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VINYL - das schwarze Gold!

Verfasst: So 24. Dez 2023, 15:25
von BRAIN
In diesem Thread soll es um Technik, Equipment, Voodoo und sonstige Weisheiten gehen.
Natürlich fände ich auch schön mal eure Plattenspieler bzw. Anlagen zu sehen.

Es scheint zurzeit "in" zu sein, wieder Platten zu kaufen.
Ist das schon ein Hype oder doch nur ein kleines Revival?

Wie auch immer, für mich waren Schallplatten von Anfang an der Schwerpunkt meiner Sammlung.
Seit es möglich ist, Musik via Internet zu streamen, hat die CD, für mich, zusätzlich an Attraktivität verloren.

Bevorzugt kaufe ich nun Vinyl, DVD Audios, SACDs und BluRays.
Normale CD's werden bei mir immer seltener, ich habe sogar beträchtliche CD-Bestände abgebaut.

Re: VINYL - das schwarze Gold!

Verfasst: So 24. Dez 2023, 17:39
von Louder Than Hell
Wie fast jeder bin ich 1971 mit dem Sammeln von LP's angefangen. Zu Beginn der 90er erfolgte der Umstieg auf die CD, meine LP's habe ich aber trotzdem weiter behalten, nur gab es hier keine Zuwächse mehr.

Vor ca. 4 - 5 Jahren habe ich dann meine komplette LP Sammlung an einem Händler verkauft, der mir 8 Euro pro LP bezahlte. So kam die stattliche Summe von 11.000 Euro zusammen.

Bereut habe ich diesen Entschluss nie ......

Re: VINYL - das schwarze Gold!

Verfasst: So 24. Dez 2023, 17:56
von nixe
Wenn ich nicht die Möglichkeit gehabt hätte, sie zu verschleudern, hätte ich für meinen Umzug noch einige Fahrten von Thüringen nach Niedersachsen mehr machen müssen. Sind weg, gut ist & einen PlattenSpieler, den man ja auch hegen & pflegen muß, brauch ich auch nicht mehr!

Re: VINYL - das schwarze Gold!

Verfasst: So 24. Dez 2023, 18:06
von Beatnik
Tatsächlich hatte ich schon vor einigen Jahren damit begonnen, meine viel zu grosse CD-Sammlung zu reduzieren. Anfänglich verkaufte ich noch via Ebay Band-Pakete, wie z.B. 10 CDs von Grateful Dead für 10 Euro Mindestpreis. Die gingen ganz gut weg, meist viel teurer logischerweise. Dann machte ich Pakete mit jeweils 100 CDs fertig, willkürlich gemischt mit allen Stilen aus Rock, Pop, Soul, usw. für 150 Euro. Auch die gingen alle immer gut weg. Am Ende hatte ich so ziemlich viel reduziert. Das Problem war, dass ich in den darauffolgenden Jahren wieder immens viel zugekauft hatte. Heute bin ich wieder dort, wo ich mal vor den ganzen Verkäufen war...Jäger- und Sammler-Trieb halt.

Inzwischen kaufe ich ungefähr im Verhältnis 90 % Vinyl und 10 % CDs, nachdem ich Jahrzehnte lang gar keine LPs mehr gekauft hatte, ich war nur noch an CDs interessiert. Das hat sich geändert, vielleicht aus nostalgischen Gründen, aber ich denke eher, es hat damit zu tun, dass ich bei den CD-Releases inzwischen doch sehr gesättigt bin und davon ausgehe, dass kaum mehr was auf CD rauskommt, auf das ich seit Jahrzehnten warte. Heute ist die Situation sogar so, dass ein so lange vermisstes Scheibchen eher als LP nochmal aufgelegt wird. Da gibt es zum Beispiel diese sogenannten 'Record Store Day'-Releases, von denen es immer wieder ganz geniale Sachen gibt, wie zuletzt das von mir gekaufte und heiss geliebte "Greasy Truckers Party" Live-Doppelalbum von Hawkwind, das jahrzehntelang nur als Sampler mit den anderen Gruppen, die dort auftraten, erhältlich war. Alleine das wunderbare Artwork des Doppelbums, konsequent in schwarz/weiss gehalten, ist grossartig, genauso wie die Pressqualität der LPs (erschienen bei Parlophone).

Für mein Wunsch-Hifi-Equipment habe ich über Jahrzehnte Geräte gekauft und irgendwann wieder verkauft, weil mich das alles nie ganz zufriedengestellt hatte. Als Musiker, der den phänomenalen Klang im Tonstudio gewohnt war, war mein Anspruch irgendwie immer, diesen wuchtigen, trockenen, unverfälschten Sound auch zuhause haben zu können. Das war schwierig bis fast unmöglich. Am längsten hatte ich die Vor- und Endstufenkombi Onkyo Integra P-388F / M-588F, bevor ich diese dann schliesslich auch noch ersetzte durch eine Vor- und Endstufenkombi von Luxman, die in den USA anlässlich der Zusammenarbeit zwischen Luxman Japan und Accuphase USA entstand und nur 50 mal gebaut wurde - die Kombi C-3 / M-3 'Limited Edition'. Alle vorherigen Peripherie-Geräte hatte ich mehrfach ersetzt, wie etwa Plattenspieler oder CD-Players. Ich hatte auch mal einen Sony DAT-Recorder Sony DTC 55ES, aber auch der kam irgendwann ins Tonstudio und blieb dort, ohne dass ich ihn wieder mit nach hause nahm. Der steht meine ich heute noch dort und kommt gelegentlich sogar auch noch zu Einsatz.

Einige Sachen habe ich in meinem 'Museum' noch behalten, weil es gute Geräte sind und weil die einfach auch mit einer persönlichen Geschichte verbunden sind. Das sind ein CD-Player von Sherwood, den ich mal gewonnen hatte und der nie lief, also neu ist. Der lief deswegen nie, weil er eine gefühlte halbe Stunde braucht, um eine CD einzulesen, grauenhaft. Aber es ist gut geeignet als Ersatzgerät, wenn mal nix anderes mehr läuft. Dann habe ich noch eine Wuchtbrumme namens Digital Sound Field Processor von Yamaha, ein 15 Kilo Klotz, der elektronisch in etwa das bietet, was heutzutags auf einem 20 Gramm schweren Micro Chip auf einer Platine verbaut ist, etwa in den allseits bekannten Dolby Surround Receivern. Dann ein Schnäppchen aus Ebay: ein nagelneuer Marantz-Verstärker PM-55, der nie ausgepackt in einem Lager verschwand, wo er irgendwann mal wieder zum Vorschein kam und bei mir landete, für 100 Euro. Nostalgisch auch das Pioneer PDR-5 Museumsstück: das war ein Analog CD-Recorder, der mit speziellen CD Audio Rohlingen in Echtzeit Aufnahmen machen konnte. Habe ich viele Jahre mit gearbeitet, um Samplers zu basteln. Der hat immer gute Dienste getan, bis der Elko den Geist aufgab, der irgendwie den Aufnahmeteil mitsteuert. Es war nie herauszufinden, was für ein Elko das war, sonst hätte ich ihn ersetzt. Es gibt immer noch viele Geräte dieses Typs bei Ebay Kleinanzeigen zu kaufen, und immer ist dieser eine Elko defekt. Aber abspielen kann man CDs weiterhin, bis heute - der Abspielteil ist nicht betroffen. Und dann habe ich noch drei Plattenspieler, die ich einfach behalten habe, weil sie halt mit einer persönlichen Geschichte verbunden sind: ein ganz alter von Philips (212 Electronic, komplett restauriert), einer von CEC (BD-2200, den ich neu ausgerüstet habe) und ein Billigteil von Lenco (L3806), neu, den ich mal geschenkt bekommen habe, der vom Besitzer nie gebraucht wurde und eigentlich in den Müll sollte.

Mein aktueller Dreher ist dieser DJ Plattenspieler von Pioneer, den ich schon mal vorgestellt hatte.

