[REVIEW] Ian Dury & The Blockheads • Warts'N'Audience (1991)

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Beatnik
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[REVIEW] Ian Dury & The Blockheads • Warts'N'Audience (1991)

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Ian Dury startete seine musikalische Karriere im Jahre 1970 mit der Band Kilburn And The High Roads, die ab 1973 grosse Anerkennung als Pub Rock Band erhielt. Einem grösseren Publikum bekannt wurde er aber erst in der zweiten Hälfte der 70er Jahre mit der Band Ian Dury And The Blockheads. Mit dieser hatte er zwei grosse Hits, die beide weltweit mehr als eine Million mal verkauft wurden, nämlich "Hit Me With Your Rhythm Stick", eine Nummer eins in Grossbritannien, und den Rock-Klassiker "Sex & Drugs & Rock & Roll". Weitere Top 10 Hits waren auch "What A Waste" im Jahre 1978 und "Reasons To Be Cheerful (Part 3)" (1979). Die Band trat auch in Deutschland erfolgreich auf, unter anderem 1978 im Rockpalast und auf der Freilichtbühne im Hamburger Stadtpark. Ian Dury sang mit seinem unverwechselbaren Cockney-Akzent vorwiegend selbst geschriebene Lieder, die teils klamaukhaft ("Take Your Elbow Out Of The Soup, You’re Sitting On The Chicken"), teils zärtlich ("Wake Up And Make Love With Me"), teils nachdenklich ("My Old Man"), immer aber voller Wortwitz waren. In "Spasticus Autisticus" witzelte er auch über seine eigene Behinderung.

Anfang der 80er Jahre löste Ian Dury die Band auf, veröffentlichte nur noch gelegentlich Platten und wandte sich der Schauspielerei zu. So spielte er Nebenrollen, unter anderem im Film 'Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber' von Peter Greenaway, 'Piraten' von Roman Polański, 'Judge Dredd' von Danny Cannon (mit Sylvester Stallone) und eine Hauptrolle in 'Brennende Betten' von Pia Frankenberg. Ausserdem schrieb er Musicals, von denen 'Apples' im Londoner Royal Court Theatre aufgeführt wurde, und 1985 den Titelsong zu der Fernsehserie 'The Secret Diary of Adrian Mole, Aged 13¾', den er auch selbst sang. 1999 nahm er zusammen mit Madness den Song "Drip Fed Fred" für das Madness Comeback-Album "Wonderful" auf. In den 90er Jahren war Dury als UNICEF-Botschafter aktiv. 2010 wurde sein Leben mit Andy Serkis in der Hauptrolle unter dem Titel 'Sex & Drugs & Rock & Roll' verfilmt.

Dabei war Ian Dury immer ein totaler Aussenseiter. Als gehbehindertes Kind einer Universitätsdozentin und eines Busfahrers inszenierte er sich als Poet aus der Gosse. Er pöbelte und spuckte und gab gern den spöttischen Hofnarr und zynischen Berserker. So wurde Ian Dury zu einem Vorbild für viele Punks. Seine Musik, eine Mischung aus Pub-Rock, Music Hall, Comedy, Jazz, Funk und Reggae traf Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre den Nerv der Zeit. Ian Dury war ein grossartiger Poet und Entertainer und er arbeitete bis zu seinem Tod auch erfolgreich als Schauspieler, Autor und Maler. Als Ian Dury im Sommer 1978 in seinem Haus im Nordlondoner Stadtteil Hampstead zusammen mit Chaz Jankel jammte, stiessen die beiden auf ein einschneidendes, funkiges Riff. Chaz Jankel von den Blockheads spielte sich auf seinem Fender Rhodes Keyboard in einen Rausch und Ian Dury bearbeitete ein Schlagzeug und improvisierte schräge Reime im rauhen Cockney Working Class Slang dazu: Am nächsten Tag entstand bereits die Demo-Version von "Hit Me With Your Rhythm Stick" und Ian Dury und seine Blockheads waren sich ziemlich sicher, dass sie damit einen Hit landen würden. Im Januar 1979 kletterte die Single auf Platz 1 der UK-Charts und verdrängte damit "YMCA" von Village People. Ian Dury und seine Band, die Blockheads verkauften über eine Million Singles. "Hit Me With Your Rhythm Stick" hatte enorm viel zu bieten: Da war dieser knallige Funk, ein zwingender Disco-Beat,ein Schuss Comedy und eine Freakshow mit Free Jazz-Einlage. Und da war dieser aggressive Sänger mit der Rockabilly-Schmalztolle, einer Metallschiene am linken Bein und einer heiseren Cockney Stimme, der selten einen Ton traf. Hier schien der Urvater der Punkbewegung am Werk. Als "Hit Me With Your Rhythm Stick" 1979 die Charts stürmte, war Ian Dury schon 36 Jahre alt und brach damit das ungeschriebene Gesetz: 'Wer bis 30 kein Popstar ist, der wird auch keiner mehr'.

