Ethnische Säuberung
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Ethnische Säuberung
Vor über 30 Jahren erfanden Kriegsverbrecher den Kampfbegriff Ethnische Säuberung.
Heute taucht der Ausdruck im Zusammenhang mit Gaza wieder überall auf – mit gefährlichen Folgen. Alle wollen über Gaza sprechen, aber keiner über Genozid. Übrig bleibt ein Ausdruck – erfunden, um Mord nach Ordnung klingen zu lassen: die sogenannte Ethnische Säuberung. Politiker, Journalisten und sogar die Vereinten Nationen verwenden ihn. Woher stammt der Begriff ursprünglich eigentlich ? Vom serbischen Kriegsverbrecher Slobodan Milošević, der mit nur zwei Wörtern die wohl erfolgreichste Genozid-Propaganda der vergangenen Jahrzehnte erfunden hat. Für den Begriff finden sich zahlreiche Definitionen. Meistens wird er verwendet, um Zwangsvertreibung oder Vernichtung zu beschreiben. Gerade weil er so häufig von offiziellen Stellen, Hilfsorganisationen und der Politik genutzt wird, entsteht leicht der Eindruck, es handle sich um einen juristischen Terminus. Dabei gibt es weder eine rechtliche Definition, noch findet sich der Begriff in Gesetzen. Die Ethnische Säuberung ist im Völkerrecht nicht verankert. Genau genommen ist es nicht mal ein Verbrechen. Es wurde noch nie jemand deswegen angeklagt (!!).
Trotzdem steht der Begriff in grossen Medien. In einem Beitrag der Tagesschau heisst es: Rechtsexperten sprechen von Vertreibung und Ethnischer Säuberung. Die Zeitung Der Freitag titelt: Ethnische Säuberung in Gaza, politische Säuberung in Israel. Und im Spiegel fordert ein Gastautor, man solle Ethnische Säuberung endlich beim Namen nennen – ja, das schreibt er wortwörtlich so. Auch wenn der Begriff in Anführungszeichen steht, historisch eingeordnet wird er nicht. Die Daten bestätigen, was sich längst beobachten lässt. Laut dem Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache wird der Begriff 2025 wieder häufiger in Zeitungsartikeln verwendet als in den Jahren zuvor. Den bisherigen Höchstwert erreichte er 1993. Ein Jahr zuvor wurde er zum Unwort des Jahres erklärt, auch weil laut Jury zahlreiche deutsche Medien diese Propagandaformel in ihrer Übersetzung ohne jede kritische Distanz weiterverwendeten. Als Ethnische Säuberung zum ersten Mal in den Medien auftauchte, stand der Ausdruck in Gänsefüsschen – damals, weil serbische Nationalisten zitiert wurden. 30 Jahre später ist der Ausdruck geblieben – das Wissen darüber, woher er stammt, nicht.
In Deutschland hält sich die Vorstellung, der bosnische Genozid beschränke sich auf Srebrenica – auf den 11. Juli 1995, an dem mehr als 8000 Menschen von lokalen serbischen Kollaborateuren ermordet wurden. Es ist der Aufklärungsarbeit weniger deutschsprachiger Medienschaffender wie Melina Borčak zu verdanken, dass dieses Narrativ überhaupt hinterfragt wird. Sie hat unter anderem darüber geschrieben, dass die serbische Nationalistin Biljana Plavšić Bosniaken – eine ethnische Gruppe mit muslimischem Hintergrund – damals als genetisch entstelltes Material bezeichnete. Ihre Genetik sollte durch systematische Zwangsschwängerung gesäubert werden. Mädchen und Frauen wurden in sogenannten Vergewaltigungslagern festgehalten, um serbische Kinder zu gebären. Die Säuberung zeigte sich in vielen Formen – durch Aushungern, Vertreibung, Mord und mehr. In Manjača zum Beispiel wurde eine ehemalige Tierfarm zur Tötung von Menschen umfunktioniert. Die Entmenschlichung fand nicht nur in der Sprache, sondern auch in der Praxis statt. Auch wenn der Begriff der Ethnischen Säuberung im bosnischen Genozid seinen Ursprung hat, beschränkt er sich nicht darauf. Tatsächlich war auch im Darfur-Genozid die Rede davon, ganze Regionen zu säubern. Ähnliches ist heute in Gaza zu beobachten, wo Israels Finanzminister, Bezalel Smotrich, öffentlich erklärte: "Jetzt erobern wir, säubern und bleiben – bis die Hamas vernichtet ist".
