März 2026

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Was rotiert auf dem Teller......
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Louder Than Hell
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Re: März 2026

Beitrag von Louder Than Hell »

Return To Forever "Romantic Warrior" -1976-

Harmonisch geprägte Fusion, wobei auch Rockelemente Einkehr gefunden haben .....

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Louder Than Hell
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Re: März 2026

Beitrag von Louder Than Hell »

Osanna "L´uomo" -1971-

Prog von unseren italienischen Nachbarn, mal verspielt und eher ruhig gehalten, dann mal wieder hart abrockend .....

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Emma Peel
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Re: März 2026

Beitrag von Emma Peel »

Earth And Fire "Atlantis" -1973-

Etwas Prog von unseren niederländischen Nachbarn ....

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Alexboy
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Re: März 2026

Beitrag von Alexboy »

Average White Band: Soul Searching - 1976 - Funk/Soul aus Schottland :beer:


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Burn down the mission:Elton John
- No prophecies - I might lose my head, or worse - Manche meinen es gut! Andere glauben sie wollen mein Bestes - Ich bin sicher ich weiß es besser.
Eine Zensur findet nicht statt
Artikel 5 GG-
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Alexboy
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Re: März 2026

Beitrag von Alexboy »

King Crimson: Larks' Tongues In Aspic - 1973 - KC-Musik aus GB :beer:



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Burn down the mission:Elton John
- No prophecies - I might lose my head, or worse - Manche meinen es gut! Andere glauben sie wollen mein Bestes - Ich bin sicher ich weiß es besser.
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Zarthus
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Re: März 2026

Beitrag von Zarthus »

Mona Lisa - Le Petit Violon De Mr Grégoire (1976)

Prog aus Frankreich.

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Louder Than Hell
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Re: März 2026

Beitrag von Louder Than Hell »

Hunger "Strictly From Hunger" -1969-

Psych/ garagiges aus Portland

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Tranceformer
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Re: März 2026

Beitrag von Tranceformer »

