Zwei Schwergewichte, die hier aufeinandertreffen. Im DFB Pokal würde man von einem Bundeligisten-Duell in einer frühen Runde reden. Ich LIEBE beide Platten so sehr. Auf der einen Seite Tull mit einem freakigen Experiment, das sich bei Erstkontakt als schwer zu knacken präsentiert, auf der anderen Seite Gabriel-Genesis mit ihrem zauberhaften Storyteller-Prog - es ist kein Geheimnis, dass diese Phase der Band für mich zum Besten gehört, was jemals an Musik veröffentlicht wurde. ICH LIEBE GENESIS MIT GABRIEL!! Und trotzdem vergebe ich meine Stimme an Anderson und seine kauzige Truppe....und das, obwohl auf der Selling die besseren Einzeltracks (Dancing With The Moonlit Knight und Cinema Show) stehen.
Es hat ewig gebraucht, bis sich mir die Brillanz der A Passion Play offenbarte. Das erschien mir zunächst (kennengelernt hab ich das Album Mitte der 90er) mal alles sehr planlos, sehr wirr, nach dem Motto: einfach mal so drauflos musiziert, ohne zu wissen, wohin die Reise geht. Und vielleicht war das ja auch so....aber in den letzten Jahren meine ich, das große Ganze dieser Platte endlich erkennen zu können. Die Mühe, es immer wieder zu versuchen, hat sich gelohnt. Man kennt das als Musikfreund: der Stoff sagt einem zunächst nicht wirklich zu, aber man erkennt durch jahrelange Erfahrung, dass da wahrscheinlich mehr rauszuholen ist - wenn man dranbleibt. Eine Sache übrigens, die von Generation zu Generation immer mehr zur vergessenen Kunst mutiert. Leider.
Aber zurück zur Passion Play: es ist ein ganz besonderes Album, eine love it or hate it Angelegenheit wie sie im Buche steht, ein Wollknäul an "komischen" Ideen. Man kann es blöd finde, man kann mit den Schultern zucken, man kann es lieben. Ich liebe es, in meinem Kopf ist es zusammenhängend und ergibt Sinn, ja selbst das Zwischenspiel zähle ich dazu. Vielleicht verleiht gerade diese Sperrigkeit der Platte ihren Anspruch. Und mit Foot Of the Stairs befinden sich Tulls besten paar Minuten ihrer Karriere auf dem Album. And Lord knows, sie haben im Laufe der Jahrzehnte ganz, ganz viele tolle Minuten fabriziert.
Selling ist eine Zehn, A Passion Play eine Zehn mit Ausrufezeichen!!
...und deshalb eine klitzekleine Nasenspitze vorne.
Ich mag beide Alben sehr. Genesis haben für mich aber den höheren Stellenwert durch all ihr Schaffen durch. Zudem, wenn man ein
Album so mit Gesang wie hier
Can you tell me where my country lies?"....
beginnen kann, dann ist das schon die ganz große Schule. Ich mag die Musik von Jethro Tull bis zur "Broadsword And The Beast" und dann hat
mich das Interesse verlassen. Anderson ist mir unsympathisch.
Zwei Alben, die ich seit Jahren besitze. Mit dem einen wollte ich mich immer anfreunden, auf Teufel komm raus. Es ist mir nie so wirklich gelungen. Das andere Album war das erste Mal, wo ich der Meinung war: Jetzt haben sie ein Werk geschaffen, auf welchem mir tatsächlich nicht nur die Songs an sich gefallen, sondern das Werk in seiner Gesamtheit betrachtet. Es blieb bis heute mein persönliches Highlight.
Ich spreche zwar nur ein paar Brocken Klartext, dafür fliessend ironisch.
Die wunderbare Zumutung, selbst denken dürfen zu müssen.
Pavlos hat es uns wieder einmal nicht leicht gemacht. Zwei Meilensteine stehen zur Auswahl. Beide waren für meine musikalische Sozialisation sehr wichtig. Beide höre ich nach wie vor ungemein gerne. Dennoch liegt bei mir "Aqualung" etwas weiter vorn. Alleine schon wegen "Wond'ring Aloud".
„Musik ist eine Welt für sich, mit einer Sprache, die wir alle verstehen." Stevie Wonder
Lavender hat geschrieben: ↑Di 17. Okt 2023, 19:17
Pavlos hat es uns wieder einmal nicht leicht gemacht. Zwei Meilensteine stehen zur Auswahl. Beide waren für meine musikalische Sozialisation sehr wichtig. Beide höre ich nach wie vor ungemein gerne. Dennoch liegt bei mir "Aqualung" etwas weiter vorn. Alleine schon wegen "Wond'ring Aloud".
Hauda! Da habe ich aber mächtig gepennt. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. War wohl ein Wunschgedanke.
Mein Votum bleibt aber für Jethro Tull. "A Passion Play" ist auch eines meiner Lieblingsalben. Als es erschien, habe ich die LP zu meinem 15. Geburtstag geschenkt bekommen. Inzwischen sind noch die CD und die Box "An Extened Performance" hinzugekommen.
„Musik ist eine Welt für sich, mit einer Sprache, die wir alle verstehen." Stevie Wonder
Ich mag beide Alben sehr gerne hören.
Und auch wenn Jethro Tull bei mir einen weit weit höheren Stellenwert genießen als Genesis, vergebe ich in diesem Fall meinen Punkt an Letztere.
Thick As A Brick hätte deutlich die Nase vorn, A Passion Play dagegen ganz knapp nicht.
Vielleicht würde ich mich morgen aber anders entscheiden...keine Ahnung.
A Passion Play war ja nicht gerade das Magnum Opus von Jethro Tull. So eigenartig haben sie nie wieder geklungen & als ich sie das erste Mal hörte, wußte ich auch nicht so recht, was ich mit ihr anfangen sollte. Aber das ist alles schon sehr lange her.
OK, auch bei Selling England by the Pound war's eigentlich auch nicht viel anders. Es war die Zeit der musikalischen EntdeckungsReise bei mir & alles was nicht nach Radio roch, war herzlichst Willkommen!
Also mal wieder schwierig sich zu entscheiden.
Tschüß
nixe
Musik hat die Fähigkeit uns geistig, körperlich & emotional zu beeinflussen!
!!!I like Prog!!!
!!!Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten!!!