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Re: Januar 2026

Verfasst: Fr 23. Jan 2026, 22:46
von Emma Peel
Jefferson Airplane "Crown Of Creation" -1968-

Auch das vierte Album der Westcoastler war erneut psychedelisch ausgerichtet. Trotz aller Zerrissenheit innerhalb des Bandgefüges haben sie hier, zumindestens nach meinem Geschmack, ihr vielseitigstes und bestes Album herausgebracht. Ein Grund war sicherlich, dass sich bis auf Casady sämtliche Musiker mit ihren Kompositionen einbringen konnten. Und letztlich wurden sämtliche Takteinheiten umgesetzt, von verhalten und verträumt, bis hin zu rockigen und jamartigen Passagen.

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Re: Januar 2026

Verfasst: Fr 23. Jan 2026, 22:53
von Emma Peel
Alexboy hat geschrieben: Fr 23. Jan 2026, 17:24 Mother's Finest: Mother's Finest - 1976 - FunkMetal aus USofA :beer: ( Unvergessen der sensationelle Auftritt im Rockpalast 1978 ) :prayer:


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Du sagst es, unvergesslich der damalige Auftritt im Rockpalast. Und keiner kannte die Band zuvor, zumindestens ich nicht.

Re: Januar 2026

Verfasst: Fr 23. Jan 2026, 23:22
von Louder Than Hell
badger hat geschrieben: Fr 23. Jan 2026, 16:43
Louder Than Hell hat geschrieben: Do 22. Jan 2026, 23:18 Beefeaters "Meet You There" -1969-

Bluesig ausgerichtete Band aus Dänemark mit zum Teil psychedelischen bzw. jazzigen Einwürfen. Letztlich war auch hier der britische Bluesboom der Gradmesser ihrer Musik. Und mit Peter Thorup hatten sie noch einen recht bekannten Gitarristen in ihren Reihen.
Man hört keinen Unterschied zu den besten Bands des British Blues Booms, was aber vielleicht auch der aktiven Unterstützung durch Alexis Korner
(den sogenannten Father Of British Blues) zu verdanken ist, der sie so richtig auf Linie gebracht hat. Beide Original-LPs sind Klasse, aber es soll noch
damals nicht veröffentlichtes Archivmaterial geben, daß ich nicht kenne.
In dieser Hinsicht konnten nur einige niederländische Bands mithalten ......

Re: Januar 2026

Verfasst: Fr 23. Jan 2026, 23:25
von Louder Than Hell
badger hat geschrieben: Fr 23. Jan 2026, 17:35 The Go - Instant Reaction (Wizzard In 2005)

Power-Pop aus New York mit ihrem Gesamtwerk von 1980. 2 Gitarren, Drums, Bass und tonnenweise MELODIE; mehr brauchts nicht.

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hier sind alle 4 Stücke der Debut-EP, die auch auf der CD Platz fanden:

Ach, es gab so viele gute Power-Pop Bands aus den Staaten, die allesamt nicht so richtig Fuß fassen konnten in unseren Breiten und insofern nur einem Nischenpublikum vorbehalten blieben. Und noch schlimmer, viele dieser Bands sind bereits vergessen .....

Re: Januar 2026

Verfasst: Fr 23. Jan 2026, 23:31
von BRAIN
Levi Smith’s Clefs – Empty Monkey (1970)

Empty Monkey ist das einzige Album der australischen Levi Smith’s Clefs – und klingt, als hätte jemand Stax Records mitten ins Outback verpflanzt.
Statt glatter Studiokunst bietet die Band um Barrie McAskill eine raue, schweißgetränkte Mischung aus Soul, Jazzrock und psychedelischem Funk, getrieben von John Bissets Hammond-Orgel und mächtigen Bläsern.
Songs wie „Lisa“ und „Empty Monkey“ lodern vor Energie, während Coverstücke wie „Get Ready“ kantig und ungezähmt wirken.
Kein poliertes Produkt, sondern ein brodelnder, organischer Moment australischer Musikgeschichte – roh, mutig, lebendig.
Für alle, die Soul lieber rau und schwitzend als schöngeföhnt mögen.

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Re: Januar 2026

Verfasst: Fr 23. Jan 2026, 23:33
von Louder Than Hell
Plastic Cloud "Same" -1968-

Sie sahen so brav aus mit ihrem Dresscode. Aber die Burschen aus Kanada hatten es faustdick hinter den Ohren, was ihre musikalische Ausrichtung anbelangte. Gerade ihre brückenschlagende Ausrichtung in Sachen Folk-, Garage- und Psychedelic Rock mit einer Anlehnung an die The Byrds hatte es in sich. Noch heute entwickeln sie einen Sog, dem man sich kaum entziehen kann.