Letztes Jahr hatte ich mir dann einen Bubentraum erfüllt, ein Tonband-Gerät von Akai aus dem Jahre 1980 (Modell GX 635 DB), vollständig restauriert, revidiert und neu eingemessen für 2350 Euro. Ich kaufte dafür spezielle rote Seitenwangen, die viel schöner aussehen als die originalen aus Nussbaum. Da ich einen Web-Sender betreibe, brauchte ich auch einen Netzwerk-Player. Da holte ich mir den billigsten, und der ist wirklich gut, einen des Billig-Herstellers Auna. Aktuell sind am laufen: Drei CD-Player, davon zwei Denon DCD-1450 AR (den besten CD Player, den ich je hatte - darum vor einigen Jahren einen zweiten, ziemlich Neuwertigen nachgekauft für knapp 300 Euro). Einen Technics SL-PS 700 CD-Player mit Pitch-Funktion (!), einen Equalizer von Akai aus dem Jahre 1982 (Modell EA-G90) und einen revidierten Thomson Doppel CD-Recorder, mit welchem sich auch weiterhin analoge Aufnahmen machen lassen, da er auch mit Audio CD-Rohlingen arbeitet, jedoch ein zusätzliches Ersatzteil verbaut hat, welches erlaubt, auch Computer-Rohlinge zu brennen.

So sieht mein Equipment im einzelnen aus:

Bild

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Mein aktueller Dreher:

viewtopic.php?p=6413#p6413

Re: VINYL - das schwarze Gold!

Verfasst: So 24. Dez 2023, 18:14
von Emma Peel
Beatnik hat geschrieben: So 24. Dez 2023, 18:06 Tatsächlich hatte ich schon vor einigen Jahren damit begonnen, meine viel zu grosse CD-Sammlung zu reduzieren. Anfänglich verkaufte ich noch via Ebay Band-Pakete, wie z.B. 10 CDs von Grateful Dead für 10 Euro Mindestpreis. Die gingen ganz gut weg, meist viel teurer logischerweise. Dann machte ich Pakete mit jeweils 100 CDs fertig, willkürlich gemischt mit allen Stilen aus Rock, Pop, Soul, usw. für 150 Euro. Auch die gingen alle immer gut weg. Am Ende hatte ich so ziemlich viel reduziert. Das Problem war, dass ich in den darauffolgenden Jahren wieder immens viel zugekauft hatte. Heute bin ich wieder dort, wo ich mal vor den ganzen Verkäufen war...Jäger- und Sammler-Trieb halt.

Inzwischen kaufe ich ungefähr im Verhältnis 90 % Vinyl und 10 % CDs, nachdem ich Jahrzehnte lang gar keine LPs mehr gekauft hatte, ich war nur noch an CDs interessiert. Das hat sich geändert, vielleicht aus nostalgischen Gründen, aber ich denke eher, es hat damit zu tun, dass ich bei den CD-Releases inzwischen doch sehr gesättigt bin und davon ausgehe, dass kaum mehr was auf CD rauskommt, auf das ich seit Jahrzehnten warte. Heute ist die Situation sogar so, dass ein so lange vermisstes Scheibchen eher als LP nochmal aufgelegt wird. Da gibt es zum Beispiel diese sogenannten 'Record Store Day'-Releases, von denen es immer wieder ganz geniale Sachen gibt, wie zuletzt das von mir gekaufte und heiss geliebte "Greasy Truckers Party" Live-Doppelalbum von Hawkwind, das jahrzehntelang nur als Sampler mit den anderen Gruppen, die dort auftraten, erhältlich war. Alleine das wunderbare Artwork des Doppelbums, konsequent in schwarz/weiss gehalten, ist grossartig, genauso wie die Pressqualität der LPs (erschienen bei Parlophone).

Für mein Wunsch-Hifi-Equipment habe ich über Jahrzehnte Geräte gekauft und irgendwann wieder verkauft, weil mich das alles nie ganz zufriedengestellt hatte. Als Musiker, der den phänomenalen Klang im Tonstudio gewohnt war, war mein Anspruch irgendwie immer, diesen wuchtigen, trockenen, unverfälschten Sound auch zuhause haben zu können. Das war schwierig bis fast unmöglich. Am längsten hatte ich die Vor- und Endstufenkombi Onkyo Integra P-388F / M-588F, bevor ich diese dann schliesslich auch noch ersetzte durch eine Vor- und Endstufenkombi von Luxman, die in den USA anlässlich der Zusammenarbeit zwischen Luxman Japan und Accuphase USA entstand und nur 50 mal gebaut wurde - die Kombi C-3 / M-3 'Limited Edition'. Alle vorherigen Peripherie-Geräte hatte ich mehrfach ersetzt, wie etwa Plattenspieler oder CD-Players. Ich hatte auch mal einen Sony DAT-Recorder Sony DTC 55ES, aber auch der kam irgendwann ins Tonstudio und blieb dort, ohne dass ich ihn wieder mit nach hause nahm. Der steht meine ich heute noch dort und kommt gelegentlich sogar auch noch zu Einsatz.

Einige Sachen habe ich in meinem 'Museum' noch behalten, weil es gute Geräte sind und weil die einfach auch mit einer persönlichen Geschichte verbunden sind. Das sind ein CD-Player von Sherwood, den ich mal gewonnen hatte und der nie lief, also neu ist. Der lief deswegen nie, weil er eine gefühlte halbe Stunde braucht, um eine CD einzulesen, grauenhaft. Aber es ist gut geeignet als Ersatzgerät, wenn mal nix anderes mehr läuft. Dann habe ich noch eine Wuchtbrumme namens Digital Sound Field Processor von Yamaha, ein 15 Kilo Klotz, der elektronisch in etwa das bietet, was heutzutags auf einem 20 Gramm schweren Micro Chip auf einer Platine verbaut ist, etwa in den allseits bekannten Dolby Surround Receivern. Dann ein Schnäppchen aus Ebay: ein nagelneuer Marantz-Verstärker PM-55, der nie ausgepackt in einem Lager verschwand, wo er irgendwann mal wieder zum Vorschein kam und bei mir landete, für 100 Euro. Nostalgisch auch das Pioneer PDR-5 Museumsstück: das war ein Analog CD-Recorder, der mit speziellen CD Audio Rohlingen in Echtzeit Aufnahmen machen konnte. Habe ich viele Jahre mit gearbeitet, um Samplers zu basteln. Der hat immer gute Dienste getan, bis der Elko den Geist aufgab, der irgendwie den Aufnahmeteil mitsteuert. Es war nie herauszufinden, was für ein Elko das war, sonst hätte ich ihn ersetzt. Es gibt immer noch viele Geräte dieses Typs bei Ebay Kleinanzeigen zu kaufen, und immer ist dieser eine Elko defekt. Aber abspielen kann man CDs weiterhin, bis heute - der Abspielteil ist nicht betroffen. Und dann habe ich noch drei Plattenspieler, die ich einfach behalen habe, weil sie halt mit einer persönlichen Geschichte belegt sind: ein ganz alter von Philips (212 Electronic, komplett restauriert), einer von CEC (BD-2200, den ich neu ausgerüstet habe) und ein Billigteil von Lenco (L3806), neu, den ich mal geschenkt bekommen habe, der vom Besitzer nie gebraucht wurde und eigentlich in den Müll sollte.

Mein aktueller Dreher ist dieser DJ Plattenspieler von Pioneer, den ich schon mal vorgestellt hatte.

Letztes Jahr hatte ich mir dann einen Bubentraum erfüllt, ein Tonband-Gerät von Akai aus dem Jahre 1980 (Modell GX 635 DB), vollständig restauriert, revidiert und neu eingemessen für 2350 Euro. Ich kaufe dafür spezielle rote Seitenwangen, die viel schöner aussehen als die originalen aus Nussbaum. Da ich einen Web-Sender betreibe, brauchte ich auch einen Netzwerk-Player. Da holte ich mir den billigsten, und der ist wirklich gut, einen des Billig-Herstellers Auna. Aktuell sind am laufen: Drei CD-Player, davon zwei Denon DCD-1450 AR (den besten CD Player, den ich je hatte - darum vor einigen Jahren einen zweiten, ziemlich Neuwertigen nachgekauft für knapp 300 Euro). Einen Technics SL-PS 700 CD-Player mit Pitch-Funktion (!), einen Equalizer von Akai aus dem Jahre 1982 (Modell EA-G90) und einen revidierten Thomson Doppel CD-Recorder, mit welchem sich auch weiterhin analoge Aufnahmen machen lassen, da er auch mit Audio CD-Rohlingen arbeitet, jedoch einzusätzliches Ersatzteil verbaut hat, welches erlaubt, auch Computer-Rohlinge zu brennen.