Ethnische Säuberung impliziert rhetorisch, dass es sich bei den Opfern nicht um Menschen, sondern um Schmutz handelt. Anstatt zu benennen, dass man Menschen vergewaltigen, ermorden, vertreiben und verhungern lassen will, fassen die Täter all diese Taten unter einem anderen, positiven Wort zusammen: Säubern. Es ist ein brutaler Euphemismus – eine sprachliche Strategie, um Verbrechen zu verharmlosen. Ethnische Säuberung klingt nicht nur harmloser: Artikel 1 der Völkermordkonvention verpflichtet dazu, Genozid zu verhindern – nicht Ethnische Säuberung. Der Begriff nimmt dem Anliegen seine Dringlichkeit und rechtliche Verbindlichkeit. Das kommt vor allem den Unterzeichnerstaaten gelegen, die meist nicht annähernd genug tun, um ihrer Verpflichtung nachzukommen. Schon vor Jahren kritisiert hat den Begriff der Völkermordforscher Gregory Stanton, Gründer der Organisation Genocide Watch. Er zeigte in einer Studie 2007: Die Benennung als Genozid kann konkrete politische und militärische Reaktionen auslösen – doch oft kommt sie zu spät. In Ruanda erkannte die internationale Gemeinschaft den Genozid erst, als bereits rund 800'000 Menschen ermordet worden waren. In Bosnien wurde der Genozid von Srebrenica erst nachträglich als solcher bezeichnet – kurz darauf folgte die Nato-Intervention. Auch im Kosovo griff die internationale Gemeinschaft erst ein, nachdem US-Beamte öffentlich von Hinweisen auf Genozid sprachen. Diese Beispiele zeigen, dass die Wortwahl einen Unterschied machen kann. Doch garantiert ist das nicht. In Darfur wurde 2004 zwar offiziell von einem Genozid gesprochen, unter anderem durch US-Aussenminister Colin Powell. Er stellte jedoch zugleich klar, dass diese Feststellung keine neuen Massnahmen nach sich ziehen werde. Konkretes Handeln blieb aus – auch, weil sich die Vereinten Nationen weigerten, den Begriff zu übernehmen.
Formulierungen wie Ethnische Säuberung verzögern nicht nur die Anerkennung eines Völkermords, sie tragen aktiv zur Verharmlosung bei. Wer diesen Begriff verwendet, kaschiert, beschönigt – und trägt damit letztendlich zur Genozidleugnung bei. Wer einen Genozid begeht, begeht dabei gleichzeitig auch Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Diese Taten richten sich nicht nur gegen ein bestimmtes Volk, sondern gegen das Menschsein selbst. Und genau deshalb ist es unsere gemeinsame Verantwortung, sie zu benennen, sichtbar zu machen und zu verhindern.
Quelle: Zehra Uslubas
Heute taucht der Ausdruck im Zusammenhang mit Gaza wieder überall auf – mit gefährlichen Folgen. Alle wollen über Gaza sprechen, aber keiner über Genozid. Übrig bleibt ein Ausdruck – erfunden, um Mord nach Ordnung klingen zu lassen: die sogenannte Ethnische Säuberung. Politiker, Journalisten und sogar die Vereinten Nationen verwenden ihn. Woher stammt der Begriff ursprünglich eigentlich ? Vom serbischen Kriegsverbrecher Slobodan Milošević, der mit nur zwei Wörtern die wohl erfolgreichste Genozid-Propaganda der vergangenen Jahrzehnte erfunden hat. Für den Begriff finden sich zahlreiche Definitionen. Meistens wird er verwendet, um Zwangsvertreibung oder Vernichtung zu beschreiben. Gerade weil er so häufig von offiziellen Stellen, Hilfsorganisationen und der Politik genutzt wird, entsteht leicht der Eindruck, es handle sich um einen juristischen Terminus. Dabei gibt es weder eine rechtliche Definition, noch findet sich der Begriff in Gesetzen. Die Ethnische Säuberung ist im Völkerrecht nicht verankert. Genau genommen ist es nicht mal ein Verbrechen. Es wurde noch nie jemand deswegen angeklagt (!!).