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Rolling Stones – Sticky Fingers (Deluxe Vinyl Edition)
Ich denke, es geht mir wie vielen anderen Rolling Stones-Begeisterten: „Sticky Fingers“ war in den 70er-Jahren ein grandioses Stück Musikgeschichte – und ist es heute immer noch. Nach langer Zeit habe ich dieses Werk mal wieder aus dem Regal geholt. Allerdings nicht das Original vom 23. April 1971, welches im nächsten Monat seinen 55. Geburtstag feiert, sondern die Neuauflage aus dem Jahr 2015.
Diese Deluxe Edition auf Doppel-LP (EAN: 602537648443) erschien anlässlich des 44. Jubiläums des Albums. Sie zeichnet sich vor allem durch das Bonusmaterial und die Rückkehr des legendären Gimmick-Covers aus. Genau aus diesem Grund – um die zweite LP mit den Outtakes zu hören – habe ich mich heute für diese Version entschieden.
Ausstattung und Besonderheiten
Das Cover: Die Edition repliziert das originale Andy-Warhol-Design mit einem echten, funktionierenden Metall-Reißverschluss. Dahinter verbirgt sich (wie beim Original) die Abbildung einer weißen Baumwollunterhose mit dem Stempel von Andy Warhol.
Das Vinyl: Das Set besteht aus zwei 180g schweren LPs („Heavyweight Vinyl“).
Das Remastering: Die erste LP basiert auf dem 2009er Remaster, welches auch für die damaligen CD-Reissues verwendet wurde.
Tracklist der Doppel-LP
LP 1: Das Originalalbum Enthält die unsterblichen Klassiker wie Brown Sugar, Dead Flowers, Wild Horses, Can’t You Hear Me Knocking und Moonlight Mile.
LP 2: Bonusmaterial (Unveröffentlichte Aufnahmen & Live)
Studio-Outtakes:
Brown Sugar (Alternative Version mit Eric Clapton an der Slide-Gitarre).
Wild Horses (Akustik-Version).
Can’t You Hear Me Knocking (Alternative Version).
Bitch (Extended Version).
Dead Flowers (Alternative Version).
Live at the Roundhouse, 1971:
Vier mitreißende Live-Tracks: Live With Me, Stray Cat Blues, Love In Vain und Honky Tonk Women.
Die Meinungen zu dieser Pressung sind gemischt, wobei man klar zwischen dem musikalischen Mehrwert und der rein audiophilen Qualität unterscheiden muss:
Positiv hervorzuheben:
Das Bonus-Material: Besonders die Version von Brown Sugar mit Eric Clapton und die Akustik-Version von Wild Horses sind echte Juwelen. Sie bieten einen faszinierenden Einblick in die Entstehung des Albums.
Haptik & Optik: Der Reißverschluss ist ein haptischer Genuss. Es ist aktuell die hochwertigste Art, das Album physisch zu besitzen, ohne Unmengen für ein gut erhaltenes Original aus den 70ern auszugeben.
Live-Power: Die Roundhouse-Aufnahmen zeigen die Stones mit Mick Taylor auf ihrem absoluten Live-Höhepunkt.
Kritik ("Audiophile Vorbehalte"):
Digitale Quelle: Da für das Remastering eine digitale Quelle genutzt wurde, wirkt der Klang im Vergleich zu den UK- oder US-Erstpressungen der 70er etwas „flacher“ und stärker komprimiert. Kritiker bemängeln oft, dass hier im Grunde eine CD auf Vinyl gepresst wurde.
Fazit
Wie man das Blatt auch dreht und wendet: Die spannenden Outtakes machen diese Doppel-LP hochinteressant. Während ich für das eigentliche Album lieber zur 2020er Half-Speed-Mastering-Version greife (da meine 1971er Original-LP audiophil leider kein Vergnügen mehr ist), bleibt die 2015er Deluxe Edition wegen der Bonus-Disc ein unverzichtbarer Teil meiner Sammlung.
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Lavender
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Re: März 2026

Beitrag von Lavender »

Beardfish - Destined Solitaire (2009)
Beardfish.jpg
Beardfish.jpg (68.33 KiB) 169 mal betrachtet


„Musik ist eine Welt für sich, mit einer Sprache, die wir alle verstehen." Stevie Wonder
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Emma Peel
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Re: März 2026

Beitrag von Emma Peel »

Alexboy hat geschrieben: Mi 25. Mär 2026, 16:40 Average White Band: Soul Searching - 1976 - Funk/Soul aus Schottland :beer:


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Kaum zu glauben, dass diese talentierte Soul/ Funk Band damals aus Schottland kam und nur aus weißen Musikern bestand. Die frühen Alben kann ich empfehlen, wer sich dieser Musikart verbunden fühlt.
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Maranx
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Re: März 2026

Beitrag von Maranx »

