Habe ich letztens rein zufällig auf der Website von Linn gefunden, einer DER High-End-"Schmieden" (so sagt man ja gerne) in UK.
Na denne, auf fröhliches Dischputieren.....

Nun ja, "mehr Möglichkeiten" und "praktischer", da könnte man schon zumindest freundlich nicken. Sehr kurze Zugriffszeiten (wenn man bereit ist, mit z.B. Frau Alexa zu quatschen) und praktischer insofern, als daß man sich viel viel Plastik sparen könnte. Schrankwände voll mit CDs würden frei und der Platz könnte anderweitig genutzt werden.Beatnik hat geschrieben: ↑So 21. Mai 2023, 16:05 Es genügt, wenn man sich einen einzigen Satz dieses Unsinns im Munde zergehen lässt:
"Uns tut die CD leid - wirklich. Aber das digitale Streaming bietet besseren Klang, mehr Möglichkeiten und ist praktischer - als eine CD es jemals sein könnte.".
Da kann ich echt nur lachen.![]()
Amen.Beatnik hat geschrieben: ↑So 21. Mai 2023, 18:11 Ohne Haptik, also ohne physischen Tonträger in der Hand halten zu können, ohne über meine brilliante Abhöre die Musik ab Tonträger geniessen zu können und ohne während des Geniessens der Musik die LP-Hülle oder das CD-Booklet 'erforschen' zu können, kann Musik mich nicht glücklich machen.
Ich erteile Dir hiermit das nötige Copyright
Die Haptik brauche ich nicht. Die Musik reicht mir in den meisten Fällen, da die nötige INFO zur Band etc. in der jeweiligen Zeitschrift, die mir gerade die neuen Scheiben vorstellt, vorhanden ist, oder bei Discogs o.ä. nachgereicht werden kann.Beatnik hat geschrieben: ↑So 21. Mai 2023, 18:11 Ich könnte hier jetzt einen ellenlangen Post verfassen, aber ich kann es auch kurz und knapp machen: Ohne Haptik, also ohne physischen Tonträger in der Hand halten zu können, ohne über meine brilliante Abhöre die Musik ab Tonträger geniessen zu können und ohne während des Geniessens der Musik die LP-Hülle oder das CD-Booklet 'erforschen' zu können, kann Musik mich nicht glücklich machen. Alexa ist für mich Schwachsinn, ich spreche nicht mit so einer Kiste. Ich komme leider aus einer ganz anderen Welt.
Einen Netzwerkplayer habe ich tatsächlich nur, weil ich ein Webradio betreibe. Da habe ich auch nur meinen Sender programmiert. Ich glaube, dass diese ganzen digitalen Überangebote zu oberflächlichem Hören führen und das ganze physische Erleben von Musik flöten geht. Das tu ich mir nicht an. Entwicklungstechnisch mache ich ohnehin grade eine Rückwärts-Bewegung und entdecke meine Liebe zum Vinyl wieder. Ich denke, die Zeit, die ich noch zum Geniessen von Musik habe, möchte ich traditionell erleben, so wie früher. Scheiss auf digitale Zukunft, ich glaube an die analoge Rückkehr, die hoffentlich noch lange anhält.
Ein ganz wichtiger Punkt und ein Effekt, der mir just dieser Tage wieder ins Bewusstsein zurück kam, war die Feststellung, dass ich eine LP-Seite durchhöre, danach die LP umdrehe und weiter höre. Schon bei der CD neige ich zum zappen. Es ist gut, dass der Plattenspieler weder eine Fernbedienung hat, noch auf Mausklick oder albernes "Alexa, spiel mal Yes" reagiert.
Für mich liest sich das ein bisschen so, als würdest Du die Vorzüge und Nachteile eines Produkts erklären - und da bin ich halt schon raus: Musik empfinde ich nicht als Produkt. Es ist Kunst, und Kunst folgt einer Haptik, ich muss sie nicht nur fühlen, sondern auch berühren können. Mein Verständnis hat sicherlich einen gewissen Ursprung auch in der Tatsache, dass meine Mutter Kunstmalerin war, und mit uns Kindern früher auch Skulpturen und Bilder geschaffen hat. Der spielerische Umgang mit verschiedenen Materialien und Formen prägte wohl auch eine Art Selbstverständnis für Haptik mit aus.Alexboy hat geschrieben: ↑So 21. Mai 2023, 22:49Die Haptik brauche ich nicht. Die Musik reicht mir in den meisten Fällen, da die nötige INFO zur Band etc. in der jeweiligen Zeitschrift, die mir gerade die neuen Scheiben vorstellt, vorhanden ist, oder bei Discogs o.ä. nachgereicht werden kann.Beatnik hat geschrieben: ↑So 21. Mai 2023, 18:11 Ich könnte hier jetzt einen ellenlangen Post verfassen, aber ich kann es auch kurz und knapp machen: Ohne Haptik, also ohne physischen Tonträger in der Hand halten zu können, ohne über meine brilliante Abhöre die Musik ab Tonträger geniessen zu können und ohne während des Geniessens der Musik die LP-Hülle oder das CD-Booklet 'erforschen' zu können, kann Musik mich nicht glücklich machen. Alexa ist für mich Schwachsinn, ich spreche nicht mit so einer Kiste. Ich komme leider aus einer ganz anderen Welt.