Trotzdem steht der Begriff in grossen Medien. In einem Beitrag der Tagesschau heisst es: Rechtsexperten sprechen von Vertreibung und Ethnischer Säuberung. Die Zeitung Der Freitag titelt: Ethnische Säuberung in Gaza, politische Säuberung in Israel. Und im Spiegel fordert ein Gastautor, man solle Ethnische Säuberung endlich beim Namen nennen – ja, das schreibt er wortwörtlich so. Auch wenn der Begriff in Anführungszeichen steht, historisch eingeordnet wird er nicht. Die Daten bestätigen, was sich längst beobachten lässt. Laut dem Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache wird der Begriff 2025 wieder häufiger in Zeitungsartikeln verwendet als in den Jahren zuvor. Den bisherigen Höchstwert erreichte er 1993. Ein Jahr zuvor wurde er zum Unwort des Jahres erklärt, auch weil laut Jury zahlreiche deutsche Medien diese Propagandaformel in ihrer Übersetzung ohne jede kritische Distanz weiterverwendeten. Als Ethnische Säuberung zum ersten Mal in den Medien auftauchte, stand der Ausdruck in Gänsefüsschen – damals, weil serbische Nationalisten zitiert wurden. 30 Jahre später ist der Ausdruck geblieben – das Wissen darüber, woher er stammt, nicht.
In Deutschland hält sich die Vorstellung, der bosnische Genozid beschränke sich auf Srebrenica – auf den 11. Juli 1995, an dem mehr als 8000 Menschen von lokalen serbischen Kollaborateuren ermordet wurden. Es ist der Aufklärungsarbeit weniger deutschsprachiger Medienschaffender wie Melina Borčak zu verdanken, dass dieses Narrativ überhaupt hinterfragt wird. Sie hat unter anderem darüber geschrieben, dass die serbische Nationalistin Biljana Plavšić Bosniaken – eine ethnische Gruppe mit muslimischem Hintergrund – damals als genetisch entstelltes Material bezeichnete. Ihre Genetik sollte durch systematische Zwangsschwängerung gesäubert werden. Mädchen und Frauen wurden in sogenannten Vergewaltigungslagern festgehalten, um serbische Kinder zu gebären. Die Säuberung zeigte sich in vielen Formen – durch Aushungern, Vertreibung, Mord und mehr. In Manjača zum Beispiel wurde eine ehemalige Tierfarm zur Tötung von Menschen umfunktioniert. Die Entmenschlichung fand nicht nur in der Sprache, sondern auch in der Praxis statt. Auch wenn der Begriff der Ethnischen Säuberung im bosnischen Genozid seinen Ursprung hat, beschränkt er sich nicht darauf. Tatsächlich war auch im Darfur-Genozid die Rede davon, ganze Regionen zu säubern. Ähnliches ist heute in Gaza zu beobachten, wo Israels Finanzminister, Bezalel Smotrich, öffentlich erklärte: "Jetzt erobern wir, säubern und bleiben – bis die Hamas vernichtet ist".
