Keats - Keats (1984)
der kürzliche Tod des Gitarristen Ian Bairnson (7. April 2023) hat mich dazu veranlasst, das Album Keats der gleichnamigen Supergroup wieder auf den Plattenteller zu legen.
Dieses Bandprojekt war eine Fortsetzung von The Alan Parsons Project, wobei Alan dieses mit Hilfe des Tontechnikers Tony Richards aufnahm und produzierte.
Neben Ian Bairnson an den Gitarren waren Colin Blunstone (Gesang), Peter Bardens von Camel (Keyboards), David Paton (Bass und Chor) und Stuart Elliott (Schlagzeug und Perkussion) mit von der Partie.
Was die Musik betrifft, so bewegt sie sich erwartungsgemäß gekonnt zwischen Supertramp und Alan Parsons.
Die 11 Stücke auf "Keats" bieten wenig musikalische Überraschungen, haben aber eine sehr gute Aufnahmequalität
Die Melodien sind erstklassig und äußerst ausgereift, und es geht gleich los mit "Heaven Knows", das meisterhaft von Colin Blunstone gesungen wird, einer Komposition, die von Peter Bardens geschrieben wurde, aber typisch für den Stil von Alan Parsons ist.
Danach folgt eine gute Handvoll Progressive Rock mit Pop/Rock-Elementen, die geschickt mit sanften Stimmungen umgehen (die großartigen 'Walking On Ice' und 'Avalanche', das an Camel erinnert) und solche, die zu Hits hätten werden können ('Ask No Questions' und 'Turn Your Heart Around') und die sich in Alan Parsons' umfangreichem Werk sehen lassen können.
Das Album wurde bei seinem Erscheinen stark unterschätzt, aber durch das erneute Hören habe ich ein Album wiederentdeckt, das von A bis Z durchdacht, nicht originell, aber letztendlich sehr angenehm ist, und ich komme zu dem Schluss, dass die Band ein gutes Album gemacht hat!