Tranceformer hat geschrieben: Mi 25. Mär 2026, 17:48 Bild
Rolling Stones – Sticky Fingers (Deluxe Vinyl Edition)
Ich denke, es geht mir wie vielen anderen Rolling Stones-Begeisterten: „Sticky Fingers“ war in den 70er-Jahren ein grandioses Stück Musikgeschichte – und ist es heute immer noch. Nach langer Zeit habe ich dieses Werk mal wieder aus dem Regal geholt. Allerdings nicht das Original vom 23. April 1971, welches im nächsten Monat seinen 55. Geburtstag feiert, sondern die Neuauflage aus dem Jahr 2015.
Diese Deluxe Edition auf Doppel-LP (EAN: 602537648443) erschien anlässlich des 44. Jubiläums des Albums. Sie zeichnet sich vor allem durch das Bonusmaterial und die Rückkehr des legendären Gimmick-Covers aus. Genau aus diesem Grund – um die zweite LP mit den Outtakes zu hören – habe ich mich heute für diese Version entschieden.
Ausstattung und Besonderheiten
Das Cover: Die Edition repliziert das originale Andy-Warhol-Design mit einem echten, funktionierenden Metall-Reißverschluss. Dahinter verbirgt sich (wie beim Original) die Abbildung einer weißen Baumwollunterhose mit dem Stempel von Andy Warhol.
Das Vinyl: Das Set besteht aus zwei 180g schweren LPs („Heavyweight Vinyl“).
Das Remastering: Die erste LP basiert auf dem 2009er Remaster, welches auch für die damaligen CD-Reissues verwendet wurde.
Tracklist der Doppel-LP
LP 1: Das Originalalbum Enthält die unsterblichen Klassiker wie Brown Sugar, Dead Flowers, Wild Horses, Can’t You Hear Me Knocking und Moonlight Mile.
LP 2: Bonusmaterial (Unveröffentlichte Aufnahmen & Live)
Studio-Outtakes:
Brown Sugar (Alternative Version mit Eric Clapton an der Slide-Gitarre).
Wild Horses (Akustik-Version).
Can’t You Hear Me Knocking (Alternative Version).
Bitch (Extended Version).
Dead Flowers (Alternative Version).
Live at the Roundhouse, 1971:
Vier mitreißende Live-Tracks: Live With Me, Stray Cat Blues, Love In Vain und Honky Tonk Women.
Die Meinungen zu dieser Pressung sind gemischt, wobei man klar zwischen dem musikalischen Mehrwert und der rein audiophilen Qualität unterscheiden muss:
Positiv hervorzuheben:
Das Bonus-Material: Besonders die Version von Brown Sugar mit Eric Clapton und die Akustik-Version von Wild Horses sind echte Juwelen. Sie bieten einen faszinierenden Einblick in die Entstehung des Albums.
Haptik & Optik: Der Reißverschluss ist ein haptischer Genuss. Es ist aktuell die hochwertigste Art, das Album physisch zu besitzen, ohne Unmengen für ein gut erhaltenes Original aus den 70ern auszugeben.
Live-Power: Die Roundhouse-Aufnahmen zeigen die Stones mit Mick Taylor auf ihrem absoluten Live-Höhepunkt.
Kritik ("Audiophile Vorbehalte"):
Digitale Quelle: Da für das Remastering eine digitale Quelle genutzt wurde, wirkt der Klang im Vergleich zu den UK- oder US-Erstpressungen der 70er etwas „flacher“ und stärker komprimiert. Kritiker bemängeln oft, dass hier im Grunde eine CD auf Vinyl gepresst wurde.
Fazit
Wie man das Blatt auch dreht und wendet: Die spannenden Outtakes machen diese Doppel-LP hochinteressant. Während ich für das eigentliche Album lieber zur 2020er Half-Speed-Mastering-Version greife (da meine 1971er Original-LP audiophil leider kein Vergnügen mehr ist), bleibt die 2015er Deluxe Edition wegen der Bonus-Disc ein unverzichtbarer Teil meiner Sammlung.
Die Sache mit den Bonusse klingt verlockend. Mich haben zwei Punkte davon abgehalten, diese Deluxe-Edition zu holen:
1. Der Klang halt. Das liest man überall. Trotzdem wollte ich zuerst das Teil holen. Aaaaber...
2. Als ich mein Original professionell waschen ließ und das Vinyl dann über meine neue Anlage anhörte, war ich schier weg vor Baff!! Was für ein wahnsinns
Sound kam mir da zu Ohren. Ich konnte kaum glauben, dass es schon zu dieser Zeit der Veröffentlichung so eine fantastische Arbeit gab. Von der Aufnahme her bis zur Pressung! Warum also dann die Deluxe-Edition? Ich gebe zu, die Bonusse reizen... :roll:

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Re: März 2026

Beitrag von Emma Peel »

Strawbs "Dragonfly" -1970-

Ein melancholisches, pastorales Folk-Rock-Album mit einem intimeren und akustischeren Klang, fernab späterer symphonischer Ausrichtungen. Eine Band faktisch auf dem Sprung ihr Potenzial des Songwritings auf eine neue Ebene zu führen, was auf den Folgealben mehr als deutlich zum Ausdruck gebracht wurde.