1975 erschien das Debüt-Album "Handsome" von Kilburn & The High Roads und die Band galt für viele Musikkritiker als die beste englische Live-Band jener Tage. Die Kilburns machten keine Gefangenen. Dave Robinson ein früher Manager von Kilburn & The High Roads machte in einem Interview mit dem Rolling Stone deutlich, was die Band von anderen Pub Rock Bands wie Dr. Feelgood, den Count Bishops oder den Kursaal Flyers unterschied: "Sie waren viel theatralischer und sahen aus wie eine Zirkustruppe. Und es war vor allem Ian Dury, der sein Art School-Ding durchzog und auf der Bühne Music Hall Theater und Comedy veranstaltete. Als ich ihn später für das Label Stiff Little Fingers unter Vertrag nahm, da kam ihm auf Tour vor allem seine Erfahrung aus der Pub-Rock Szene zu Gute. Er war abgehärtet, ihn konnte nichts erschüttern. Randalierer fertigte er auf die witzige Art mit links ab, er liess sich von niemand die Show stehlen und er konnte, wenn's sein musste, drei Live Sets pro Abend durchhalten. Die Leute blieben ihm treu, egal ob er sich gerade im Funk, Punk, Jazz oder Reggae austobte" (Dave Robinson). Auf dem 1977er-Album "New Boots And Painties" wurde Ian Dury bereits von den Blockheads begleitet. Ian Dury spielte mit vielen Images, vor allem mit seiner Rolle als Underdog und Cockney-Rebell. Mal war er Dickie aus Billericay, mal das Upminster Kid.

Die Kunstfiguren, in die Ian Dury geschlüpft war, die habe er er zu seinem eigenen Schutz gebraucht, erzählte Chaz Jankel, Dury's langjähriger Bandkollege und Songschreiber später in Interviews: "Er musste eine harte Schale entwickeln, körperlich war er ja gehandicapt und Gegenern nicht gewachsen, also benutzte er Wörter als Waffe. Wer ihm blöd kam, den checkte er blitzschnell aus, fand einen wunden Punkt und schlug verbal zu" (Chaz Jankel). 1977 veröffentlichte Ian Dury mit den Blockheads "Sex & Drugs & Rock & Roll", die Rock'nRoll-Hymne schlechthin, deren Refrain schon bald zum Synonym für das Leben als Rockstar wurde, damals aber die Gemüter in Grossbritannien erhitzte. Die BBC setzte dass Lied auf den Index, Radio One DJ’s wie John Peel spielten es dennoch weiter und vor allem die Punks liebten es und kauften auch die teuren, nicht indidzierten Import-Singles vom europäischen Kontinent. Trotzdem wurde "Sex & Drugs & Rock & Roll" kein Hit, weil die Plattenfirma Stiff Records den Verkauf schon bald einstellte. Ian Dury sagte über seinen Song, dass er als milde Ermahnung angefangen, aber als eine schöne Hymne geendet habe. Eigentlich habe er nur deutlich machen wollen, dass es im Leben weit mehr gebe als nur die drei Themen Sex & Drugs & Rock'n'Roll. Unter dem gleichnamigen Titel war die Verfilmung von Ian Dury's Leben später in den britischen Kinos zu sehen. Hauptdarsteller Andy Serkis, der Gollum aus dem Herrn der Ringe stellte den Film auf der Berlinale vor. Der Aufstieg vom behinderten Pub Rock Underdog zum Chartsstürmer. 1977, da regierte längst der Punk und der verhalf dem krassen Aussenseiter Ian Dury letztlich zum Sprung ins Rampenlicht. Plötzlich waren Aussenseiter gefragt. Dabei war Dury bereits 1973 mit Sicherheitsnadeln und Rasierklingen an den Ohren aufgetreten und sang psychopatische Songs. Ian Dury in der Rolle des Frauenmörders,als verkrüppelter Freak und als Hippie- Hasser. Er war seiner Zeit weit voraus und deshalb fiel er Malcolm McLaren und Vivienne Westwood auf. 1974 luden sie Ian Dury in ihren Mode-Laden "Let It Rock" ein und verpassten ihm neue Outfits aus Lack und Leder.