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Re: Januar 2026

Verfasst: Fr 23. Jan 2026, 23:38
von BRAIN
Louder Than Hell hat geschrieben: Fr 23. Jan 2026, 23:33 Plastic Cloud "Same" -1968-

Sie sahen so brav aus mit ihrem Dresscode. Aber die Burschen aus Kanada hatten es faustdick hinter den Ohren, was ihre musikalische Ausrichtung anbelangte. Gerade ihre brückenschlagende Ausrichtung in Sachen Folk-, Garage- und Psychedelic Rock mit einer Anlehnung an die The Byrds hatte es in sich. Noch heute entwickeln sie einen Sog, dem man sich kaum entziehen kann.

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Die mag ich auch sehr.
Plastic Cloud kombinierten 1968 Folk, Garage- und Psychedelic Rock zu einem eigenständigen Sound.
Der Einfluss von Bands wie The Byrds ist hörbar, doch die Kanadier entwickelten eine eigene Dynamik.
Ihr einziges Album wirkt bis heute erstaunlich frisch und zeigt, wie wandlungsfähig Rockmusik damals war.

Re: Januar 2026

Verfasst: Fr 23. Jan 2026, 23:41
von BRAIN
Louder Than Hell hat geschrieben: Fr 23. Jan 2026, 16:22 Tasavallan Presidentti "Lambertland" -1972-

Auch wenn das Albumcover nur bedingt ein Hingucker ist, so kann die Band mit ihrem canterburybehafteten Stil vollends überzeugen.

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beim Cover mag ich die farbkombination und finde es sehr passend.
Lambertland überzeugt musikalisch auf ganzer Linie.
Die Mischung aus Jazzrock und Canterbury-Einflüssen ist komplex, aber klar strukturiert. Highlight!

Re: Januar 2026

Verfasst: Fr 23. Jan 2026, 23:45
von BRAIN
badger hat geschrieben: Fr 23. Jan 2026, 17:00 Fuzztones - Lysergic Emanations (ABC 1975)

Mit Neo Garage wars wie üblich: die Scheiben der 1. bis 2. Welle lieferten eine Menge Hervorragendes, aber was dann in immer weiteren Wellen
nach immer dem gleichen Muster und seit über 40 Jahren auf uns zurollte, hängt mir unendlich am Hals heraus.

Die Fuzztones gehörten zu den Gründergruppen des Genres und ihr Debut (nach einer vorherigen Mini-LP) wird ewig eine des besten und
unverzichtbarsten Scheiben der Neo Garage bleiben, auf dem noch beste Neo-Psychedelia-Ideen beigemischt sind.
Sie machten noch weitere gute Alben, aber die o.a. konnten sie nicht mehr toppen.

:yes:
Lysergic Emanations bleibt eine prägende Scheibe der Neo-Garage.
Die Fuzztones mischten rohe Energie mit psychedelischen Ideen – frisch, druckvoll und stilbildend.
Auch wenn spätere Veröffentlichungen solide waren: Dieses Album setzte den Maßstab!

Re: Januar 2026

Verfasst: Sa 24. Jan 2026, 00:06
von Louder Than Hell
BRAIN hat geschrieben: Fr 23. Jan 2026, 23:45
badger hat geschrieben: Fr 23. Jan 2026, 17:00 Fuzztones - Lysergic Emanations (ABC 1975)

Mit Neo Garage wars wie üblich: die Scheiben der 1. bis 2. Welle lieferten eine Menge Hervorragendes, aber was dann in immer weiteren Wellen
nach immer dem gleichen Muster und seit über 40 Jahren auf uns zurollte, hängt mir unendlich am Hals heraus.

Die Fuzztones gehörten zu den Gründergruppen des Genres und ihr Debut (nach einer vorherigen Mini-LP) wird ewig eine des besten und
unverzichtbarsten Scheiben der Neo Garage bleiben, auf dem noch beste Neo-Psychedelia-Ideen beigemischt sind.
Sie machten noch weitere gute Alben, aber die o.a. konnten sie nicht mehr toppen.
:yes:
Lysergic Emanations bleibt eine prägende Scheibe der Neo-Garage.
Die Fuzztones mischten rohe Energie mit psychedelischen Ideen – frisch, druckvoll und stilbildend.
Auch wenn spätere Veröffentlichungen solide waren: Dieses Album setzte den Maßstab!
Ich denke auch, dass dieses Album das Referenzalbum der Band ist, weil sie zum einen alles reingehauen haben, was diese Musikart ausgezeichnet hat und zudem druckvoll agierten, um die einzelnen Songs in ihren Botschaften powervoll rüberzubringen.