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Re: März 2026

Beitrag von Emma Peel »

Lavender hat geschrieben: Mi 25. Mär 2026, 18:00 Beardfish - Destined Solitaire (2009)

Beardfish.jpg



Ich habe einmal nachgesehen und von Beardfish stehen hier nur die beiden Alben "Sleeping In Traffic: Part One und Part Two". Insofern kenne ich kaum etwas von der Band. Aber ihr ruhiger, vielseitiger und beschwingter Stil gefallen mir, insofern hast du mit deinen beiden Songbeispielen bei mir durchaus ins Zentrum getroffen.
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Louder Than Hell
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Re: März 2026

Beitrag von Louder Than Hell »

Eric Burdon Brian Auger Band "Access All Areas Live" -1993-

Nicht nur Burdon und Auger zeigen sich in Höchstform, sondern die gesamte Begleitband. Larry Wilkins gefällt mir zudem als ein einfühlsamer Gitarrist.

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Tranceformer
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Re: März 2026

Beitrag von Tranceformer »

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Aretha Franklin – Live At Fillmore West

Franklin startet das Konzert mit „Respect“ – jenem Song, der von Otis Redding geschrieben und von Aretha zur feministischen Bürgerrechtshymne erhoben wurde, bevor er im deutschen Fernsehen zwischen Sahnesoßen und Kochlöffeln landete. Ehrlich gesagt: Die Lust an diesem Klassiker war mir durch die inflationäre Nutzung fast vergangen. Doch als Opener dieses Konzerts beweist Aretha erneut, dass das Stück eine Wucht besitzt, die weit über das bloße „Abschmecken“ hinausgeht. Hier wird der Song rehabilitiert.
Die Zeitschrift MINT listete im November die 100 besten Live-Alben aller Zeiten. Je öfter ich dieses Fillmore-West-Konzert höre, desto klarer wird mir, warum es einen festen Platz in diesem Olymp verdient hat. Das Fillmore West in San Francisco war 1971 eigentlich das Wohnzimmer von Rock-Größen wie Grateful Dead oder Santana. Produzent Jerry Wexler verfolgte jedoch den Plan, Aretha einem weißen Rock-Publikum zu präsentieren. Das Ergebnis? Sie hat den Laden nicht nur übernommen, sie hat ihn regelrecht im Sturm erobert.
Aretha Franklin greift sich Welthits der Beatles („Eleanor Rigby“) oder von Simon & Garfunkel („Bridge Over Troubled Water“) und macht sie sich so radikal zu eigen, dass die Originale im direkten Vergleich fast blass wirken. Sie verwandelt lupenreinen Pop in tiefsten, erdigen Gospel.
Besonders beeindruckend ist die Abfolge zu Beginn: Nach dem funkigen Einstieg folgen Stephen Stills’ „Love The One You’re With“ und die besagten Coverversionen von Paul Simon und Lennon/McCartney. Diese Interpretationen sind purer Gänsehaut-Stoff. Während Franklin bei „Bridge Over Troubled Water“ tief in ihren Gospel-Wurzeln gräbt, bekommt „Eleanor Rigby“ eine ungeahnte soulige Dichte. Grandios! Das gesamte Album hält dieses Niveau mühelos. Wenn sie sich schließlich im gigantischen Finale bei „Spirit in the Dark“ gemeinsam mit Überraschungsgast Ray Charles gegenseitig in Ekstase peitscht, spürt man physisch: Hier wurde Musikgeschichte geschrieben.
Ein Denkmal gegen die Kommerzialisierung
Es ist wichtig, sich diese Urgewalt vor Augen zu führen, um den Song „Respect“ nicht der Beliebigkeit zu überlassen. Ja, er wurde vielschichtig genutzt:
Er untermalte in „Forrest Gump“ die gesellschaftlichen Umbrüche der 60er Jahre.
Er wurde zur inoffiziellen Hymne des Civil Rights Movement.
Und durch das ikonische Buchstabieren von R-E-S-P-E-C-T wurde er zum Schlachtruf für Gleichberechtigung – im Privaten wie im Beruflichen.
Dass Banken und Versicherungen den Song heute nutzen, um Respekt vor dem Geld ihrer Kund:innen zu heucheln, ist fast schon tragisch. Doch dieses Live-Album wischt den Werbe-Staub einfach weg.
Abschließend noch ein Tipp: Wer noch CDs hört, sollte zur 4-CD-Box „Don’t Fight The Feeling“ greifen. Sie enthält die Aufnahmen aller drei Nächte im Fillmore West und vermittelt noch unmittelbarer, wie Aretha Franklin ihr Publikum Abend für Abend in kollektive Ekstase versetzte.
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Tranceformer
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Re: März 2026