Einen Netzwerkplayer habe ich tatsächlich nur, weil ich ein Webradio betreibe. Da habe ich auch nur meinen Sender programmiert. Ich glaube, dass diese ganzen digitalen Überangebote zu oberflächlichem Hören führen und das ganze physische Erleben von Musik flöten geht. Das tu ich mir nicht an. Entwicklungstechnisch mache ich ohnehin grade eine Rückwärts-Bewegung und entdecke meine Liebe zum Vinyl wieder. Ich denke, die Zeit, die ich noch zum Geniessen von Musik habe, möchte ich traditionell erleben, so wie früher. Scheiss auf digitale Zukunft, ich glaube an die analoge Rückkehr, die hoffentlich noch lange anhält.
Ein ganz wichtiger Punkt und ein Effekt, der mir just dieser Tage wieder ins Bewusstsein zurück kam, war die Feststellung, dass ich eine LP-Seite durchhöre, danach die LP umdrehe und weiter höre. Schon bei der CD neige ich zum zappen. Es ist gut, dass der Plattenspieler weder eine Fernbedienung hat, noch auf Mausklick oder albernes "Alexa, spiel mal Yes" reagiert.
Alexa ( sic! ) oder andere moderne, auf intelligent geeichte Maschinen brauche ich auch nicht, dafür ist mir meine Zeit zu schade.
Ich forsche also nach der Gruppe/dem Album mit einer Eingabe im Suchfeld und werde sehr häufig sofort fündig. Das Gefühl kommt dem Bestellen von CDs im Netzt doch sehr nahe, außer der fehlenden Bezahlung für das Produkt ( Pauschal abgedeckt für ein Jahr ), welches sofort zur Verfügung steht ( viel angenehmer als z.B. bei YT ).
Das o.a. oberflächliche Hören kann ich bei mir nicht feststellen, denn die Alben werden nach wie vor am Stück als Einheit gehört, wenn mich der Sound anspricht. Es macht für mich also keinen Unterschied ob ich eine CD aus meinem Regal nehme oder es im Computer auswähle und von vorne bis hinten durchhöre.
Die Auswahl ist größer und der Platzbedarf geringer.
Wenn irgendjemand auf die analoge Wiederkehr hofft, drücke ich ihm die Daumen.
Aber bei meiner kurzen Lebenserwartung und der wenigen Zeit die mir für den Musikgenuss verbleibt will ich so viele wie mögliche neue Eindrücke sammeln und bin mit apple-Music vollkommen zufrieden.
Und die großen Ausgaben, die ich in der Vergangenheit über Jahrzehnte für diverse Tonträger getätigt habe, sollten für einige Mahlzeiten der betroffenen Künstler reichen, denn das meiste Geld haben - meistens - andere eingestrichen, so wie es jetzt auch der Fall ist.
Lange Rede - kurzer Sinn: Ich bin zufrieden mit der Größe meiner Sammlung und dem Angebot beim Streamen!![]()
![]()
![]()
Jeder empfindet anders. Früher war früher und dazu gehörten die großen Hüllen - evtl. mit Texten - mit ihren INFOs, und der - manchmal - ansprechenden Grafik. Das war auch für mich notwendig, um einen Einblick in die Welt der Künstler zu bekommen, da ja sonst nichts zur Verfügung stand worin man sich orientieren konnte. Das war beim Nachfolger CD noch ähnlich, wobei die Cover schon erbärmlicher rüberkamen, und die INFOs samt den Texten eingespart wurden.Beatnik hat geschrieben: ↑Mo 22. Mai 2023, 12:19
Für mich liest sich das ein bisschen so, als würdest Du die Vorzüge und Nachteile eines Produkts erklären - und da bin ich halt schon raus: Musik empfinde ich nicht als Produkt. Es ist Kunst, und Kunst folgt einer Haptik, ich muss sie nicht nur fühlen, sondern auch berühren können. Mein Verständnis hat sicherlich einen gewissen Ursprung auch in der Tatsache, dass meine Mutter Kunstmalerin war, und mit uns Kindern früher auch Skulpturen und Bilder geschaffen hat. Der spielerische Umgang mit verschiedenen Materialien und Formen prägte wohl auch eine Art Selbstverständnis für Haptik mit aus.![]()
Das könnte für mich/uns wohl das größere Problem werden, denn mit CDs bin ich reichlich bestückt!
Also ich habe da keine Probleme. Hier stehen: