Nov 2025, 22:08
Acht Jahre nachd er wundervollen "Room Of SInners" das erste Album ohne den leider verstorbenen Terry Jones. Ich hatte etwas Angst. Völlig unberechtigt. Sensationelle Kauz-Platte.
Schau an, ich wusste gar nicht, dass die Band noch immer aktiv ist. Das das Liedbeispiel gefällt mir schon einmal ....
Fragen Sie Ihren Krawall-Genossen aus dem Forum der huten Ohren!