Beitrag von Tranceformer »

Maranx hat geschrieben: Mi 25. Mär 2026, 22:18
Tranceformer hat geschrieben: Mi 25. Mär 2026, 17:48 Bild
Rolling Stones – Sticky Fingers (Deluxe Vinyl Edition)
Ich denke, es geht mir wie vielen anderen Rolling Stones-Begeisterten: „Sticky Fingers“ war in den 70er-Jahren ein grandioses Stück Musikgeschichte – und ist es heute immer noch. Nach langer Zeit habe ich dieses Werk mal wieder aus dem Regal geholt. Allerdings nicht das Original vom 23. April 1971, welches im nächsten Monat seinen 55. Geburtstag feiert, sondern die Neuauflage aus dem Jahr 2015.
Diese Deluxe Edition auf Doppel-LP (EAN: 602537648443) erschien anlässlich des 44. Jubiläums des Albums. Sie zeichnet sich vor allem durch das Bonusmaterial und die Rückkehr des legendären Gimmick-Covers aus. Genau aus diesem Grund – um die zweite LP mit den Outtakes zu hören – habe ich mich heute für diese Version entschieden.
Ausstattung und Besonderheiten
Das Cover: Die Edition repliziert das originale Andy-Warhol-Design mit einem echten, funktionierenden Metall-Reißverschluss. Dahinter verbirgt sich (wie beim Original) die Abbildung einer weißen Baumwollunterhose mit dem Stempel von Andy Warhol.
Das Vinyl: Das Set besteht aus zwei 180g schweren LPs („Heavyweight Vinyl“).
Das Remastering: Die erste LP basiert auf dem 2009er Remaster, welches auch für die damaligen CD-Reissues verwendet wurde.
Tracklist der Doppel-LP
LP 1: Das Originalalbum Enthält die unsterblichen Klassiker wie Brown Sugar, Dead Flowers, Wild Horses, Can’t You Hear Me Knocking und Moonlight Mile.
LP 2: Bonusmaterial (Unveröffentlichte Aufnahmen & Live)
Studio-Outtakes:
Brown Sugar (Alternative Version mit Eric Clapton an der Slide-Gitarre).
Wild Horses (Akustik-Version).
Can’t You Hear Me Knocking (Alternative Version).
Bitch (Extended Version).
Dead Flowers (Alternative Version).
Live at the Roundhouse, 1971:
Vier mitreißende Live-Tracks: Live With Me, Stray Cat Blues, Love In Vain und Honky Tonk Women.
Die Meinungen zu dieser Pressung sind gemischt, wobei man klar zwischen dem musikalischen Mehrwert und der rein audiophilen Qualität unterscheiden muss:
Positiv hervorzuheben:
Das Bonus-Material: Besonders die Version von Brown Sugar mit Eric Clapton und die Akustik-Version von Wild Horses sind echte Juwelen. Sie bieten einen faszinierenden Einblick in die Entstehung des Albums.
Haptik & Optik: Der Reißverschluss ist ein haptischer Genuss. Es ist aktuell die hochwertigste Art, das Album physisch zu besitzen, ohne Unmengen für ein gut erhaltenes Original aus den 70ern auszugeben.
Live-Power: Die Roundhouse-Aufnahmen zeigen die Stones mit Mick Taylor auf ihrem absoluten Live-Höhepunkt.
Kritik ("Audiophile Vorbehalte"):
Digitale Quelle: Da für das Remastering eine digitale Quelle genutzt wurde, wirkt der Klang im Vergleich zu den UK- oder US-Erstpressungen der 70er etwas „flacher“ und stärker komprimiert. Kritiker bemängeln oft, dass hier im Grunde eine CD auf Vinyl gepresst wurde.
Fazit
Wie man das Blatt auch dreht und wendet: Die spannenden Outtakes machen diese Doppel-LP hochinteressant. Während ich für das eigentliche Album lieber zur 2020er Half-Speed-Mastering-Version greife (da meine 1971er Original-LP audiophil leider kein Vergnügen mehr ist), bleibt die 2015er Deluxe Edition wegen der Bonus-Disc ein unverzichtbarer Teil meiner Sammlung.
Die Sache mit den Bonusse klingt verlockend. Mich haben zwei Punkte davon abgehalten, diese Deluxe-Edition zu holen:
1. Der Klang halt. Das liest man überall. Trotzdem wollte ich zuerst das Teil holen. Aaaaber...
2. Als ich mein Original professionell waschen ließ und das Vinyl dann über meine neue Anlage anhörte, war ich schier weg vor Baff!! Was für ein wahnsinns
Sound kam mir da zu Ohren. Ich konnte kaum glauben, dass es schon zu dieser Zeit der Veröffentlichung so eine fantastische Arbeit gab. Von der Aufnahme her bis zur Pressung! Warum also dann die Deluxe-Edition? Ich gebe zu, die Bonusse reizen... :roll:

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Da ich eine spezielle Vorliebe für Live-LPs habe, ist die Bonus-Scheibe fast Pflicht.
Übrigens: Meine Live-Sammlung umfasst mittlerweile mehr als 2.000 Alben, wobei Sachen wie dieses Stones-Doppelalbum genauso dort den Platz gefunden hat, wie Rattle & Hum von U2. Der Schwerpunkt eines Albums wird halt von mir festgesetzt und bestimmt. Da lasse ich dann sämtliche Toleranz außen vor.
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Emma Peel
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Re: März 2026

Beitrag von Emma Peel »

Nick Drake "Five Leaves Left" -1969-

Ein melancholisches Folk Album, dass das zarte Akustikgitarrenspiel mit gelungenen Kammerfolk-Arrangements verbindet. Auch wenn es zu seinen Lebzeiten keinen Erfolg versprach, lebt es von seinen verträumten, intimen und nachdenklichen Songwriting.

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Re: März 2026

Beitrag von Emma Peel »

Tranceformer hat geschrieben: Do 26. Mär 2026, 04:20 Bild
Aretha Franklin – Live At Fillmore West

Franklin startet das Konzert mit „Respect“ – jenem Song, der von Otis Redding geschrieben und von Aretha zur feministischen Bürgerrechtshymne erhoben wurde, bevor er im deutschen Fernsehen zwischen Sahnesoßen und Kochlöffeln landete. Ehrlich gesagt: Die Lust an diesem Klassiker war mir durch die inflationäre Nutzung fast vergangen. Doch als Opener dieses Konzerts beweist Aretha erneut, dass das Stück eine Wucht besitzt, die weit über das bloße „Abschmecken“ hinausgeht. Hier wird der Song rehabilitiert.
Die Zeitschrift MINT listete im November die 100 besten Live-Alben aller Zeiten. Je öfter ich dieses Fillmore-West-Konzert höre, desto klarer wird mir, warum es einen festen Platz in diesem Olymp verdient hat. Das Fillmore West in San Francisco war 1971 eigentlich das Wohnzimmer von Rock-Größen wie Grateful Dead oder Santana. Produzent Jerry Wexler verfolgte jedoch den Plan, Aretha einem weißen Rock-Publikum zu präsentieren. Das Ergebnis? Sie hat den Laden nicht nur übernommen, sie hat ihn regelrecht im Sturm erobert.
Aretha Franklin greift sich Welthits der Beatles („Eleanor Rigby“) oder von Simon & Garfunkel („Bridge Over Troubled Water“) und macht sie sich so radikal zu eigen, dass die Originale im direkten Vergleich fast blass wirken. Sie verwandelt lupenreinen Pop in tiefsten, erdigen Gospel.