So sieht mein Equipment im einzelnen aus:

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Mein aktueller Dreher:

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Das Ganze ist mehr als beeindruckend .... :wave:

Re: VINYL - das schwarze Gold!

Verfasst: So 24. Dez 2023, 21:43
von Beatnik
In diesem Thread soll es ja auch um Weisheiten gehen. Nun denn, mal meine persönliche Weisheit zu Klang der diversen Quellen, die ich kenne.

Vinyl: Warm, weich, bauchig und lebendig mit störenden Nebengeräuschen, was aber nicht am Vinyl, sondern an Kabeln, Abtastsystemen, Nadeln, Verstärkereigenschaften etc. liegt. Schade, dass die Pressqualität inzwischen doch immer schlechter wird. Die vielen Plattenpressen, die weltweit noch Platten fertigen, kommen wohl bald einmal an ihr Lebensende. Sind ja alles alte Pressen, weil keine Neuen mehr gefertigt werden können. Der aktuelle Vinyltrend wird daher aus meiner Sicht über kurz oder lang abebben, zumindest wohl bei den Neu- resp. Ersterscheinungen auf Vinyl.

CD: Perfekter Klang, Tendenz zu Kälte, Sterilität und ganz besonders ätzend: Pegelkorrekturen, resp. "Alles gleich laut", besonders bei Remasters, dadurch oft kein differenziertes Klangbild. Nicht immer berauschend, wie ich finde. Einer der Hauptgründe, warum ich immer weniger neue, resp. neu remixte Musik kaufe.

Tape (Spulentonband): DIE Erfahrung schlechthin. Ein gutes Tape, aufgenommen und abgespielt mit +10db Ausgangspegel auf 38cm/sec. unübertrefflich. Natürliches Grundrauschen, das kaum wahrnehmbar ist, aber natürlich wirkt.

Webradio: Voll digitale Scheisse, klingt mit weitem Abstand am schlechtesten. Aber da ich ja selber einen Sender mit Musik füttere: Alle Songs muss ich als mp3 hochladen, so werden sie dann auch verschlüsselt und gesendet. Und so hören es dann die Hörer am anderen Ende über einen Netzwerkplayer oder über PC-Brüllwürfel. Wer mir also mit dem Argument kommt, dass sowas gut klingt, weiss aus meiner Sicht nicht, was Klang ist.

Re: VINYL - das schwarze Gold!

Verfasst: So 24. Dez 2023, 23:26
von Louder Than Hell
Beatnik hat geschrieben: So 24. Dez 2023, 18:06 Tatsächlich hatte ich schon vor einigen Jahren damit begonnen, meine viel zu grosse CD-Sammlung zu reduzieren. Anfänglich verkaufte ich noch via Ebay Band-Pakete, wie z.B. 10 CDs von Grateful Dead für 10 Euro Mindestpreis. Die gingen ganz gut weg, meist viel teurer logischerweise. Dann machte ich Pakete mit jeweils 100 CDs fertig, willkürlich gemischt mit allen Stilen aus Rock, Pop, Soul, usw. für 150 Euro. Auch die gingen alle immer gut weg. Am Ende hatte ich so ziemlich viel reduziert. Das Problem war, dass ich in den darauffolgenden Jahren wieder immens viel zugekauft hatte. Heute bin ich wieder dort, wo ich mal vor den ganzen Verkäufen war...Jäger- und Sammler-Trieb halt.

Inzwischen kaufe ich ungefähr im Verhältnis 90 % Vinyl und 10 % CDs, nachdem ich Jahrzehnte lang gar keine LPs mehr gekauft hatte, ich war nur noch an CDs interessiert. Das hat sich geändert, vielleicht aus nostalgischen Gründen, aber ich denke eher, es hat damit zu tun, dass ich bei den CD-Releases inzwischen doch sehr gesättigt bin und davon ausgehe, dass kaum mehr was auf CD rauskommt, auf das ich seit Jahrzehnten warte. Heute ist die Situation sogar so, dass ein so lange vermisstes Scheibchen eher als LP nochmal aufgelegt wird. Da gibt es zum Beispiel diese sogenannten 'Record Store Day'-Releases, von denen es immer wieder ganz geniale Sachen gibt, wie zuletzt das von mir gekaufte und heiss geliebte "Greasy Truckers Party" Live-Doppelalbum von Hawkwind, das jahrzehntelang nur als Sampler mit den anderen Gruppen, die dort auftraten, erhältlich war. Alleine das wunderbare Artwork des Doppelbums, konsequent in schwarz/weiss gehalten, ist grossartig, genauso wie die Pressqualität der LPs (erschienen bei Parlophone).

Für mein Wunsch-Hifi-Equipment habe ich über Jahrzehnte Geräte gekauft und irgendwann wieder verkauft, weil mich das alles nie ganz zufriedengestellt hatte. Als Musiker, der den phänomenalen Klang im Tonstudio gewohnt war, war mein Anspruch irgendwie immer, diesen wuchtigen, trockenen, unverfälschten Sound auch zuhause haben zu können. Das war schwierig bis fast unmöglich. Am längsten hatte ich die Vor- und Endstufenkombi Onkyo Integra P-388F / M-588F, bevor ich diese dann schliesslich auch noch ersetzte durch eine Vor- und Endstufenkombi von Luxman, die in den USA anlässlich der Zusammenarbeit zwischen Luxman Japan und Accuphase USA entstand und nur 50 mal gebaut wurde - die Kombi C-3 / M-3 'Limited Edition'. Alle vorherigen Peripherie-Geräte hatte ich mehrfach ersetzt, wie etwa Plattenspieler oder CD-Players. Ich hatte auch mal einen Sony DAT-Recorder Sony DTC 55ES, aber auch der kam irgendwann ins Tonstudio und blieb dort, ohne dass ich ihn wieder mit nach hause nahm. Der steht meine ich heute noch dort und kommt gelegentlich sogar auch noch zu Einsatz.

Einige Sachen habe ich in meinem 'Museum' noch behalten, weil es gute Geräte sind und weil die einfach auch mit einer persönlichen Geschichte verbunden sind. Das sind ein CD-Player von Sherwood, den ich mal gewonnen hatte und der nie lief, also neu ist. Der lief deswegen nie, weil er eine gefühlte halbe Stunde braucht, um eine CD einzulesen, grauenhaft. Aber es ist gut geeignet als Ersatzgerät, wenn mal nix anderes mehr läuft. Dann habe ich noch eine Wuchtbrumme namens Digital Sound Field Processor von Yamaha, ein 15 Kilo Klotz, der elektronisch in etwa das bietet, was heutzutags auf einem 20 Gramm schweren Micro Chip auf einer Platine verbaut ist, etwa in den allseits bekannten Dolby Surround Receivern. Dann ein Schnäppchen aus Ebay: ein nagelneuer Marantz-Verstärker PM-55, der nie ausgepackt in einem Lager verschwand, wo er irgendwann mal wieder zum Vorschein kam und bei mir landete, für 100 Euro. Nostalgisch auch das Pioneer PDR-5 Museumsstück: das war ein Analog CD-Recorder, der mit speziellen CD Audio Rohlingen in Echtzeit Aufnahmen machen konnte. Habe ich viele Jahre mit gearbeitet, um Samplers zu basteln. Der hat immer gute Dienste getan, bis der Elko den Geist aufgab, der irgendwie den Aufnahmeteil mitsteuert. Es war nie herauszufinden, was für ein Elko das war, sonst hätte ich ihn ersetzt. Es gibt immer noch viele Geräte dieses Typs bei Ebay Kleinanzeigen zu kaufen, und immer ist dieser eine Elko defekt. Aber abspielen kann man CDs weiterhin, bis heute - der Abspielteil ist nicht betroffen. Und dann habe ich noch drei Plattenspieler, die ich einfach behalten habe, weil sie halt mit einer persönlichen Geschichte verbunden sind: ein ganz alter von Philips (212 Electronic, komplett restauriert), einer von CEC (BD-2200, den ich neu ausgerüstet habe) und ein Billigteil von Lenco (L3806), neu, den ich mal geschenkt bekommen habe, der vom Besitzer nie gebraucht wurde und eigentlich in den Müll sollte.

