Planet Streitfrage: Ist Rock tot?

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Kröter
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Re: Planet Streitfrage: Ist Rock tot?

Beitrag von Kröter »

Sirius hat geschrieben: Fr 6. Mär 2026, 19:00 Da fällt mir direkt wieder Jon Schaffer ein, der zu den Capitol Stürmern gehörte. Ich hatte alle Alben von Iced Earth, die ich einige Zeit später komplett für 35 Euro verkauft habe, dabei fand ich etliche davon wirklich stark. Schaffen kam ha wiedercrrcht schnell aus dem Gefängnis, angeblich hat er mit den Behörden "kooperiert" ...
Vor kurzem stand zu lesen von ihm, jetzt wäre nicht die richtige Zeit für die Band. Für mich gibt es keine Zeit mehr für ihn.
Der ist mittlerweile auch wieder aktiv, allerdings mit einem seiner Nebenprojekte... Sons Of Liberty.
Sirius hat geschrieben: Fr 6. Mär 2026, 19:00 Ich wusste gar nicht, dass es Riot überhaupt noch gibt.
Seit 2013 firmieren sie unter Riot V.
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Louder Than Hell
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Re: Planet Streitfrage: Ist Rock tot?

Beitrag von Louder Than Hell »

Sirius hat geschrieben: Fr 6. Mär 2026, 19:00
Kröter hat geschrieben: Fr 6. Mär 2026, 18:45
Dudesogood hat geschrieben: Fr 6. Mär 2026, 10:08 Es hat sich einfach herausgestellt das Rockmusik keine politische Relevanz (mehr?) besitzt, oder nie hatte.
Aktuell hat Rockmusik in manchen Bereichen ganz andere Auswirkungen. Bands wie RIOT, WARLORD und VICIOUS RUMORS weht aufgrund mehr als zweifelhafter Aussagen einzelner Mitglieder (z.B. Pro-Trump und Pro-ICE incl. der Verunglimpfung der beiden durch ICE getöteten US-Bürger/innen) ein kalter Wind entgegen, besonders in Deutschland. Das alljährlich im Ruhrpott stattfindende Pfingst-Festival vom Rock Hard hat WARLORD bereits ausgeladen. Andere Bands haben angekündigt, für ihre Europatourneen die in der Kritik stehenden Bandmitglieder daheim zu lassen, weil sie merken, dass es andersrum derbe Einnahmeverluste geben könnte.
Da fällt mir direkt wieder Jon Schaffer ein, der zu den Capitol Stürmern gehörte. Ich hatte alle Alben von Iced Earth, die ich einige Zeit später komplett für 35 Euro verkauft habe, dabei fand ich etliche davon wirklich stark. Schaffen kam ha wiedercrrcht schnell aus dem Gefängnis, angeblich hat er mit den Behörden "kooperiert" ...
Vor kurzem stand zu lesen von ihm, jetzt wäre nicht die richtige Zeit für die Band. Für mich gibt es keine Zeit mehr für ihn.
Ich wusste gar nicht, dass es Riot überhaupt noch gibt.
Trump hat nach meinem Kenntnisstand sämtliche strafrechtlich verfolgten und verurteilten Personen nach dem Capitol Sturm nach seiner 2. Amtsübernahme begandigt, folglich auch Jon Schaffer. Darunter solle sogar eine Person gewesen, die eine lebenslange Haftstrafe erhalten hat. Ein US-Präsident hat zwar qua Verfassung die Befugnis, die Strafen von nach Bundesrecht verurteilten Tätern zu verkürzen oder sie ganz zu begnadigen – auch nachträglich, also nach dem Verbüßen einer Strafe. Dass Trump diese Befugnis aber nutzte, um Gewalttäter freizulassen, die Polizisten verletzt und – angeheizt durch ihn selbst – versucht haben, den friedlichen und demokratischen Machtwechsel in den USA zu stoppen, war ein beispielloser Vorgang.

Und jetzt kommt der Hammer: Nun fordern fünf Frontmänner der rechtsradikalen Gruppe "Proud Boys" 100 Millionen Dollar Schadensersatz von der Regierung.

Übrigens habe ich sämtliche Iced Earth Scheiben geschrottet.
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BRAIN
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Re: Planet Streitfrage: Ist Rock tot?

Beitrag von BRAIN »

Auf der einen Seite ist Rock nach wie vor ein kommerzielles Massenmedium.
Die Diskussionen über Bands wie Riot, Warlord oder Iced Earth zeigen ja, dass Rock weiterhin gesellschaftliche Reibung erzeugen kann – nur eben auf einer anderen Ebene als früher.
Heute geht es weniger um kulturelle Umbrüche, sondern um politische Positionierungen einzelner Musiker und deren Auswirkungen auf Festivals, Tourneen und Publikum .
Das ist ein Hinweis darauf, dass Rock als Szene und als Markt immer noch relevant genug ist, um solche Debatten überhaupt auszulösen.

Auf der anderen Seite darf man nicht vergessen, dass Rock in den 60ern eine völlig andere Funktion hatte.
Damals war es nicht nur Musik, sondern Ausdruck eines Freiheitsdrangs: Abnabelung vom Elternhaus, neue soziale Räume, kulturelle Selbstbehauptung.
Rock war ein Vehikel für Identität – und für viele die erste Möglichkeit, sich von den Normen der Elterngeneration zu lösen.
Diese historische Rolle kann die Musik heute gar nicht mehr erfüllen, weil die gesellschaftlichen Bedingungen andere sind.