Besonders beeindruckend ist die Abfolge zu Beginn: Nach dem funkigen Einstieg folgen Stephen Stills’ „Love The One You’re With“ und die besagten Coverversionen von Paul Simon und Lennon/McCartney. Diese Interpretationen sind purer Gänsehaut-Stoff. Während Franklin bei „Bridge Over Troubled Water“ tief in ihren Gospel-Wurzeln gräbt, bekommt „Eleanor Rigby“ eine ungeahnte soulige Dichte. Grandios! Das gesamte Album hält dieses Niveau mühelos. Wenn sie sich schließlich im gigantischen Finale bei „Spirit in the Dark“ gemeinsam mit Überraschungsgast Ray Charles gegenseitig in Ekstase peitscht, spürt man physisch: Hier wurde Musikgeschichte geschrieben.
Ein Denkmal gegen die Kommerzialisierung
Es ist wichtig, sich diese Urgewalt vor Augen zu führen, um den Song „Respect“ nicht der Beliebigkeit zu überlassen. Ja, er wurde vielschichtig genutzt:
Er untermalte in „Forrest Gump“ die gesellschaftlichen Umbrüche der 60er Jahre.
Er wurde zur inoffiziellen Hymne des Civil Rights Movement.
Und durch das ikonische Buchstabieren von R-E-S-P-E-C-T wurde er zum Schlachtruf für Gleichberechtigung – im Privaten wie im Beruflichen.
Dass Banken und Versicherungen den Song heute nutzen, um Respekt vor dem Geld ihrer Kund:innen zu heucheln, ist fast schon tragisch. Doch dieses Live-Album wischt den Werbe-Staub einfach weg.
Abschließend noch ein Tipp: Wer noch CDs hört, sollte zur 4-CD-Box „Don’t Fight The Feeling“ greifen. Sie enthält die Aufnahmen aller drei Nächte im Fillmore West und vermittelt noch unmittelbarer, wie Aretha Franklin ihr Publikum Abend für Abend in kollektive Ekstase versetzte.
Das ist einfach wunderbar, was die Queen des Souls mit ihren Musikern damals auf den Weg gebracht hat. Hier sollte man King Curtis und Billy Preston noch einmal besonders herausstellen, wie sie sich fantastisch in das Bandgefüge eingebracht und auch solistisch zu glänzen wussten. Aber über allen thronte Aretha Franklin, die sich damals wohl auf dem Höhepunkt ihrer Karriere befunden hat. Mehr Gefühl und Power geht nicht ..... Sicherlich liegt hier eines der besten Livealben aller Zeiten vor.
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Re: März 2026

Beitrag von Hawklord »

Gamma - 3 (1982)

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Re: März 2026

Beitrag von Louder Than Hell »

Jukka Tolonen "The Hook" -1974-

Prog mit ausgeprägten Jazzrockmerkmalen. Letztlich eine gelungene Mischung aus Prog, Funk und Jazz, deren virtuose Instrumentalstücke und opulente Bläserarrangements im Mittelpunkt stehen. Hier beweist der ehemalige Gitarrist der Tasavallan Presidentti, dass er auch auf seinen Solopfaden bestehen konnte.

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