
Cat Stevens – Saturdaynight (Live in Tokio)
Das im vergangenen Jahr erschienene Live-Album von Cat Stevens dokumentiert ein besonderes Konzert, das am 22. Juni 1974 in Tokio aufgenommen wurde. Aufgrund vertraglicher Differenzen zwischen den Labels A&M und Island Records blieb die Veröffentlichung damals exklusiv dem japanischen Markt vorbehalten. Zum 50. Jubiläum wurde das Werk nun in den legendären Abbey Road Studios aufwendig remastert und am 2. Mai 2025 weltweit veröffentlicht.
In den 70er-Jahren, besonders zwischen 1970 und 1978, habe ich die Musik von Cat Stevens leidenschaftlich geliebt; entsprechend finden sich sämtliche LPs aus dieser Zeit in meiner Sammlung. Diese neu aufgelegte Live-LP enthält zwölf Songs und kann zweifellos als ein „Live-Best-of“ bezeichnet werden. Es sind ausnahmslos Hits und persönliche Favoriten enthalten – allen voran mein Lieblingssong „Lady D’Arbanville“.
Bereits im Vorfeld las ich, dass die Aufnahmen hervorragend restauriert wurden, und nach dem ersten Hören kann ich dies nur vollauf bestätigen: Ich bin schlichtweg begeistert. Stevens befand sich zum Zeitpunkt der Aufnahme auf dem Zenit seines Erfolgs. Seine Stimme klingt sehnsüchtig, kraftvoll und schlichtweg brillant. Besonders reizvoll ist die Band-Performance, die stellenweise deutlich rockiger ausfällt als auf den ursprünglichen Studio-LPs, was mir heute sehr entgegenkommt.
Ein weiterer Pluspunkt ist die Atmosphäre: Das japanische Publikum verhält sich traditionell sehr diszipliniert und leise. Dadurch werden die feinen Nuancen der Aufnahme nicht von Publikumsreaktionen überlagert.
Obwohl ich mich erst spät zum Kauf dieser LP entschieden habe, war dieser Schritt goldrichtig. Da es die einzige autorisierte Live-Dokumentation aus dieser Ära ist, stellt sie eine unverzichtbare Bereicherung für jede Sammlung dar.