Mein aktueller Dreher ist dieser DJ Plattenspieler von Pioneer, den ich schon mal vorgestellt hatte.

Letztes Jahr hatte ich mir dann einen Bubentraum erfüllt, ein Tonband-Gerät von Akai aus dem Jahre 1980 (Modell GX 635 DB), vollständig restauriert, revidiert und neu eingemessen für 2350 Euro. Ich kaufte dafür spezielle rote Seitenwangen, die viel schöner aussehen als die originalen aus Nussbaum. Da ich einen Web-Sender betreibe, brauchte ich auch einen Netzwerk-Player. Da holte ich mir den billigsten, und der ist wirklich gut, einen des Billig-Herstellers Auna. Aktuell sind am laufen: Drei CD-Player, davon zwei Denon DCD-1450 AR (den besten CD Player, den ich je hatte - darum vor einigen Jahren einen zweiten, ziemlich Neuwertigen nachgekauft für knapp 300 Euro). Einen Technics SL-PS 700 CD-Player mit Pitch-Funktion (!), einen Equalizer von Akai aus dem Jahre 1982 (Modell EA-G90) und einen revidierten Thomson Doppel CD-Recorder, mit welchem sich auch weiterhin analoge Aufnahmen machen lassen, da er auch mit Audio CD-Rohlingen arbeitet, jedoch ein zusätzliches Ersatzteil verbaut hat, welches erlaubt, auch Computer-Rohlinge zu brennen.

So sieht mein Equipment im einzelnen aus:

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Mein aktueller Dreher:

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Für mich ist es immer wieder berauschend, wie umfangreich dein Equipment und die Vielzahl deiner unterschiedlichen Tonträger sind. Das ist für mich eine Leidenschaft, die man kaum in Worte fassen kann. Ich finde es einfach klasse, wie du dich mit der Musik auseinandersetzt und hier einen Hafen bzw. Bestimmungsort deines Lebens gefunden hast. Zudem warst/ bist du auch noch über einen längeren Zeitraum als Musiker aktiv gewesen, mehr geht doch eigentlich nicht. Nein, der Mäse kann auch noch detaillierte und zugleich umfassende Rezis schreiben. Hut ab, kann ich da nur noch sagen .....

Re: VINYL - das schwarze Gold!

Verfasst: Mo 25. Dez 2023, 00:42
von Beatnik
Louder Than Hell hat geschrieben: So 24. Dez 2023, 23:26
Beatnik hat geschrieben: So 24. Dez 2023, 18:06 Tatsächlich hatte ich schon vor einigen Jahren damit begonnen, meine viel zu grosse CD-Sammlung zu reduzieren. Anfänglich verkaufte ich noch via Ebay Band-Pakete, wie z.B. 10 CDs von Grateful Dead für 10 Euro Mindestpreis. Die gingen ganz gut weg, meist viel teurer logischerweise. Dann machte ich Pakete mit jeweils 100 CDs fertig, willkürlich gemischt mit allen Stilen aus Rock, Pop, Soul, usw. für 150 Euro. Auch die gingen alle immer gut weg. Am Ende hatte ich so ziemlich viel reduziert. Das Problem war, dass ich in den darauffolgenden Jahren wieder immens viel zugekauft hatte. Heute bin ich wieder dort, wo ich mal vor den ganzen Verkäufen war...Jäger- und Sammler-Trieb halt.

Inzwischen kaufe ich ungefähr im Verhältnis 90 % Vinyl und 10 % CDs, nachdem ich Jahrzehnte lang gar keine LPs mehr gekauft hatte, ich war nur noch an CDs interessiert. Das hat sich geändert, vielleicht aus nostalgischen Gründen, aber ich denke eher, es hat damit zu tun, dass ich bei den CD-Releases inzwischen doch sehr gesättigt bin und davon ausgehe, dass kaum mehr was auf CD rauskommt, auf das ich seit Jahrzehnten warte. Heute ist die Situation sogar so, dass ein so lange vermisstes Scheibchen eher als LP nochmal aufgelegt wird. Da gibt es zum Beispiel diese sogenannten 'Record Store Day'-Releases, von denen es immer wieder ganz geniale Sachen gibt, wie zuletzt das von mir gekaufte und heiss geliebte "Greasy Truckers Party" Live-Doppelalbum von Hawkwind, das jahrzehntelang nur als Sampler mit den anderen Gruppen, die dort auftraten, erhältlich war. Alleine das wunderbare Artwork des Doppelbums, konsequent in schwarz/weiss gehalten, ist grossartig, genauso wie die Pressqualität der LPs (erschienen bei Parlophone).

Für mein Wunsch-Hifi-Equipment habe ich über Jahrzehnte Geräte gekauft und irgendwann wieder verkauft, weil mich das alles nie ganz zufriedengestellt hatte. Als Musiker, der den phänomenalen Klang im Tonstudio gewohnt war, war mein Anspruch irgendwie immer, diesen wuchtigen, trockenen, unverfälschten Sound auch zuhause haben zu können. Das war schwierig bis fast unmöglich. Am längsten hatte ich die Vor- und Endstufenkombi Onkyo Integra P-388F / M-588F, bevor ich diese dann schliesslich auch noch ersetzte durch eine Vor- und Endstufenkombi von Luxman, die in den USA anlässlich der Zusammenarbeit zwischen Luxman Japan und Accuphase USA entstand und nur 50 mal gebaut wurde - die Kombi C-3 / M-3 'Limited Edition'. Alle vorherigen Peripherie-Geräte hatte ich mehrfach ersetzt, wie etwa Plattenspieler oder CD-Players. Ich hatte auch mal einen Sony DAT-Recorder Sony DTC 55ES, aber auch der kam irgendwann ins Tonstudio und blieb dort, ohne dass ich ihn wieder mit nach hause nahm. Der steht meine ich heute noch dort und kommt gelegentlich sogar auch noch zu Einsatz.

Einige Sachen habe ich in meinem 'Museum' noch behalten, weil es gute Geräte sind und weil die einfach auch mit einer persönlichen Geschichte verbunden sind. Das sind ein CD-Player von Sherwood, den ich mal gewonnen hatte und der nie lief, also neu ist. Der lief deswegen nie, weil er eine gefühlte halbe Stunde braucht, um eine CD einzulesen, grauenhaft. Aber es ist gut geeignet als Ersatzgerät, wenn mal nix anderes mehr läuft. Dann habe ich noch eine Wuchtbrumme namens Digital Sound Field Processor von Yamaha, ein 15 Kilo Klotz, der elektronisch in etwa das bietet, was heutzutags auf einem 20 Gramm schweren Micro Chip auf einer Platine verbaut ist, etwa in den allseits bekannten Dolby Surround Receivern. Dann ein Schnäppchen aus Ebay: ein nagelneuer Marantz-Verstärker PM-55, der nie ausgepackt in einem Lager verschwand, wo er irgendwann mal wieder zum Vorschein kam und bei mir landete, für 100 Euro. Nostalgisch auch das Pioneer PDR-5 Museumsstück: das war ein Analog CD-Recorder, der mit speziellen CD Audio Rohlingen in Echtzeit Aufnahmen machen konnte. Habe ich viele Jahre mit gearbeitet, um Samplers zu basteln. Der hat immer gute Dienste getan, bis der Elko den Geist aufgab, der irgendwie den Aufnahmeteil mitsteuert. Es war nie herauszufinden, was für ein Elko das war, sonst hätte ich ihn ersetzt. Es gibt immer noch viele Geräte dieses Typs bei Ebay Kleinanzeigen zu kaufen, und immer ist dieser eine Elko defekt. Aber abspielen kann man CDs weiterhin, bis heute - der Abspielteil ist nicht betroffen. Und dann habe ich noch drei Plattenspieler, die ich einfach behalten habe, weil sie halt mit einer persönlichen Geschichte verbunden sind: ein ganz alter von Philips (212 Electronic, komplett restauriert), einer von CEC (BD-2200, den ich neu ausgerüstet habe) und ein Billigteil von Lenco (L3806), neu, den ich mal geschenkt bekommen habe, der vom Besitzer nie gebraucht wurde und eigentlich in den Müll sollte.