Ethnische Säuberung impliziert rhetorisch, dass es sich bei den Opfern nicht um Menschen, sondern um Schmutz handelt. Anstatt zu benennen, dass man Menschen vergewaltigen, ermorden, vertreiben und verhungern lassen will, fassen die Täter all diese Taten unter einem anderen, positiven Wort zusammen: Säubern. Es ist ein brutaler Euphemismus – eine sprachliche Strategie, um Verbrechen zu verharmlosen. Ethnische Säuberung klingt nicht nur harmloser: Artikel 1 der Völkermordkonvention verpflichtet dazu, Genozid zu verhindern – nicht Ethnische Säuberung. Der Begriff nimmt dem Anliegen seine Dringlichkeit und rechtliche Verbindlichkeit. Das kommt vor allem den Unterzeichnerstaaten gelegen, die meist nicht annähernd genug tun, um ihrer Verpflichtung nachzukommen. Schon vor Jahren kritisiert hat den Begriff der Völkermordforscher Gregory Stanton, Gründer der Organisation Genocide Watch. Er zeigte in einer Studie 2007: Die Benennung als Genozid kann konkrete politische und militärische Reaktionen auslösen – doch oft kommt sie zu spät. In Ruanda erkannte die internationale Gemeinschaft den Genozid erst, als bereits rund 800'000 Menschen ermordet worden waren. In Bosnien wurde der Genozid von Srebrenica erst nachträglich als solcher bezeichnet – kurz darauf folgte die Nato-Intervention. Auch im Kosovo griff die internationale Gemeinschaft erst ein, nachdem US-Beamte öffentlich von Hinweisen auf Genozid sprachen. Diese Beispiele zeigen, dass die Wortwahl einen Unterschied machen kann. Doch garantiert ist das nicht. In Darfur wurde 2004 zwar offiziell von einem Genozid gesprochen, unter anderem durch US-Aussenminister Colin Powell. Er stellte jedoch zugleich klar, dass diese Feststellung keine neuen Massnahmen nach sich ziehen werde. Konkretes Handeln blieb aus – auch, weil sich die Vereinten Nationen weigerten, den Begriff zu übernehmen.
Formulierungen wie Ethnische Säuberung verzögern nicht nur die Anerkennung eines Völkermords, sie tragen aktiv zur Verharmlosung bei. Wer diesen Begriff verwendet, kaschiert, beschönigt – und trägt damit letztendlich zur Genozidleugnung bei. Wer einen Genozid begeht, begeht dabei gleichzeitig auch Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Diese Taten richten sich nicht nur gegen ein bestimmtes Volk, sondern gegen das Menschsein selbst. Und genau deshalb ist es unsere gemeinsame Verantwortung, sie zu benennen, sichtbar zu machen und zu verhindern.
Quelle: Zehra Uslubas
Der Wecker ist das Frühwarnsystem des kleinen Mannes, das Fahrwasser das Element der Meinungslosen und die Fußstapfen die Wegweiser für Mitläufer.
Die wunderbare Zumutung, selbst denken dürfen zu müssen.
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Re: Ethnische Säuberung
Für mich war Ethnische Säuberung schon immer das, was es ist : ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Diese Verbrechen werden überall auf der Welt begangen, zB in Myanmar, dort wird das Verbrechen lapidar als Rohingya-Konflikt bezeichnet, was natürlich besser klingt als Ethnische Säuberung, oder in Ruanda, als vor über 20 Jahren die Hutu etwa eine Million Tutsi und auch Hutu, die sich gegen das Verbrechen stellten, ermordeten. Ruanda ist längst vergessen, in Rheinland-Pfalz, dass das Partnerland von Ruanda ist, wird noch daran erinnert.
Der Versuch einer Ethnischen Säuberung kann auch still und leise ablaufen, so etwa in Grönland, als dort über Jahrzehnte Frauen, ohne das sie es wussten, von Dänemark Spiralen eingesetzt wurden, damit sie keine Kinder bekommen.
https://www.deutschlandfunk.de/regierun ... g-100.html
Ebenso in Kanada, dort wurden und werden noch immer tausende indigene Frauen zwangssterilisiert.
https://www.tagesschau.de/ausland/ameri ... n-100.html
Ja, auch die allgemein so positiv besetzen Länder wie Dänemark und Kanada begingen und begehen auch Verbrechen gegen die Menschlichkeit - auch unter den Augen der Welt.
Der Mensch ist sich selbst sein größter Feind, und er wird siegen.
Diese Verbrechen werden überall auf der Welt begangen, zB in Myanmar, dort wird das Verbrechen lapidar als Rohingya-Konflikt bezeichnet, was natürlich besser klingt als Ethnische Säuberung, oder in Ruanda, als vor über 20 Jahren die Hutu etwa eine Million Tutsi und auch Hutu, die sich gegen das Verbrechen stellten, ermordeten. Ruanda ist längst vergessen, in Rheinland-Pfalz, dass das Partnerland von Ruanda ist, wird noch daran erinnert.
