Eric Burdon & The Animals "Every One Of Us" -1968-
Vielleicht die eigenwilligste Einspielung der Band aus dem Zeitfenster 67/ 68, weil hier weniger der Psych und bluesige Elemente im Vordergrund stehen. Stattdessen wird ein Mix unterschiedlichster Stilarten mit eingewobenen Sprechpassagen geboten. Letztlich ist es ein Album, dass einem nicht beim ersten Hören erschließt und die Musikstücke gleich anspringen.
Krautrock aus Berlin, der sich auf dem Bereich des Hardrocks auf die Pirsch begeben hat. Und den internationalen Vergleich brauchen sie auch nicht zu scheuen, denn sie haben nach meinem Geschmack einen guten Job gemacht ...... Das Originalalbum hat allerdings mittlerweile einen vierstelligen Wert.
badger hat geschrieben: ↑Di 17. Feb 2026, 18:34
Growing Condern - s/t (Mainstream 1968)
Eine dieser für Mainstream Records typischen Eintags-Fliegen mit einer nicht sensationellen, aber doch überdurchschnittlich guten und
hörenswerten Scheibe, die gerne zu mehr hätte führen dürfen.
Wird gerne als psychedelisch verkauft, ist aber eher unter den L.A.-Harmony Gruppen anzusiedeln (obwohl die Band aus Illinois stammte),
wobei allerdings kräftige Gitarren- und Orgeltöne den Spaß noch verstärken. Mit Sängerin, also nicht unähnlich zu Yankee Dollar, Neighb'rhood Childr'n
und Konsorten.
Bands aus diesem Genre gab es etliche, die mit einer Frontfrau/ Sängerin voranschritten und einige konnten mit diesem scheinbaren Aushängeschild auch über Gebühr punkten. Aber letztlich stand immer der musikalische Output im Mittelpunkt und ordneten sich diese Harmonybands irgendwie im Gefüge unter. Yankee Dollar, Neighb'rhood Childr'n oder auch Growing Concern stachen hier schon heraus und haben bei den Fans schon ihre nachhaltigen Spuren hinterlassen.
Hach, auch schon wieder 20 Jahre alt......time flies!!
Unglaublich, oder?
Für mich ist das Album ein echtes Statement gewesen. Diese kompromisslose Retro-Ausrichtung, Hammond, Mellotron, lange Tracks – und trotzdem kein müder Abklatsch, sondern voller Energie.
Gerade „By the Banks“ zeigt, wie ernst es Wobbler damals schon meinten.
Was mich beeindruckt: Das Debüt war kein vorsichtiges Antesten, sondern direkt ein Brett. Mutig, komplex, eigenständig.
Spirit Of Springsteen
Vor einigen Tagen habe ich hier die LP Rescue von Clarence Clemons vorgestellt und bin damit ein wenig auf den Spuren von Bruce Springsteen gewandelt. Das hat mich inspiriert, eine Playlist zu erstellen, die den Geist des „Boss“ atmet, ohne dass die Songs (primär) von ihm selbst stammen.
Ich habe mich durch meine Plattensammlung gewühlt und eine Auswahl zusammengestellt, die bei mir aktuell rauf und runter läuft. Dabei habe ich Wert darauf gelegt, dass die Liste den „Jersey Shore Sound“ und den typischen Heartland-Rock ein wenig einfängt. Dies ist bei alten Weggefährten (Clemons, Little Steven, Southside Johnny, Nils Lofgren) natürlich einfacher, als den Bogen zu den Erben wie The Gaslight Anthem oder The Killers zu spannen.
Wer allerdings den Geist von Springsteen in der modernen Rockmusik sucht, kommt an The Gaslight Anthem nicht vorbei. Bruce Springsteen selbst outete sich früh als Bewunderer der Band und stand sogar gemeinsam mit ihnen auf der Bühne
Auf einige dieser Alben werde ich in den nächsten Tagen und Wochen sicher noch intensiver eingehen.
