Harmonisch geprägte Fusion, wobei auch Rockelemente Einkehr gefunden haben .....

März 2026






Kaum zu glauben, dass diese talentierte Soul/ Funk Band damals aus Schottland kam und nur aus weißen Musikern bestand. Die frühen Alben kann ich empfehlen, wer sich dieser Musikart verbunden fühlt.
Die Sache mit den Bonusse klingt verlockend. Mich haben zwei Punkte davon abgehalten, diese Deluxe-Edition zu holen:Tranceformer hat geschrieben: ↑Mi 25. Mär 2026, 17:48
Rolling Stones – Sticky Fingers (Deluxe Vinyl Edition)
Ich denke, es geht mir wie vielen anderen Rolling Stones-Begeisterten: „Sticky Fingers“ war in den 70er-Jahren ein grandioses Stück Musikgeschichte – und ist es heute immer noch. Nach langer Zeit habe ich dieses Werk mal wieder aus dem Regal geholt. Allerdings nicht das Original vom 23. April 1971, welches im nächsten Monat seinen 55. Geburtstag feiert, sondern die Neuauflage aus dem Jahr 2015.
Diese Deluxe Edition auf Doppel-LP (EAN: 602537648443) erschien anlässlich des 44. Jubiläums des Albums. Sie zeichnet sich vor allem durch das Bonusmaterial und die Rückkehr des legendären Gimmick-Covers aus. Genau aus diesem Grund – um die zweite LP mit den Outtakes zu hören – habe ich mich heute für diese Version entschieden.
Ausstattung und Besonderheiten
Das Cover: Die Edition repliziert das originale Andy-Warhol-Design mit einem echten, funktionierenden Metall-Reißverschluss. Dahinter verbirgt sich (wie beim Original) die Abbildung einer weißen Baumwollunterhose mit dem Stempel von Andy Warhol.
Das Vinyl: Das Set besteht aus zwei 180g schweren LPs („Heavyweight Vinyl“).
Das Remastering: Die erste LP basiert auf dem 2009er Remaster, welches auch für die damaligen CD-Reissues verwendet wurde.
Tracklist der Doppel-LP
LP 1: Das Originalalbum Enthält die unsterblichen Klassiker wie Brown Sugar, Dead Flowers, Wild Horses, Can’t You Hear Me Knocking und Moonlight Mile.
LP 2: Bonusmaterial (Unveröffentlichte Aufnahmen & Live)
Studio-Outtakes:
Brown Sugar (Alternative Version mit Eric Clapton an der Slide-Gitarre).
Wild Horses (Akustik-Version).
Can’t You Hear Me Knocking (Alternative Version).
Bitch (Extended Version).
Dead Flowers (Alternative Version).
Live at the Roundhouse, 1971:
Vier mitreißende Live-Tracks: Live With Me, Stray Cat Blues, Love In Vain und Honky Tonk Women.
Die Meinungen zu dieser Pressung sind gemischt, wobei man klar zwischen dem musikalischen Mehrwert und der rein audiophilen Qualität unterscheiden muss:
Positiv hervorzuheben:
Das Bonus-Material: Besonders die Version von Brown Sugar mit Eric Clapton und die Akustik-Version von Wild Horses sind echte Juwelen. Sie bieten einen faszinierenden Einblick in die Entstehung des Albums.
Haptik & Optik: Der Reißverschluss ist ein haptischer Genuss. Es ist aktuell die hochwertigste Art, das Album physisch zu besitzen, ohne Unmengen für ein gut erhaltenes Original aus den 70ern auszugeben.
Live-Power: Die Roundhouse-Aufnahmen zeigen die Stones mit Mick Taylor auf ihrem absoluten Live-Höhepunkt.
Kritik ("Audiophile Vorbehalte"):
Digitale Quelle: Da für das Remastering eine digitale Quelle genutzt wurde, wirkt der Klang im Vergleich zu den UK- oder US-Erstpressungen der 70er etwas „flacher“ und stärker komprimiert. Kritiker bemängeln oft, dass hier im Grunde eine CD auf Vinyl gepresst wurde.
Fazit
Wie man das Blatt auch dreht und wendet: Die spannenden Outtakes machen diese Doppel-LP hochinteressant. Während ich für das eigentliche Album lieber zur 2020er Half-Speed-Mastering-Version greife (da meine 1971er Original-LP audiophil leider kein Vergnügen mehr ist), bleibt die 2015er Deluxe Edition wegen der Bonus-Disc ein unverzichtbarer Teil meiner Sammlung.

