Die neue Ausgabe der MINT ist da und ich habe auch schon mit grosser Begeisterung die Titelstory gelesen: Vive La France! - ein Einblick in die unvermutet vielfältige französische Musikszene. War mir Frankreich bisher weitgehend vor allem von 70er Jahre-Klassikern ein Begriff, so hat sich diese Muskszene enorm in ihrer Vielfalt verbreitert. Vor allem der Einfluss der zumeist in den grossen Ballungszentren (allen voran Paris) heimisch gewordenen Musiker aus den ehemals französischen Kolonien, allen voran den Maghreb-Staaten, sorgten seit den 80er Jahren für einen wunderbaren Mix aus typischen Klängen Afrikas und des Nahen Ostens, die mit den Jahren immer stärker den Einflüssen westlicher, imho europäischer Popmusik folgte. Die sich daraus ergebende Soundmixtur ist schon beeindruckend, zumal in den späteren Jahren auch noch Hip-Hop hinzukam. Toll zu lesen und wie es sich gehört für die MINT werden auch diesmal sogenannte 'Referenz-Alben' gelistet. Da findet sich dann alles, was diese breitgefächerte Szene in Frankreich auszeichnet: Magma ebenso wie Serge Gainsbourg, Jean-Michel Jarre neben Edith Piaf oder Françoise Hardy und Zaz, Daft Punk oder MC Solaar.
Eine weitere sehr schöne Story präsentiert die neue MINT zum 50. Geburtstag des bahnbrechenden Albums "Tubular Bells" von Mike Oldfield, beleuchtet hier sinnigerweise die verschiedenen Ausführungen und Masters (resp. Remasters) des Albums und zeichnet die gesamte Entstehungsgeschichte des Werks nach, inklusive der Story um die damals verzweifelte Suche nach einer Veröffentlichungs-Möglichkeit, welche scheiterte und schliesslich zur Gründung des eigenen Labels Virgin Records der drei Freunde Nik Powell, Richard Branson und Simon Draper führte.