Und in der Juke-Box liefen Singles von ihrem gemeinsamen Helden Gene Vincent: Mit seiner Single "Sweet Gene Vincent" gelang Ian Dury nicht nur ein Hit,sondern auch eine der schönsten musikalischen Verbeugungen überhaupt. Gene Vincent und Eddie Cochran waren die beiden Rock'n'Roll-Legenden, die durch ihre Konzerte, Radio- und TV-Shows in England, eine ganze Generation geprägt hatten. Und Ian Dury war das Bindeglied zwischen der Generation der Rockabilly- und den Generation der Punk-Rebellen. Ian Dury rebellierte gegen seine gute Kinderstube, in dem er in die Rolle des Prolls, des pöbelnden Cockney-Quasimodos schlüpfte und auf Hippies mit ihren Peace & Love-Idealen spuckte. Bereits 1974/75 tauchte John Lydon bei Konzerten von Ian Dury's Kilburn & The High Roads auf. Als Johnny Rotten, als Sänger der Sex Pistols trat John Lydon 1976 im Vorprogramm der Kilburns mit Sicherheitsnadeln, Rasierklingen-Ohrring und in aggressiver Freak-Pose auf, hinkend und mit spastischen Bewegungen. "Fuck me! Das bin ja ich, nur 20 Jahre jünger! Was passiert hier, was hab ich da bloss losgetreten ?" Das soll Ian Dury zu Pistols-Manager Malcom McLaren gesagt haben. John Lydon ärgerte sich zwar über Ian Dury's Behauptung, er habe ihn kopiert, unterstrich in Interviews wie im New Musical Express und Rolling Stone aber, wie wichtig Ian Dury für ihn gewesen sei: "Er hatte einen Sinn für Theatralik und konnte mit wenigen Worten und Bewegungen eine Tragik-Komödie inszenieren. Ian Dury war so viel mehr als nur Rock'n'Roll". Ian Dury und seine Blockheads, das war ein Rock'n'Roll Zirkus, ein Panoptikum voller skurriler Typen und jeden Moment konnte die Stimmung von Euphorie in Aggression umschlagen. Denn die Blockheads, die Dummköpfe mussten auf Tour oder im Studio nicht selten leiden. Ian Dury konnte ein Tyrann sein, der seine Mitstreiter zu manipulieren versuchte. "Vor allem in der Zeit, als er seine Riesenhits hatte, konnte er einem das Leben zur Hölle machen. Er vertrug keinen Alkohol, der machte ihn streitlustig und durch Drogen verwandelte er sich in ein arrogantes Arschloch", erinnerte sich sein früherer Manager Dave Robinson.