Deshalb wirken manche Aussagen im Thread so gegensätzlich: Die einen schauen auf die heutige Realität – volle Festivals, aktive Bands, lebendige Szenen.
Die anderen vergleichen das mit einer Epoche, in der Rock eine Art kulturelle Sprengkraft hatte, die sich nicht wiederholen lässt.
MAKE PROG NOT WAR ! ---> ---> My 2025 Album Faves
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Dudesogood
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Re: Planet Streitfrage: Ist Rock tot?

Beitrag von Dudesogood »

Sirius hat geschrieben: Fr 6. Mär 2026, 19:00
Kröter hat geschrieben: Fr 6. Mär 2026, 18:45
Dudesogood hat geschrieben: Fr 6. Mär 2026, 10:08 Es hat sich einfach herausgestellt das Rockmusik keine politische Relevanz (mehr?) besitzt, oder nie hatte.
Aktuell hat Rockmusik in manchen Bereichen ganz andere Auswirkungen. Bands wie RIOT, WARLORD und VICIOUS RUMORS weht aufgrund mehr als zweifelhafter Aussagen einzelner Mitglieder (z.B. Pro-Trump und Pro-ICE incl. der Verunglimpfung der beiden durch ICE getöteten US-Bürger/innen) ein kalter Wind entgegen, besonders in Deutschland. Das alljährlich im Ruhrpott stattfindende Pfingst-Festival vom Rock Hard hat WARLORD bereits ausgeladen. Andere Bands haben angekündigt, für ihre Europatourneen die in der Kritik stehenden Bandmitglieder daheim zu lassen, weil sie merken, dass es andersrum derbe Einnahmeverluste geben könnte.
Da fällt mir direkt wieder Jon Schaffer ein, der zu den Capitol Stürmern gehörte. Ich hatte alle Alben von Iced Earth, die ich einige Zeit später komplett für 35 Euro verkauft habe, dabei fand ich etliche davon wirklich stark. Schaffen kam ha wiedercrrcht schnell aus dem Gefängnis, angeblich hat er mit den Behörden "kooperiert" ...
Vor kurzem stand zu lesen von ihm, jetzt wäre nicht die richtige Zeit für die Band. Für mich gibt es keine Zeit mehr für ihn.
Ich wusste gar nicht, dass es Riot überhaupt noch gibt.
Ähnlich ging es mir bei Pendragon. Nachdem der Sänger Nick Barrett auf der Bühne den Song "Prayer" Charlie Kirk mit den Worten "He was a man of Peace" und "He always told the truth" gewidmet hatte. Internetrecherchen zeichnen das Bild eines stramm Rechtsnationalen. Alle Tonträger entsorgt-Gift! So stelle ich mir allerdings auch keine "politische Relevanz" vor!
"Alles, was eine Funktion hat, ist ersetzbar. Unersetzlich ist nur, was zu nichts taugt", Adorno
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Tranceformer
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Re: Planet Streitfrage: Ist Rock tot?

Beitrag von Tranceformer »

Dudesogood hat geschrieben: Sa 7. Mär 2026, 00:21
Sirius hat geschrieben: Fr 6. Mär 2026, 19:00
Kröter hat geschrieben: Fr 6. Mär 2026, 18:45
Dudesogood hat geschrieben: Fr 6. Mär 2026, 10:08 Es hat sich einfach herausgestellt das Rockmusik keine politische Relevanz (mehr?) besitzt, oder nie hatte.
Aktuell hat Rockmusik in manchen Bereichen ganz andere Auswirkungen. Bands wie RIOT, WARLORD und VICIOUS RUMORS weht aufgrund mehr als zweifelhafter Aussagen einzelner Mitglieder (z.B. Pro-Trump und Pro-ICE incl. der Verunglimpfung der beiden durch ICE getöteten US-Bürger/innen) ein kalter Wind entgegen, besonders in Deutschland. Das alljährlich im Ruhrpott stattfindende Pfingst-Festival vom Rock Hard hat WARLORD bereits ausgeladen. Andere Bands haben angekündigt, für ihre Europatourneen die in der Kritik stehenden Bandmitglieder daheim zu lassen, weil sie merken, dass es andersrum derbe Einnahmeverluste geben könnte.
Da fällt mir direkt wieder Jon Schaffer ein, der zu den Capitol Stürmern gehörte. Ich hatte alle Alben von Iced Earth, die ich einige Zeit später komplett für 35 Euro verkauft habe, dabei fand ich etliche davon wirklich stark. Schaffen kam ha wiedercrrcht schnell aus dem Gefängnis, angeblich hat er mit den Behörden "kooperiert" ...
Vor kurzem stand zu lesen von ihm, jetzt wäre nicht die richtige Zeit für die Band. Für mich gibt es keine Zeit mehr für ihn.
Ich wusste gar nicht, dass es Riot überhaupt noch gibt.
Ähnlich ging es mir bei Pendragon. Nachdem der Sänger Nick Barrett auf der Bühne den Song "Prayer" Charlie Kirk mit den Worten "He was a man of Peace" und "He always told the truth" gewidmet hatte. Internetrecherchen zeichnen das Bild eines stramm Rechtsnationalen. Alle Tonträger entsorgt-Gift! So stelle ich mir allerdings auch keine "politische Relevanz" vor!
Bei mir landete sämtliches Vinyl von Ted Nugent in der Tonne...
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