Die Italiener waren von Anfang an aufgeschlossen für die progressiven Sounds der Engländer.
Ende der 60er gab es in Italien überwiegend Beat und Schlager-Musik.
Die ambitioniertesten Musiker wandelten sich schnell und spielten lange Stücke mit genretypischen Jazz- und Klassikeinflüssen sowie Avantgarde-Ausprägungen.
Der musikalische Schwerpunkt lag auf romantisch-symphonischen Suiten die vor allem von den Keyboardern bestimmt wurden und gelegentlich ins kitschige abdriften konnten.

Politische Unruhen schlugen sich in den Texten nieder und Festivals wurden größtenteils von politischen Organisationen unterstützt.
Zu den bekanntesten Gruppen zählen Banco del Mutuo Soccorso, Premiata Forneria Marconi, Le Orme und Osanna die Dank der Unterstützung von britischen Musikern auch international Anklang fanden und ihre Alben in englischer Sprache einspielten.
Das waren jedoch Ausnahmen, der größte Teil der Italoprog-Veröffentlichungen wurde nur in Italien verlegt und sind heute entsprechend rar.
Wer sich also mit dem italienischen Gesang anfreunden kann wird viel Entdecken können, denn die Italiener waren zwischen 1970 und 1977 sehr produktiv.
In den letzten Jahre entwickelte sich ein kleines Revival was viele alte Bands wieder auferstehen ließ.
Auch eine lebendige Szene mit interessanten neuen Bands wie DFA, Logos, Deus Ex Machina und La Maschera Di Cera ist entstanden.
Die informativste Seite ist die Italianprog -> http://www.italianprog.com/index.htm