Mein aktueller Dreher ist dieser DJ Plattenspieler von Pioneer, den ich schon mal vorgestellt hatte.

Letztes Jahr hatte ich mir dann einen Bubentraum erfüllt, ein Tonband-Gerät von Akai aus dem Jahre 1980 (Modell GX 635 DB), vollständig restauriert, revidiert und neu eingemessen für 2350 Euro. Ich kaufte dafür spezielle rote Seitenwangen, die viel schöner aussehen als die originalen aus Nussbaum. Da ich einen Web-Sender betreibe, brauchte ich auch einen Netzwerk-Player. Da holte ich mir den billigsten, und der ist wirklich gut, einen des Billig-Herstellers Auna. Aktuell sind am laufen: Drei CD-Player, davon zwei Denon DCD-1450 AR (den besten CD Player, den ich je hatte - darum vor einigen Jahren einen zweiten, ziemlich Neuwertigen nachgekauft für knapp 300 Euro). Einen Technics SL-PS 700 CD-Player mit Pitch-Funktion (!), einen Equalizer von Akai aus dem Jahre 1982 (Modell EA-G90) und einen revidierten Thomson Doppel CD-Recorder, mit welchem sich auch weiterhin analoge Aufnahmen machen lassen, da er auch mit Audio CD-Rohlingen arbeitet, jedoch ein zusätzliches Ersatzteil verbaut hat, welches erlaubt, auch Computer-Rohlinge zu brennen.

So sieht mein Equipment im einzelnen aus:

Bild

Bild

Bild

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Mein aktueller Dreher:

viewtopic.php?p=6413#p6413
Für mich ist es immer wieder berauschend, wie umfangreich dein Equipment und die Vielzahl deiner unterschiedlichen Tonträger sind. Das ist für mich eine Leidenschaft, die man kaum in Worte fassen kann. Ich finde es einfach klasse, wie du dich mit der Musik auseinandersetzt und hier einen Hafen bzw. Bestimmungsort deines Lebens gefunden hast. Zudem warst/ bist du auch noch über einen längeren Zeitraum als Musiker aktiv gewesen, mehr geht doch eigentlich nicht. Nein, der Mäse kann auch noch detaillierte und zugleich umfassende Rezis schreiben. Hut ab, kann ich da nur noch sagen .....
Ich war eigentlich immer nur Musikfan, habe aber nie grössere stilistische Scheuklappen gehabt und mich einfach für Vieles interessiert. Vielfältigkeit folgt meiner Ansicht nach einer grundsätzlichen Lebenseinstellung: offen zu sein für alles, auch, um dadurch unablässig den eigenen Horizont zu erweitern. Das Musikmachen folgte ebendiesem Anspruch schon früh: Ich wollte das einfach auch machen und probierte es darum einfach aus, ohne zu wissen, ob das was wird oder nicht. Das war letztlich nicht wichtig, es geht immer nur darum, etwas machen zu wollen und das dann auch einfach auszuprobieren. Musik ist einfach meine grosse Leidenschaft 😉

Re: VINYL - das schwarze Gold!

Verfasst: Mo 25. Dez 2023, 08:05
von nixe
Als ich anno domini los getappt bin, hatte ich einen Traum wie meine Anlage aussehen sollte, aber eben dieser Traum platzte recht schnell wieder, da es für mich einfach nur zu teuer war!
Eine STEREO Anlage war teurer, als ein Surrounder?
Klar, auch hier gab's Teile für die High Society, die unsereins nicht mal berühren durfte!
Also wurde es nur ein Surrounder, der aber meinen Klang Vorstellungen entsprach: es brauchte auch nicht viel, da meine Löffel auch nicht gerade den höchsten Standard aufweisen können! Tinnitus heißt das ZauberWort!
Es blieb dann auch beim Surrounder, bis heute.
Du schreibst: Platten knistern nicht?
OK, dann eben Deine nicht.
Jedenfalls die, die uns die lieben Wessis für teuer AluChips abgetreten haben, taten das, mit besten Wissen & Gewissen!
Focus live war fertig & Colosseum live war auf der vierten Seite eine FehlPressung, der man es nicht mal angesehen hat.
Der Ober Knaller war aber Physical Graffiti, die nicht mal 25 Alu Chips wert war!

Re: VINYL - das schwarze Gold!

Verfasst: Mo 25. Dez 2023, 11:14
von Beatnik
nixe hat geschrieben: Mo 25. Dez 2023, 08:05 Als ich anno domini los getappt bin, hatte ich einen Traum wie meine Anlage aussehen sollte, aber eben dieser Traum platzte recht schnell wieder, da es für mich einfach nur zu teuer war!
Eine STEREO Anlage war teurer, als ein Surrounder?
Klar, auch hier gab's Teile für die High Society, die unsereins nicht mal berühren durfte!
Also wurde es nur ein Surrounder, der aber meinen Klang Vorstellungen entsprach: es brauchte auch nicht viel, da meine Löffel auch nicht gerade den höchsten Standard aufweisen können! Tinnitus heißt das ZauberWort!
Es blieb dann auch beim Surrounder, bis heute.
Du schreibst: Platten knistern nicht?
OK, dann eben Deine nicht.
Jedenfalls die, die uns die lieben Wessis für teuer AluChips abgetreten haben, taten das, mit besten Wissen & Gewissen!
Focus live war fertig & Colosseum live war auf der vierten Seite eine FehlPressung, der man es nicht mal angesehen hat.
Der Ober Knaller war aber Physical Graffiti, die nicht mal 25 Alu Chips wert war!
Spare in der Zeit, dann hast Du in der Not. Ich konnte mir die Sachen logischerweise auch nicht leisten. Darum begann ich schon früh, zuhause mit den Eltern zu verhandeln. Ich konnte zum Beispiel aushandeln, dass ich die 5 Franken wöchentliches Taschengeld weiterhin bekomme, wenn ich abends nach der Schule als Ausläufer-Bursche arbeiten gehe. Die Chemiserie Chapellerie Bruno's an der Zürcher Bahnhofstraße, das war mein erster Job, da war ich 10 und musste Edelhemden, Seidenkrawatten und teure Hüte, welche die erlauchte Gesellschaft kaufte, in die umliegenden Büros und Hotels, oder zur Post bringen. Dafür kriegte ich 5 Öcken die Stunde und mehr Trinkgeld von der Haute Volaute als vom Chef Stundenlohn. Da fing ich schon ganz dolle an zu sparen. Ich hab mir mein erstes Fahrrad, mein erstes Mofa und auch meine erste richtig tolle Stereoanlage, später auch die ersten Singles und LP's mit arbeiten und sparen leisten können. Man muss im Leben immer erst was tun, wenn man was haben will. Das habe ich von kleinauf gelernt.

Re: VINYL - das schwarze Gold!

