Die "Relayer" war das erste Album von Yes, das mich nicht mehr erreichte, die LP kaufte ich nie. Später kam es erneut in die Sammlung, nun als CD. Sie fristete ein Regal-Leben als Sammlungsvervollständigung ohne nennenswerte Durchläufe. Zuletzt legte ich mir dann die remasterte Digi im Schuberchen zu, und da machte es dann endlich klick. Yes ohne Rick Wakeman war für mich lange Zeit wie Purple ohne Richie. Als Schweizer war mir Patrick Moraz zwar bekannt, aber ich musste erst die Refugee CD hören und erleben, um seine Qualitäten zu entdecken.
"Relayer" ist anders, dachte ich. Doch dann stellte ich nach vielen Hördurchgängen fest, dass sie gar nicht so sehr anders war. Vielmehr war sein direkter Vorgänger, die "Topographic" anders. Die "Relayer" verstehe ich in musikalischer Hinsicht inzwischen als logischer Nachfolger der "Close To The Edge", denn nun stand ausgefeiltes Songwriting wieder im Vordergrund, nachdem die "Tales" eher einen Jam Flow hatte.
Gefühlt empfand ich anfangs die A-Seite als spannender, aber das Gefühl habe ich inzwischen gar nicht mehr. Für die Höchstnote reicht's zwar nicht, aber eine schwankende Qualität kann ich auch nicht ausmachen. Ein 4-einhalber allemal.

The Gates Of Delirium

Sound Chaser

To Be Over