Der Versuch einer Ethnischen Säuberung kann auch still und leise ablaufen, so etwa in Grönland, als dort über Jahrzehnte Frauen, ohne das sie es wussten, von Dänemark Spiralen eingesetzt wurden, damit sie keine Kinder bekommen.
https://www.deutschlandfunk.de/regierun ... g-100.html
Ebenso in Kanada, dort wurden und werden noch immer tausende indigene Frauen zwangssterilisiert.
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Re: Ethnische Säuberung
Egal wie man das Töten von Menschen benennt - es bleibt immer Mord!
Und das Töten von vielen Menschen bleibt Massenmord.
Andere Worte alleine können diese Tatsachen nicht verbergen - nur gemischt mit Dummheit, einer der größten Plagen der Menschheit.
Egal in welche Richtung ich schaue - überall Opfer von Dummheit.
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Re: Ethnische Säuberung
Die Politik findet gerne Begriffe um Taten harmloser erscheinen zu lassen.
Die von Euch genannten Beispiele sind schlimmste Verbrechen. Aber wir haben ja auch wieder jüngst erfunden, dass eine massive Verschuldung nun als Sondervermögen deklariert wird.
Die von Euch genannten Beispiele sind schlimmste Verbrechen. Aber wir haben ja auch wieder jüngst erfunden, dass eine massive Verschuldung nun als Sondervermögen deklariert wird.
Freie Menschen brauchen keine Krücken, die aus geschichtsvergessener Dummheit geschnitzt sind (Konstantin Wecker "Sage nein")
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Re: Ethnische Säuberung
Das sogenannte Sondervermögen ist noch irgendwie zu verstehen ist, es fehlt an vielen Stellen wie zB Schulen, Kitas. Krankenhäuser, Bahn, Nahverkehr, Straßen usw seit Jahrzehnten an Investitionen, die einfach getätigt werden müssen, die Politik hat nie an eine entfernte Zukunft gedacht, deswegen sind ja auch alle völlig überrascht, dass jetzt die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen.Vinyl hat geschrieben: ↑Do 28. Aug 2025, 13:57 Die Politik findet gerne Begriffe um Taten harmloser erscheinen zu lassen.
Die von Euch genannten Beispiele sind schlimmste Verbrechen. Aber wir haben ja auch wieder jüngst erfunden, dass eine massive Verschuldung nun als Sondervermögen deklariert wird.
Verbrechen gegen die Menschlichkeit hingegen haben gar keine Daseinsberechtigung.
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Re: Ethnische Säuberung
Ich bin da absolut dafür Geld in die Zukunft zu stecken, wenn es wirklich dahin kommt, wo es dringend benötigt wird und uns für die Zukunft aufstellt. Sollte nur auch ein Beispiel sein wie leicht man Dinge anders benennen kann.Sirius hat geschrieben: ↑Do 28. Aug 2025, 15:46Das sogenannte Sondervermögen ist noch irgendwie zu verstehen ist, es fehlt an vielen Stellen wie zB Schulen, Kitas. Krankenhäuser, Bahn, Nahverkehr, Straßen usw seit Jahrzehnten an Investitionen, die einfach getätigt werden müssen, die Politik hat nie an eine entfernte Zukunft gedacht, deswegen sind ja auch alle völlig überrascht, dass jetzt die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen.Vinyl hat geschrieben: ↑Do 28. Aug 2025, 13:57 Die Politik findet gerne Begriffe um Taten harmloser erscheinen zu lassen.
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Re: Ethnische Säuberung
Wurden nicht gerade Krankenhäuser nach und nach privatisiert und zu sogenannten "Profitzentren" umgewandelt ? Dann wären nämlich andere Stellen für Unterhalt und Infrastruktur zuständig, nicht mehr die Politik. Oder ist das in Deutschland anders geregelt ?
Der Wecker ist das Frühwarnsystem des kleinen Mannes, das Fahrwasser das Element der Meinungslosen und die Fußstapfen die Wegweiser für Mitläufer.
Die wunderbare Zumutung, selbst denken dürfen zu müssen.
