Habe mir zuerst ein älteres Album dieser holländischen Band besorgt. Hier klingen sie noch nicht so southern-jammig wie bei den neueren Alben, klingen eher bluesrockiger. Aber wie sie mit ihren kraftvollen Songs klingen!

März 2026



Auch wenn die "großen" Refrains" und Hits scheinbar außen vor blieben, präsentiert sich die Band bei ihrem Comeback mit einem reifen und reflektierenden Brit-Pop Album.BRAIN hat geschrieben: ↑Fr 20. Mär 2026, 21:19 Pulp – More (2025)
Ich hatte ehrlich gesagt Angst vor diesem Album.
Pulp nach so vielen Jahren, das kann schnell peinlich werden.
Wird es aber nicht. More wirkt erstaunlich unaufgeregt und genau das ist seine Stärke.
Die Platte drängt sich nicht auf.
Keine großen Refrains, keine offensichtlichen Hits.
Musikalisch bleibt alles typisch Pulp, aber zurückgenommen.
Weniger Glam, weniger Show, mehr Raum für Details.
Die Arrangements sind fein gebaut, oft erst auf den zweiten Durchgang wirklich greifbar.
Gerade das gefällt mir.
More ist kein Feuerwerk. Eher ein spätes Album, das nichts mehr beweisen muss. Und genau deshalb funktioniert es.
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Mir liegen die ersten drei Alben von Seatrain vor, wobei ich ihre letzte Einspielung "Watch" nicht kenne. Wie damals üblich, brachten sie die ersten Alben allesamt im Jahrestakt heraus und hinterließen keine Abnutzungserscheinungen. Ihr Folk-Rock, Bluegrass und mit progressiven Elementen vereinter Stil verlieh ihnen eine eigene Identität, der durch die Vielzahl von konkurrierender Bands nicht den Stellenplatz einnahm, der ihnen zugestanden hätte. Wie man sieht, hochklassige Musiker und auch eine perfekte Produktion sind nicht immer Erfolgsgaranten, was im Fall von Seatarin sehr schade war.Tranceformer hat geschrieben: ↑Fr 20. Mär 2026, 18:38
Seatrain – The Best of Seatrain & Marblehead Messenger
Man muss Seatrain heute nicht zwingend kennen – ihr Output beschränkte sich auf wenige Veröffentlichungen und der kommerzielle Erfolg blieb zur damaligen Zeit eher bescheiden. Doch hört man diese Zusammenfassung ihrer zwei wichtigsten LPs, stellt sich unweigerlich die Frage: Warum eigentlich? Was hier geboten wird, ist musikalisch derart hochklassig, dass man die aus dem "Blues Project" hervorgegangene Formation ohne Zögern als eine der am meisten unterschätzten Bands der frühen 70er-Jahre bezeichnen darf.
Seatrain war ihrer Zeit weit voraus. Lange bevor Begriffe wie Americana oder Roots Rock geprägt wurden, verschmolz die Band Rock mit Bluegrass, Klassik und Pop zu einem homogenen Ganzen. Das Alleinstellungsmerkmal war dabei zweifellos die Violine von Richard Greene. Wo andere Bands der Ära auf endlose E-Gitarren-Soli setzten, übernahm hier die Geige die Führung – mal rockig verzerrt, mal von klassischer Virtuosität geprägt. Ergänzt durch die warme, markante Stimme von Peter Rowan und perfekt ausgearbeitete Harmonien, entstand ein Sound von enormer Tiefe.
Ein wesentlicher Faktor für die Qualität dieser Aufnahmen ist der Produzent: Kein Geringerer als Beatles-Mentor George Martin saß an den Reglern. Sein Einfluss ist auf dieser Compilation deutlich spürbar:
"13 Questions": Der größte Hit der Band schließt die erste LP-Seite ab. Ein extrem eingängiger Song mit stampfendem Rhythmus und klugen Lyrics – ein Musterbeispiel für Martins präzise Produktion.
"Marblehead Messenger": Das Titelstück der zweiten Seite eröffnet diese nostalgisch und fast schon folkig. Eine wunderschöne Melodie, die zeigt, wie meisterhaft die Band das Songwriting beherrschte.
Dank der Arbeit von George Martin klingt die LP auch nach über 50 Jahren noch fantastisch. Die Instrumente sind räumlich klar getrennt, der Bass ist präzise definiert und die akustischen Elemente wie Banjo und Geige behalten eine beeindruckende Natürlichkeit.
Fazit: Wer sich mit der Musik von Seatrain beschäftigen möchte, liegt mit dieser Best-of goldrichtig. Sie lässt den "Ballast" der schwächeren Momente weg und konzentriert sich voll auf die goldene Ära unter George Martin. Es ist intelligente, handgemachte Musik, die eine wunderbare Balance zwischen künstlerischem Anspruch und Eingängigkeit findet. Ein echtes Muss für Entdecker!
Ein guter Einstieg für die Band, ihre Qualitäten auszuloten. Und mit der Hinwendung zum teils jamartigen Southernrock später war genau die richtige Entscheidung gewesen.Maranx hat geschrieben: ↑Fr 20. Mär 2026, 21:18 Leif de Leeuw Band – "Until Better Times" (2018)
Habe mir zuerst ein älteres Album dieser holländischen Band besorgt. Hier klingen sie noch nicht so southern-jammig wie bei den neueren Alben, klingen eher bluesrockiger. Aber wie sie mit ihren kraftvollen Songs klingen!