Einige von Ian Dury's langjährigen Partnern und Bandkollegen stiegen immer mal wieder aus der Band aus um sich mental zu erholen. Aber sie kehrten auch immer wieder zurück, denn keiner konnte Ian Dury in punkto Entertainment, Energie, Poesie und Charisma das Wasser reichen. Und wenn er Bier, Schnaps und Spliffs nicht anrührte, dann konnte Ian Dury auch ganz umgänglich sein. Sein Sohn Baxter, der ebenfalls Sänger wurde, gab zu bedenken, welche Rolle Ian Dury's Behinderung spielte: "Er zeigte nie auch nur die geringste Spur, ein Opfer zu sein. Im Gegenteil, weil er schwächer war und auf Krücken daher kam, ging er sofort immer zum Angriff über, wenn er ignoriert oder bemitleidet wurde. Er war wie ein Pitbull-Terrier und wenn er bellte und knurrte, dann bin ich gesprungen" (Baxter Dury). Ian Dury konnte aber auch charmant und witzig, ja sogar demütig sein. Er wusste, dass er ein Poet war, pries aber ausgerechnet seinen einfachsten und kürzesten Text für den Song "Waiting For Your Taxi" aus dem 1979er Hit-Album "Do It Yourself" als seinen besten. Und es war ein Schnellschuss auf der Fahrt ins Studio hingekritzelt. Das erzählte Ian Dury Alan Bangs 1979 in einem Interview für die Zeitschrift Sounds. Ausserdem war Taxi fahren der einzige Luxus, den sich Ian Dury gönnte.

Ian Dury spielte oft auch neben erstklassigen Musikern. So konnte er beispielsweise den grossartigen Gitarristen Wilko Johnson 1980 für die Blockheads und das Album "Laughter" gewinnen. Ab Mitte der 80er Jahre blieb der kommerzielle Erfolg aus und die Alben wurden seltener. Ian Dury wurde als Auslaufmodell gehandelt. Der britische Pop wurde von Stock, Aitken, Waterman und ihren Breitwandproduktionen regiert. Neue Romantik und androgyne Erscheinungen wie Boy George regierten die Charts und das neue Musikfernsehen. Ian Dury's aggressive Energie funktionierte dagegen fast nur auf der Bühne. Und seine galligen Witze, wie auch seine zärtlichen Balladen, waren Mitte der 80er Jahre nicht mehr gefragt. In der zweiten Hälfte der 80er Jahre erfand sich Ian Dury neu und wurde Maler, Schauspieler und Autor. Er trat in Musicals im Londoner Westend auf und spielte in zahlreichen Kino- und Fernsehfilmen. Ian Dury wandelte sich zu einem ruhigen, höflichen Zeitgenossen und Familienmenschen. In den 90er Jahren gehörte der Outcast und Underdog aus den 70er Jahren zum britischen Kultur-Establishment, der bei Filmregisseuren und Kunst-Impressarios ein und aus ging und von Ministern zum Abendessen eingeladen wurde. 1996 wurde bei Ian Dury Krebs festgestellt. Er wusste, es würden ihm nur mehr drei, vier Jahre bleiben und so arbeitete er unermüdlich. Drehte Filme. Schrieb Bücher und Theaterstücke. Kümmerte sich um seine Familie, regelte den Nachlass und spielte bis kurz vor seinem Tod trotz heftiger Schmerzen 90minütige Live-Shows mit den Blockheads.

Dass Ian Dury's Spritzigkeit vor allem live am perfektesten funktionierte, konnte man auch auf dem 1991 erschienenen Live-Album "Warts'N'Audience" nachhören. Dieser Auftritt, den Ian Dury mit seinen Blockheads am Abend des 22. Dezember 1990 in der Brixton Academy in London zum besten gab, gehört mit Sicherheit zum Besten, was von Ian Dury als Live-Dokument überliefert ist. Hier zeigte er seine ganze Klasse. Ungewöhnlich war lediglich, dass er hier seine Erfolgsnummer "Sex & Drugs & Rock & Roll" nicht zum besten gab, jedenfalls fand das Stück nicht den Weg auf die Platte. Mit seinen Blockheads und insbesondere dem Dr. Feelgood-Gitarristen Wilko Johnson zündete Dury ein wahres Groove-Feuerwerk, das einfach grossen Spass machte. Neben Wilko Johnson glänzten vor allem der Keyboarder Mickey Gallagher, der Gitarrist Chas Jankel und der Saxophonist Davey Payne mit solistischen Glanzeinlagen. Das Live-Album wurde im Jahre 2000 aus Anlass seines Todes noch einmal wiederveröffentlicht und um einige Songs dieses Konzerts erweitert. Es erschien als "Warts'N'Audience...plus" beim Plattenlabel Edsel Records.