Soozie Tyrell – White Lines (feat. Bruce Springsteen)
Southside Johnny – All I Needed Was You
Clarence Clemons – A Man In Love
Meat Loaf – Heaven Can Wait
Little Steven – I Am A Patriot
Joe Grushecky - Homestead
Grin – Lost A Number
Gary U.S. Bonds – Jole Bon
Patti Scialfa – Spanish Dancer
Ellen Foley – Thunder And Rain
Waren Zevon - Dirty Life And Times
Iron City Houserockers – Price Of Love
John Cafferty – Tex-Mex
John Mellenkamp – Wasted Days
Patti Smith – Because The Night
Donna Summer – Protection
The Gaslight Anthem – Autumn
The Killers – This River Is Wild
David Sancious – One Time
Lone Justice – After The Flood
Zarthus hat geschrieben: ↑Di 17. Feb 2026, 10:30Modry Efekt - Modry Efekt & Radim Hladik (1975)
Da habe ich das Original von! Richtig klasse Album!!
Ja, die kam auch als "A Benefit Of Radim Hladik" mit diesem anderen Cover und dem englischen Bandnamen Blue Effect raus. Ich habe beide Versionen.
Das gelb/orangene Cover gefällt mir aufgrund der Farbe eindeutig besser.
Ist das farbige Album nicht ein Reissue??
Nein! Da bin ich mir ziemlich sicher. Beide kamen 1975 raus. Die farbige für den Heimmarkt in Landessprache, die andere für den internationalen Markt mit dem englischen Bandnamen und den englischen Songtiteln. Keines wäre demnach das Reissue von dem Anderen.
Shooter Jennings And The .357's "Live At Irving Plaza 4.18.06" -2006-
Americana wird hier durch ein energiegeladenes, authentisches Live-Album präsentiert, das die mitreißende Mischung aus Southern Rock und Outlaw Country bestens einfängt. Spurenelemente von Lynyrd Skynyrd sind durchaus vernehmbar.
Phantom Spell: Heather & Hearth - 2025 - Rock aus UK/Spanien ( alles von Kyle Mcneill alleine eingespielt - Besitzer von den Wizard Tower Studios und mit Seven Sisters unterwegs - lt. Discogs )
Burn down the mission: Elton John No prophecies - I might lose my head, or worse Eine Zensur findet nicht stattArtikel 5 GG
Louder Than Hell hat geschrieben: ↑Mi 18. Feb 2026, 14:38Mushroom "Early One Morning" -1973-
Folk geprägter Rock aus Irland einer Band, die aus dem Nichts auftauchte und wieder verschwand .....
bei mir aber nicht verschwunden, bei mir steht sie immer noch ganz korrekt im Regal und wartet aufs abgespielt werden.
In Irland sind sie nie so ganz in der ersten Reihe gestanden, weil sie nicht lange genug existierten und wohl von dieser kurzen Zeit nch viel
in Deutschland verbrachten.
Und Pilze... gute Güte, davon gibts im Lande ja genug..., wir nennen sie 'Pixies' und sie knallen gut...
Emma Peel hat geschrieben: ↑Mi 18. Feb 2026, 16:16Roxy Music "For Your Pleasure" -1973-
ArtPop, der hier in seiner eigenen Welt lebt ......
Roxy (und Bowie) waren die ziemlich ständigen Begleiter in den letzten paar Jahren, als sich unsere Jugendclique zwar noch Parties abfeierte,
aber sich trotzdem so ganz langsam aufzulösen begann, weil alle in andere Richtungen zogen. So hört man all dieses geniale Zeugs immer mit
einem kurzen Anflug von Wehmut, bevor man begreift, daß die Clique weg sein mag, aber die Roxy-Alben stehen immer noch jederzeit bereit.
Louder Than Hell hat geschrieben: ↑Mi 18. Feb 2026, 17:14Spirit "Same" -1968-
Mehrgenerationsband von der Westküste und einen derartig musikalisch bewandten (Stief)Vater hätte ich auch gerne gehabt .....
ja, wer hätte Ed Cassidy nicht gerne zum Stiefvater gehabt. Oder überhaupt zum Kumpel. Und vor allem zum Mitmusiker.
Dieses Debut und die nächsten drei waren hier die Favoriten; aber es ging ja noch lange weiter mit Spirit.
Und schließlich sahen wir Ed und Randy beim ersten oder zweiten Rockpalast in Essen und da waren sie immer noch total
beeindruckend.