Verfasst: Mo 25. Dez 2023, 11:37
von BRAIN
Beatnik hat geschrieben: Mo 25. Dez 2023, 11:14
nixe hat geschrieben: Mo 25. Dez 2023, 08:05 Als ich anno domini los getappt bin, hatte ich einen Traum wie meine Anlage aussehen sollte, aber eben dieser Traum platzte recht schnell wieder, da es für mich einfach nur zu teuer war!
Eine STEREO Anlage war teurer, als ein Surrounder?
Klar, auch hier gab's Teile für die High Society, die unsereins nicht mal berühren durfte!
Also wurde es nur ein Surrounder, der aber meinen Klang Vorstellungen entsprach: es brauchte auch nicht viel, da meine Löffel auch nicht gerade den höchsten Standard aufweisen können! Tinnitus heißt das ZauberWort!
Es blieb dann auch beim Surrounder, bis heute.
Du schreibst: Platten knistern nicht?
OK, dann eben Deine nicht.
Jedenfalls die, die uns die lieben Wessis für teuer AluChips abgetreten haben, taten das, mit besten Wissen & Gewissen!
Focus live war fertig & Colosseum live war auf der vierten Seite eine FehlPressung, der man es nicht mal angesehen hat.
Der Ober Knaller war aber Physical Graffiti, die nicht mal 25 Alu Chips wert war!
Spare in der Zeit, dann hast Du in der Not. Ich konnte mir die Sachen logischerweise auch nicht leisten. Darum begann ich schon früh, zuhause mit den Eltern zu verhandeln. Ich konnte zum Beispiel aushandeln, dass ich die 5 Franken wöchentliches Taschengeld weiterhin bekomme, wenn ich abends nach der Schule als Ausläufer-Bursche arbeiten gehe. Die Chemiserie Chapellerie Bruno's an der Zürcher Bahnhofstraße, das war mein erster Job, da war ich 10 und musste Edelhemden, Seidenkrawatten und teure Hüte, welche die erlauchte Gesellschaft kaufte, in die umliegenden Büros und Hotels, oder zur Post bringen. Dafür kriegte ich 5 Öcken die Stunde und mehr Trinkgeld von der Haute Volaute als vom Chef Stundenlohn. Da fing ich schon ganz dolle an zu sparen. Ich hab mir mein erstes Fahrrad, mein erstes Mofa und auch meine erste richtig tolle Stereoanlage, später auch die ersten Singles und LP's mit arbeiten und sparen leisten können. Man muss im Leben immer erst was tun, wenn man was haben will. Das habe ich von kleinauf gelernt.
War bei mir ähnlich, ich druck Zeitungen "Wochen Kurier" aus.
Damit konnte ich mir schon mit 13 Jahren eine stattliche Anzahl von LPs im Monat kaufen.
Neuerscheinungen kosteten 14,90 DM, ältere ca. die hälfte.

Re: VINYL - das schwarze Gold!

Verfasst: Mo 25. Dez 2023, 11:52
von nixe
Beatnik hat geschrieben: Mo 25. Dez 2023, 11:14
nixe hat geschrieben: Mo 25. Dez 2023, 08:05 Als ich anno domini los getappt bin, hatte ich einen Traum wie meine Anlage aussehen sollte, aber eben dieser Traum platzte recht schnell wieder, da es für mich einfach nur zu teuer war!
Eine STEREO Anlage war teurer, als ein Surrounder?
Klar, auch hier gab's Teile für die High Society, die unsereins nicht mal berühren durfte!
Also wurde es nur ein Surrounder, der aber meinen Klang Vorstellungen entsprach: es brauchte auch nicht viel, da meine Löffel auch nicht gerade den höchsten Standard aufweisen können! Tinnitus heißt das ZauberWort!
Es blieb dann auch beim Surrounder, bis heute.
Du schreibst: Platten knistern nicht?
OK, dann eben Deine nicht.
Jedenfalls die, die uns die lieben Wessis für teuer AluChips abgetreten haben, taten das, mit besten Wissen & Gewissen!
Focus live war fertig & Colosseum live war auf der vierten Seite eine FehlPressung, der man es nicht mal angesehen hat.
Der Ober Knaller war aber Physical Graffiti, die nicht mal 25 Alu Chips wert war!
Spare in der Zeit, dann hast Du in der Not. Ich konnte mir die Sachen logischerweise auch nicht leisten. Darum begann ich schon früh, zuhause mit den Eltern zu verhandeln. Ich konnte zum Beispiel aushandeln, dass ich die 5 Franken wöchentliches Taschengeld weiterhin bekomme, wenn ich abends nach der Schule als Ausläufer-Bursche arbeiten gehe. Die Chemiserie Chapellerie Bruno's an der Zürcher Bahnhofstraße, das war mein erster Job, da war ich 10 und musste Edelhemden, Seidenkrawatten und teure Hüte, welche die erlauchte Gesellschaft kaufte, in die umliegenden Büros und Hotels, oder zur Post bringen. Dafür kriegte ich 5 Öcken die Stunde und mehr Trinkgeld von der Haute Volaute als vom Chef Stundenlohn. Da fing ich schon ganz dolle an zu sparen. Ich hab mir mein erstes Fahrrad, mein erstes Mofa und auch meine erste richtig tolle Stereoanlage, später auch die ersten Singles und LP's mit arbeiten und sparen leisten können. Man muss im Leben immer erst was tun, wenn man was haben will. Das habe ich von kleinauf gelernt.
Mit meinem Alten verhandeln, konnt ich gleich von der Backe wüschen! Do it yourself würde sein Tip heißen, wenn er english könnte!
OK, seit ein paar Jahren hätte ich aufrüsten können, aber ich blieb in meinem Bereich, weil sich bei mir mehr Aufwand nicht gelohnt hätte!
Haste mal was läuten hören, das sich solch teure Anlagen wirklich nicht mit CDs vertragen sollen?

Re: VINYL - das schwarze Gold!

Verfasst: Mo 25. Dez 2023, 19:38
von Beatnik
Visuelles Musikhören konnte ich leider nie, ausser direkt vor Ort an Konzerten. Das bedeutet, dass ich bis auf ein paar Geschenkte nie irgendwelche DVDs mit Musik gekauft habe, weil ich mir das nicht anschaue. Das ist einfach nicht mein Ding. Ich denke, das war auch zum Teil ein grosser Abtörner damals, als es mit den ganzen Rockpalast-Konzerten so richtig inflationär wurde. Am Anfang war das noch richtig genial, obschon es bereits zu jenem Zeitpunkt keine guten Musiksendungen mehr gab. Nach dem Beat-Club kam nicht mehr viel Zählbares. So Sachen wie Ilja Richter's Disco, dieser beknackte Schnellsprecher Dieter Thomas Keck, der Musikladen oder gar Formel Eins waren für mich die Höchststrafe. Viel hatte ich davon auch nicht mitbekommen, weil das meine Eltern gar nicht schauten, obwohl sie ja eigentlich auch ziemliche Musikhörer waren. Da deren Fokus aber auf Country, Blues und vor Rock'n'Roll lag, liefen bei uns zuhause fast immer Platten, aber nie Musiksendungen. Später hatte ich dann damit auch nie wirklich geliebäugelt. Vom ganzen Musik-VHS und DVD-Wahn blieb ich wohl vor allem wegen den ab den frühen 80er Jahren gängigen Sachen wie MTV und so verschont. Allerdings ging ich damals auch noch viel an Konzerte, weshalb sich mir die Frage nach Konzerten zuhause am Fernseher gucken, gar nicht stellte. So ist es bis heute geblieben. Auch achte ich eigentlich immer darauf, dass ich von einer neuen CD, wenn es sie mit und ohne Begleit-DVD gibt, immer die Version ohne DVD kaufe, denn ich brauche die halt einfach nicht.

Musik-Dokus im Fernsehen sind dann jedoch wieder was ganz Anderes. Da bin ich dann schon auch ein ziemlicher Fan von.
Besonders natürlich Sendungen, welche etwas Historisches erzählen, verfilmte Künstlerbiographien vor allem.

Re: VINYL - das schwarze Gold!

Verfasst: Mo 25. Dez 2023, 21:00
von BRAIN
Also meine Vinyl-Erweckungsphase war irgendwann 1982-83 als ich im väterlichen Plattenschrank die A hard days night fand, die einzige Rock-LP.
Die lief dann immer, wenn die Eltern mal außer Reichweite waren.
Außerdem hatte ein Onkel von mir eine riesige Plattensammlung was mich sehr beeindruckte und inspirierte selbst eine Plattensammlung zu bauen.
Richtig los gings damit im April 1984, da hatte ich Konfirmation und kaufte mir mit dem Geld eine Kompaktanlage von Toshiba.
Das verschaffte mir viele Möglichkeiten, denn es hatte ein Radioteil, Kassettendeck und Plattenspieler.
Ich konnte von allen Formaten Kassetten aufnehmen Wiederhören und mit Kumpels tauschen.
Das war praktisch, denn so viel Knete war auch nicht vorhanden, um alles Interessante zu kaufen.
Die ersten Scheiben waren von Black Sabbath, Iron Maiden, Duran Duran, YES und Genesis.
Bis 1988 im Dezember waren LPs das Hauptformat, dann kam aber die Wende mit dem ersten CD-Player von Kenwood.
Von meinem Lehrlingslohn habe ich mir eine neue Anlage zusammengespart.