Ian Dury engagierte sich für UNICEF als Botschafter für Polio-Opfer und besuchte Impfkliniken in Sambia und Sri Lanka. 1997 wurde er dabei von einem 23-jährigen Sänger begleitet, der ziemlich kaputt und verwirrt wirkte und gerade die Boygroup Take That verlassen hatte: Robbie Williams. Ein Riesenfan und Bewunderer von Ian Dury. Robbie Williams konnte sogar ganze Songs auswendig. Die beiden verstanden sich prächtig auf dieser UNICEF-Tour. Als Ian Dury am 27. März 2000 den Kampf gegen den Krebs verloren hatte, sang Robbie Williams am Grab den Ian Dury & The Blockheads-Song "You're The Why". Für das Ian Dury Coverversionen-Album "Brand New Boots And Panties" steuerte Robbie Williams seine Interpretation von "Swet Gene Vincent" bei. Chaz Jankel, der alte Partner von Ian Dury, schreibt heute noch Songs für Robbie Williams. Es war letztlich also mehr, was ausser grossartiger Songs von Ian Dury blieb: The Spirit lives on. Im April 2010 war auch die ausgezeichnete Ian Dury-Biographie von Will Birch, dem ehemaligen Schlagzeuger der Pub-Rock Combo Kursaal Flyers erschienen.





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Louder Than Hell
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Re: [REVIEW] Ian Dury & The Blockheads • Warts'N'Audience (1991)

Beitrag von Louder Than Hell »

Ich hatte das Glück, Ian Dury mit seinen Blockheads 1977 live im Hamburger Audi Max erleben zu dürfen. Das war schon ein tolles Konzert voller Power und Enthusiasmus. Das Album "New Boots And Panties!!" schlug seinerzeit in unseren norddeutschen Breiten wie eine Bombe ein und folglich war das Konzert in kurzer Zeit ausverkauft.

Zudem kam die aus Pub Rock mit Popelementen bestehende Musik bestens beim Publikum an und es war ein toller Abend gewesen. Die Eintrittskarte müsste ich eigentlich heute noch besitzen. Der sichtlich unter seiner Kinderlähmung leidende Ian Dury ließ sich aber nicht von seiner Bühnenpräsenz abhalten, sondern war voller Elan dabei. Nur einmal übertrieb er es ein wenig und fiel hin und wurde selbstredend von seinen Musikern wieder aufgerichtet und die Show ging weiter als sei nichts passiert. Ach ja, sein slangbehafteter Gesangsstil passte zudem bestens zur Musik.

Das von dir beschriebene Album kenne ich allerdings nicht, sondern bin nur ein Zeitzeuge des von mir geschriebenen Konzertes gewesen.
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Beatnik
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Re: [REVIEW] Ian Dury & The Blockheads • Warts'N'Audience (1991)

Beitrag von Beatnik »

Wunderbar Siegie, mir war es leider vergönnt, diesen tollen Musiker mal live zu erleben. Da hätt ich was drum gegeben.
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Re: [REVIEW] Ian Dury & The Blockheads • Warts'N'Audience (1991)

Beitrag von Louder Than Hell »

Ich habe heute Vormittag mal in meinen alten Unterlagen mit den Konzertkarten gewühlt und bin fündig geworden:

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Alexboy
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Re: [REVIEW] Ian Dury & The Blockheads • Warts'N'Audience (1991)

Beitrag von Alexboy »

Louder Than Hell hat geschrieben: Sa 23. Sep 2023, 12:42 Ich habe heute Vormittag mal in meinen alten Unterlagen mit den Konzertkarten gewühlt und bin fündig geworden:

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Ich habe keine einzige Eintrittskarte aufgehoben. Schade, denn dann wüßte ich wo ich meine jungen Jahre verbracht habe. :shock: :twisted:
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