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Re: Ethnische Säuberung
Ich persönlich halte das Sondervermögen für den grössten Betrug am Volk seit Jahrzehnten, denn wie es die Vergangenheit schon etliche Male bewiesen hat, versickern Abermillionen zweckentfremdet in irgendwelchem bürokratischen Irrsinn oder in den Taschen irgendwelcher Profiteure. Deswegen halte ich die derzeitige Regierung für noch viel schlimmer als die vorangegangene Ampel. Genauso wie sich ein Wirtschaftsminister nach 650 Millionen Steuergeldverschleuderung für ein Batterieprojekt jetzt aus der Politikwelt verpfeifen kann, natürlich mit vollem Ruhegehalt, das sind im Minimum 4990 Euro pro Monat. Mit jedem weiteren Jahr als Regierungsmitglied steigt die Pension um weitere 430 Euro monatlich bis maximal 12'908 Euro. Für Bundesminister gilt die gleiche Regelaltersgrenze wie für Bundesbeamte, also die schrittweise Anhebung auf 67. Doch können ehemalige Bundesminister unter Umständen schon mit 60 ihr Ruhegehalt in Anspruch nehmen. Dazu dann natürlich noch etliche Zuwendungen und so weiter. Wofür ? Sicherlich nicht für einen grösseren Leistungsausweis, der zum Nutzen des Volkes wäre, wie man ja deutlich sehen kann. Und die neue Regierung? Hat die ausser Schulden zu machen überhaupt schon irgendwas Zählbares auf den Weg gebracht ? Und dann die Hände über den Kopf schlagen, weil die AfD schon stärkste Partei ist ? Wann erwachen diese selbstgefälligen Politiker eigentlich mal und merken, dass das nicht alles Rechtsradikale sind, die zu den Braunen überlaufen, sondern vor allem frustrierte Wutbürger, die sich immer mehr vom Staat hintergangen fühlen ?
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Re: Ethnische Säuberung
Dieses Thema begleite ich seit zwanzig Jahren des Berufs wegen. Das war zunächst gut gemeint im Sinne der Transparenz, hat dann aber ganz neue Berufsfelder in den Krankenhäusern erschlossen und jetzt will man irgendwie wieder was optimieren und kommt nicht mehr von Stelle.Beatnik hat geschrieben: ↑Fr 29. Aug 2025, 06:47 Wurden nicht gerade Krankenhäuser nach und nach privatisiert und zu sogenannten "Profitzentren" umgewandelt ? Dann wären nämlich andere Stellen für Unterhalt und Infrastruktur zuständig, nicht mehr die Politik. Oder ist das in Deutschland anders geregelt ?
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Re: Ethnische Säuberung
Führte dann automatisch dazu, dass Top Manager Krankenhäuser leiten, die wie in anderen Branchen üblich, gerne Hunderttausende an Bonus nehmen. Geld, das dann an anderen Stellen fehlt. Dazu dann noch so Aktionen wie der Utopie, Leistungen und Spezialisierungen zu bündeln, angeblich, um Leistungen und Angebote zu optimieren. Fragt sich, wem das letztlich zugute kommt. Den Krankenkassen wohl kaum, wodurch auch weiterhin die Beiträge für die Bürger steigen und steigen. Dieses ganze System wird über kurz oder lang kollabieren. Weit entfernt sind wir davon nicht mehr, habe ich so das Gefühl.Vinyl hat geschrieben: ↑Fr 29. Aug 2025, 07:07Dieses Thema begleite ich seit zwanzig Jahren des Berufs wegen. Das war zunächst gut gemeint im Sinne der Transparenz, hat dann aber ganz neue Berufsfelder in den Krankenhäusern erschlossen und jetzt will man irgendwie wieder was optimieren und kommt nicht mehr von Stelle.Beatnik hat geschrieben: ↑Fr 29. Aug 2025, 06:47 Wurden nicht gerade Krankenhäuser nach und nach privatisiert und zu sogenannten "Profitzentren" umgewandelt ? Dann wären nämlich andere Stellen für Unterhalt und Infrastruktur zuständig, nicht mehr die Politik. Oder ist das in Deutschland anders geregelt ?
Aber back to topics, hier geht's ja um Ethnische Säuberung, nicht um deutsche Politik

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