Meine Bude sah dann 1988 so aus:

Bild

Re: VINYL - das schwarze Gold!

Verfasst: Di 26. Dez 2023, 11:47
von BRAIN
Die 90er standen dann ganz im Zeichen der CD, Vinyl verschwand überall aus den Läden.
Viele Einzelhändler eröffneten Läden die sich auf CDs spezialisierten.
Übrig blieben über die Jahre nur wenige Second Hand Läden die auch noch ein paar Regale mit Platten hielten.
Neuveröffentlichungen von Vinyl gab es nur selten und oft nur in schlechter Pressqualität.
Trotzdem hielt sich noch ein kleiner Zirkel der noch Platten kaufte und hörte.
Besonderes Audiophile Pressungen von MFSL oder so.
Es war natürlich auch von daher interessant, weil man LPs kistenweise hinterhergeschmissen bekam, weil die alle entsorgen wollten.
Ich ging damals wie heute zweigleisig kaufte Platten und CDs, alleine schon, weil manche Raries gar nicht auf VD erhältlich waren.
Was es auch noch gab, waren Plattenbörsen, da merkte man schon, wie groß die Vinylszene noch war, das lief halt überwiegend unter Gebrauchtwaren und war für den Handel völlig uninteressant.
Schnell merkte ich, dass CDs zumindest teilweise ziemlich miesen Sound hatten.
Sicher erinnern sich noch manche an Genesis-CDs mit grauem Coverrand, die total flach ohne Transparenz klangen.
Wohlbemerkt war das in der ersten Hälfte der 90er wo die erste Remasterwelle noch nicht eingesetzt hatte.
Jedenfalls begann ich Originalpressungen meiner Lieblingsalben zu suchen, um den besten Sound zu bekommen.
Das war schwer. ausser die genannten Börsen und ein paar Läden in fernen Großstädten gab es nur Tauschlisten, die auch nicht an jedem Kiosk zu bekommen waren.
Gut an dieser Zeit war, dass die Preise nicht überzogen waren, da bekam ich eine Pink Scroll von Charisma von Nursery Cryme noch für 20 DM.

Re: VINYL - das schwarze Gold!

Verfasst: Di 26. Dez 2023, 13:15
von Vinyl
Bei mir ging die Vinylsammelleidenschaft auch schon ganz früh los. Mit 12 Jahren kaufte ich mir Sweet´s "Biggest Hits" und "Golden Greats". Später faszinierten mich dann Kiss, allein ob ihrer Optik und die erste "Alive" war für mich einfach nur überwältigend.

Viele Bands habe ich durch den damaligen "Schlafrock" auf SDR 3 (vor der Senderfusion mit SWF) kennengelernt. Von meinem Taschengeld und Erspartem bin ich oft nach der Schule nach Stuttgart in die Lerche gefahren und habe mir Scheiben gekauft. Ein ein paar wenige Jahre älterer Freund zeigte mir dann noch in jungen Jahren (ich war ca. 16) den Secondhandrecords, der damals noch am Stöckach in Stuttgart beheimatet war. Da waren die gebrauchten Platten noch günstiger zu haben und ich erstand meine ersten Swirlies ohne zu wissen was ich da für Schätzchen hatte.

Ganz früh bemerkte ich schon, dass ich mich für jegliche "gute" Musik interessierte, ganz egal welchen Genres. Gut, die Genre Volksmusik, Militärmusik oder Techno kamen mir dabei nie in die Quere.

In das Secondhandrecords komme ich nun schon seit 40 Jahren. Mittlerweile ist er in der Leuschnerstr. gegenüber der Liederhalle. Ich gehöre da fast zum Inventar und es ist immer schön dort zu sein, einzukaufen und Gespräche zu führen.

Natürlich bin ich in den 80er-Jahren auch dem neuen Medium CD erlegen. Habe etliche LPs verkauft, CDs gekauft. Die meisten CDs die ich noch habe verschenke ich meist oder verkaufe sie im Paket 50 Stück für 50 EUR und kaufe mir die Platten für teilweise teures Geld wieder. So ist das halt.

Zudem lege ich wert auf einen ordentlichen Klang und da taugen mir meine KEF-Standlautsprecher angeschlossen an den Harman/Kardon AVR21 sehr gut. Vor vier Jahren habe ich mir einen neuen Dreher gekauft, von Pro-Ject "The Classic", diesen mit einem Ortofon Black-Tonabnehmer versehen und an einen Cambridge Pre-Amp angeschlossen. Mein alter Thorens TD318 steht bei meinem Sohn und dessen Frau. Dieser ist auf Lebzeiten ausgeliehen. Vor 5 Jahren ging der Synchronmotor kaputt und war nur notdürftig zu reparieren. Deshalb entschied ich mich für einen neuen Spieler.

Was das gute Vinyl anbelangt - mein Platz geht aus. Mein Vinylregal und meine Anlage faszinieren mich optisch immer wieder und sorgt auch bei Besuch für große Augen!

Re: VINYL - das schwarze Gold!

Verfasst: Di 26. Dez 2023, 14:08
von Alexboy
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Schellack war mir zeitgleich wie Vinyl in meinen sehr frühen Kinderjahren um die Ohren geflogen. :twisted:
Dafür befand sich am alten Plattenspieler, welcher oben im damaligen Radiogerät eingebaut war ( mit einem Holzdeckel geschützt ) ein Schalter um die Drehzahl des Plattentellers zu verändern. :clap:
Wenn jemand - natürlich nur versehentlich :twisted: - die entsprechende Einstellung nicht vornahm, kamen mitunter sehr seltsame Töne aus den Lautsprechern. :shock:
Die Anzahl der Schellack-Schallplatten verringerte sich zusehends, da diese sehr zerbrechlich waren und keine neuen mehr nachfolgten.
Vinyl übernahm für einige Zeit die Herrschaft über die Tonträger in unserem Wohnraum! :ugeek:

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Ende der 60er erschien der erste unabhängige Schallplattenspieler, mit eingebautem Verstärker und einem Lautsprecher als Deckel, überraschend zu Weihnachten. :clap: :yes:
Zusätzlich wurde er von einigen nagelneue Vinyl-Singles-Hits und einer geringen Anzahl von Langspielplatten begleitet.
Schellack hatte vollkommen ausgedient und neue Worte erschienen für mich auf den Vinyl-Scheiben - Mono und Stereo.
Bei diesen Begriffen begannen sich bereits die ersten Glaubensgemeinschaften für die jeweilige Qualität der Produkte zu bilden und die Geister sich zu scheiden. :twisted:
Lange Zeit war ich Anhänger der Mono-Gruppe, denn sowohl mein Radiogerät, der Schallplattenspieler und mein späteres Tonbandgerät waren nur in der Lage, Mono-Geräusche von sich zu geben. :ugeek:
Die 70er ließen mich dann mit wehenden Fahnen in die Stereo-Gemeinschaft überlaufen. :yes: :yes:

Bild

Die Musik mit den Vinyl-Scheiben wurde räumlich, ständig besser und lauter und erschwinglicher.
Die Sammlung begann Gestalt anzunehmen. :twisted: :wave: :beer:

Re: VINYL - das schwarze Gold!

