das unbändige düül-monster hat die band utopia aufgefressen und seitdem ist sie ein teil von ihm...

Das war damals nach der "Steig aus" Platte meine zweite von ihnen und finde sich auch heute noch magisch. Besonders dieses Stück .....
Genau genommen, handelt es sich hier um gar keine Platte der Band Amon Düül II, sondern um ein Gemeinschaftswerk von Lothar Meid und Olaf Kübler. Auf der Original LP ist auch kein Hinweis dieser Ursprungsband vermerkt, sondern steht dort nur Utopia als Bandhinweis. Vermutlich aus Gründen des Mehrverkaufs (Kommerz) wurde später erst der Name Amon Düül II draufgesetzt. Natürlich wirken dort auch andere Düül Mitglieder mit, aber dieses songorientierte Album verbucht in Teilen seine eigene Handschrift.Waldmeister hat geschrieben: ↑So 25. Aug 2024, 21:28 amon düül II - utopia (1973)
das unbändige düül-monster hat die band utopia aufgefressen und seitdem ist sie ein teil von ihm...
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Tranceformer hat geschrieben: ↑Mo 26. Aug 2024, 04:54
Bruce Springsteen – Live in Dublin (3 LP-Set, 2020)
„Live in Dublin“ ist für mich eine der besten Live-Konserven, hier in der drei LP-Version. 2006 erschien das Album „The Seeger Sessions“. Schon damals war dies für mich eine geniale Kombination. Springsteens Stimme zur Musik von Pete Seeger. Ein Jahr später dann die Doppel-CD „Live In Dublin“. Seit 2020 gibt es dieses Werk auch auf Vinyl.
Bevor ich etwas näher auf „Live in Dublin“ eingehe, noch ein paar Anmerkungen zu Bruce Springsteen. Erstmals aufmerksam wurde ich 1978 durch eine Plattenkritik in der Zeitschrift „Pardon“, die ich beim Friseur wartend durchblätterte, wohlgemerkt der Plattenkritiken wegen. Naja... Die Zeilen zu „Darkness In The Edge Of Town“ sprachen mich an und das Album enttäuschte mich nicht. Ganz im Gegenteil, es lief und lief und lief. Fortan begleitete mich Bruce Springsteen mit seiner Musik durchs Leben. Die folgenden Werke „The River“ (1980), „Nebraska“ (1982), „Born In The USA“ (1984) und vor allen Dingen „Tunnel Of Love“ (1987) waren neben der Live-Box „Live 1975-85“ LPs mit besonderem Wert in meiner Sammlung. Danach ebbte das in mir grasende Springsteen-Fieber etwas ab, doch das lodernde Feuer erschien mit „The Seeger Sessions“ wieder in einem hellen Licht.
Da ich während meiner gesamten Musik-Sammlerei stets einen besonderen Faible für Live-Musik hatte und habe, war die 2007 erschienene LP-DCD ein absolutes MUSS. Nach den damaligen Hördurchgängen spürte ich Begeisterung pur. Nach der Trennung von meinen CDs geriet auch dieses Werk etwas in Vergessenheit. Mittlerweile steht das 2020 veröffentlichte drei-LP-Set wieder bei mir im Regal.
Firmierte Springsteen zunächst unter der Bezeichnung „The Seeger Sessions Band“, so wurde „Seeger“ später gestrichen, weil der Name für eine ganz spezielle Folkmusik stand und hier falsche Verbindungen geknüpft wurden, denn Springsteen bringt mit seiner exzellenten Sessions Band einen ganz eigenen, besonderen Touch in die Musik von Pete Seeger. Die Verneigung, die Ehrfurcht vor dem Werk dieses ebenfalls Ausnahmekünstlers ist in jeder Phase des Konzertes zu spüren und dennoch gelingt es Bruce Springsteen dieser Musik seinen persönlichen Stempel aufzudrücken. Hierzu baut er Elemente seines eigenen Songbook ein. Ganz perfekt gemacht zum Beispiel, wenn Springsteen nach „My Oklahoma“ sein „Highway Patrolman“ erklingen lässt.
Springsteen und seine „Folk Big Band“ präsentieren insgesamt 23 Songs, weitere Songs, die live präsentiert wurden, sind auf Streaming-Plattformen abrufbar.
Die qualitative Dichte dieses Werks ist so enorm, dass es schlicht nicht möglich ist, einzelne Passagen heraus zu stellen. Mal dachte ich, LP3 mit „Pay Me My Money Down“, „When The Saints Go Marching In“ und „Blinded By The Light“ ist die Granaten-LP, doch dann lag bei mir die bereits erwähnte zweite LP vermehrt auf dem Plattenteller und der Einstieg auf LP eins mit „Atlantic City“ sowie „Old Dan Tucker“ ist ebenfalls überragend. Daher bleibt es für mich dabei; auch wenn es sich hier um drei Vinylscheiben handelt, dieses Werk hört man am Besten von LP1 bis 3 durchgängig. Soll nur heißen: „Live in Dublin“ ist ein wirklich geniales Live-Teil.
Das ist nicht nur textlich, sondern auch musikalisch ein Überflieger gewesen, sowohl vom Gesang, als auch von der Instrumentierung her.