Verfasst: Di 26. Dez 2023, 14:52
von nixe
Die Ersten waren RussenSingles, keine Ahnung wo die überhaupt her kamen?
Die erste LP war eine Schenkung von meiner Tante:
Puhdys - Rock'n'Roll Music '76 kam die offiziell raus & ich war sauer drüber, galten die damals schon für mich als Stasi Band! Sie sagte nur, das sie mir die single von Boney M hätte nicht schenken können. Aber die wollte ich doch auch nicht!
Aus Pink Floyd 's Wish you were here wurde Tangerine Dream - live in Berlin. Die wußte ich aber mit der Zeit zu schätzen, Klasse Concert!
Wann ich dann in den ehrenwerten Kreis der PlattenKäufer von den West Platten aufgenommen wurde, weiß ich auch nicht mehr, irgendwann in den 80-ern?
Da ging es dann auch richtig los, zu guter Letzt war ich bei über 400! Mein Trabbi stand schon da, eben in der SchrankWand.
Das Theater mit meinem Alten, als der mit mir den Umzug machen mußte, klingt jetzt noch in den Ohren!

Re: VINYL - das schwarze Gold!

Verfasst: Di 26. Dez 2023, 17:47
von Beatnik
BRAIN hat geschrieben: Di 26. Dez 2023, 11:47 Die 90er standen dann ganz im Zeichen der CD, Vinyl verschwand überall aus den Läden.
Viele Einzelhändler eröffneten Läden die sich auf CDs spezialisierten.
Übrig blieben über die Jahre nur wenige Second Hand Läden die auch noch ein paar Regale mit Platten hielten.
Neuveröffentlichungen von Vinyl gab es nur selten und oft nur in schlechter Pressqualität.
Trotzdem hielt sich noch ein kleiner Zirkel der noch Platten kaufte und hörte.
Besonderes Audiophile Pressungen von MFSL oder so.
Es war natürlich auch von daher interessant, weil man LPs kistenweise hinterhergeschmissen bekam, weil die alle entsorgen wollten.
Ich ging damals wie heute zweigleisig kaufte Platten und CDs, alleine schon, weil manche Raries gar nicht auf VD erhältlich waren.
Was es auch noch gab, waren Plattenbörsen, da merkte man schon, wie groß die Vinylszene noch war, das lief halt überwiegend unter Gebrauchtwaren und war für den Handel völlig uninteressant.
Schnell merkte ich, dass CDs zumindest teilweise ziemlich miesen Sound hatten.
Sicher erinnern sich noch manche an Genesis-CDs mit grauem Coverrand, die total flach ohne Transparenz klangen.
Wohlbemerkt war das in der ersten Hälfte der 90er wo die erste Remasterwelle noch nicht eingesetzt hatte.
Jedenfalls begann ich Originalpressungen meiner Lieblingsalben zu suchen, um den besten Sound zu bekommen.
Das war schwer. ausser die genannten Börsen und ein paar Läden in fernen Großstädten gab es nur Tauschlisten, die auch nicht an jedem Kiosk zu bekommen waren.
Gut an dieser Zeit war, dass die Preise nicht überzogen waren, da bekam ich eine Pink Scroll von Charisma von Nursery Cryme noch für 20 DM.
Das lief bei mir so ziemlich ähnlich. Schon ab den frühen 80er Jahren wurden die LP's immer mehr in den Hintergrund gedrängt. Für mich ergab sich dann irgendwann auch das Problem, dass viele Neuheiten, für die ich damals noch sehr offen war, immer weniger auf Vinyl erschienen. Die ersten Berührungen mit CDs waren für mich nicht wirklich berauschend. Ich fand diese klinisch saubere, völlig gefühllose kalte Digitalwelt lange Zeit grauenvoll. Negativbeispiele gab es zuhauf, und sie sind bis heute für mich Referenzbeispiele für "tote" Musik geblieben: Dire Straits' "Brothers In Arms", Donald Fagen's "The Nightfly", George Duke's "Guardian Of The Light", Peter Gabriel's "IV" und unzählige weitere. Dieser tot-sterile Klang hat mich völlig abgetörnt, und das tut er heute noch.

Dabei gab es aber auch eine andere Seite, die - noch zu Vinyl-Zeiten aus der Taufe gehobene - Art der Aufnahme, die vor allem im Jazzbereich zur Anwendung kam und die mich klanglich heute noch aus den Socken haut, weil man tatsächlich meint, neben oder vor dem Musiker zu stehen, der das grad live in meinem Musikzimmer spielt. Diese Aufnahme-Technik nannte sich "Direct-To-Disc" und war nichts anderes als eine Live-Aufnahme in einem einzigen Aufnahme-Take, jedoch nicht in einem Konzertsaal mit Publikum, sondern entweder in einem Aufnahmestudio oder auch in einer Location. Diese Direktaufnahmen, von denen ich ganz besonders jene von Herbie Hancock aus den späten 70er Jahren sehr schätze, stellen für mich heute noch etwas vom Feinsten dar in klanglicher Hinsicht. Das Direct-To-Disc Prinzip konnte sich letztlich jedoch nicht durchsetzen, was im Grunde auch nachvollziehbar ist, denn einzelne Musiker, oder recht reduziert instrumentierte Musik war natürlich problemloser realisierbar, als beispielsweise das Donnern über Verstärkeranlagen von einer Rockband. Direct-To-Disc war quasi ein LP-Direktumschnitt-Verfahren, bei welchem die live gespielte Musik direkt ab Mikrofon von einer Schneidemaschine auf Lack- oder Kupferfolie geschnitten wurde, sog. Mutterplatte, von welcher dann ohne Erstellen von Mastertapes oder ähnlichem direkt LP's hergestellt wurden.

Durch meinen Job bei Media Markt in den 90er Jahren konnte ich zum Einkaufspreis CDs einkaufen, und das waren sehr sehr viele. LP's waren in diesem Jahrzehnt bei mir nicht mehr existent, ebenso in den 00er und den 10er Jahren. Im Grunde habe ich erst dieses Jahr wieder angefangen mich für das Schwarze Gold zu interessieren. Exzessive Käufe wird es allerdings nicht mehr geben. Was ich noch gerne haben möchte und auch suche, sind alte Lieblingsplatten von mir, die ich zwar längst auch auf CD besitze, aber gerne nochmal als Original Vinyl in Händen halten möchte, so etwa Platten von Savoy Brown, Foghat, Ozark Mountain Daredevils (die ersten beiden habe ich bereits wieder auf Vinyl) und einigen weiteren Lieblingsbands von damals, die ich bis heute einfach gerne höre.

Re: VINYL - das schwarze Gold!

Verfasst: Di 26. Dez 2023, 18:42
von Alexboy
Bis etwa 1990 wuchsen die Vinyl- und Kassetten-Sammlungen ( wobei natürlich auch ausgewählte eigene LPs über die Kassette ins Auto wanderten oder zum Joggen für den Walkman Verwendung fanden ).
Doch die Bänder wurden durch das häufige Abspielen dumpf oder gaben den Geist ganz auf - z.B.: wg. der Einzugsgefahr der Abspielgeräte. :twisted:
Und die Vinyl-Scheiben konnten das andauernde Abspielen auf verschiedenen Plattenspielern mit anderen Nadeln auch nicht besonders leiden.
Ich habe vor kurzem von einem Bekannten gehört, der seine LPs nur einmal spielte um sie auf Tonband zu bannen und sie danach nicht mehr benutzte. Davon war ich weit entfernt, denn meine Scheiben mußten ausgeliehen werden um im Gegenzug unbekanntes Liedgut für die Kassetten zu erhalten. :beer:
Eine Hand wäscht die andere - doch viele Hände waren sehr ungeschickt oder arg verschmutz und somit auch die Vinyl-Scheiben.
Es wurde also allerhöchste Zeit für die CD. :wave:
Ab Anfang der 90er begann diese Sammlung fahrt auf zu nehmen - zuerst sehr zögerlich - doch sehr bald stand ich regelmäßig bei Ausverkäufen von Kaufhäusern und griff sehr günstige CDs ab bei denen auch mir unbekannte Bands - von denen es genügend gab - mit hoher musikalischer Qualität zum Vorschein kamen. Auch mein ehemaliger Vinyl-Lieferant - der ZweitauseneinsVerlag - verkaufte jetzt günstige ältere CDs und ich konnte meine ehemaligen Vinyl-Scheiben - welche ich alle verschenkt hatte - als neuen Musik-Datenträger - ohne Nebengeräusche - einsortieren. Bald spielten die CDs auch im Auto und die Kassetten folgten dem Vinyl in die Ewigkeit. :clap: :beer:

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