Re: Januar 2026

Verfasst: Sa 24. Jan 2026, 00:11
von Louder Than Hell
BRAIN hat geschrieben: Fr 23. Jan 2026, 23:31 Levi Smith’s Clefs – Empty Monkey (1970)

Empty Monkey ist das einzige Album der australischen Levi Smith’s Clefs – und klingt, als hätte jemand Stax Records mitten ins Outback verpflanzt.
Statt glatter Studiokunst bietet die Band um Barrie McAskill eine raue, schweißgetränkte Mischung aus Soul, Jazzrock und psychedelischem Funk, getrieben von John Bissets Hammond-Orgel und mächtigen Bläsern.
Songs wie „Lisa“ und „Empty Monkey“ lodern vor Energie, während Coverstücke wie „Get Ready“ kantig und ungezähmt wirken.
Kein poliertes Produkt, sondern ein brodelnder, organischer Moment australischer Musikgeschichte – roh, mutig, lebendig.
Für alle, die Soul lieber rau und schwitzend als schöngeföhnt mögen.

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Ich frage mich nur, was kam danach, denn druckvoller und schweißgetränkter kann man kaum ein Album gestalten. Hier brennt nämlich nicht nur der Baum, sondern es wird ein wahres Feuerwerk abgebrannt. Einhach herrliche Musik ....

Re: Januar 2026

Verfasst: Sa 24. Jan 2026, 09:57
von Emma Peel
Greg Kihn Band "Next Of Kihn" -1978-

Moin, dann schlage ich das heutige musikalische Buch mit ein wenig PowerPop aus den Staaten auf, das durch seinen quirligen positiven Rock die letzten müden Geister weckt

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Re: Januar 2026

Verfasst: Sa 24. Jan 2026, 10:16
von Emma Peel
BRAIN hat geschrieben: Fr 23. Jan 2026, 23:31 Levi Smith’s Clefs – Empty Monkey (1970)

Empty Monkey ist das einzige Album der australischen Levi Smith’s Clefs – und klingt, als hätte jemand Stax Records mitten ins Outback verpflanzt.
Statt glatter Studiokunst bietet die Band um Barrie McAskill eine raue, schweißgetränkte Mischung aus Soul, Jazzrock und psychedelischem Funk, getrieben von John Bissets Hammond-Orgel und mächtigen Bläsern.
Songs wie „Lisa“ und „Empty Monkey“ lodern vor Energie, während Coverstücke wie „Get Ready“ kantig und ungezähmt wirken.
Kein poliertes Produkt, sondern ein brodelnder, organischer Moment australischer Musikgeschichte – roh, mutig, lebendig.
Für alle, die Soul lieber rau und schwitzend als schöngeföhnt mögen.

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Meine Güte, hier geht die Power aber im wahrsten Sinne des Wortes ab. Ich bin absolut begeistert!!!! Die Bestellung war somit eine Pflichtveranstaltung für mich.

Re: Januar 2026

Verfasst: Sa 24. Jan 2026, 10:50
von Hawklord
The Mercy Brothers - Holy Ghost Power! (2013)

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Re: Januar 2026

Verfasst: Sa 24. Jan 2026, 11:00
von Beatnik
Alexboy hat geschrieben: Fr 23. Jan 2026, 17:24 Mother's Finest: Mother's Finest - 1976 - FunkMetal aus USofA :beer: ( Unvergessen der sensationelle Auftritt im Rockpalast 1978 ) :prayer:


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Kleiner Tipp: Das Debütalbum von Mothers Finest von 1972 ist sehr stark. Mit einer tollen Coverversion des Klassikers "Feelin' Alright" von Traffic. :wave:


Re: Januar 2026

Verfasst: Sa 24. Jan 2026, 11:32
von badger
Louder Than Hell hat geschrieben: Fr 23. Jan 2026, 23:33 Plastic Cloud "Same" -1968-

Sie sahen so brav aus mit ihrem Dresscode. Aber die Burschen aus Kanada hatten es faustdick hinter den Ohren, was ihre musikalische Ausrichtung anbelangte. Gerade ihre brückenschlagende Ausrichtung in Sachen Folk-, Garage- und Psychedelic Rock mit einer Anlehnung an die The Byrds hatte es in sich. Noch heute entwickeln sie einen Sog, dem man sich kaum entziehen kann.
Ein Wahnsinnshammer mit einer ungewöhnlichen Mischung aus Fuzz-Gitarre und weicheren Songs und überhaupt eine der besten psychedelischen
Scheiben, die eingespielt wurden, als der Psych-Boom eigentlich schon den Zenit überschritten hatte.
Im Original (das ich mal kurz in der Hand halten durfte...) damals unbezahlbar; zum Glück gabs irgendwann eine quasi halblegale Vinyl-Nachpressung und
mittlerweile ettliche CDs.

Re: Januar 2026

Verfasst: Sa 24. Jan 2026, 11:40
von Faltenrock
Eddie Hazel in Höchstform

Funkadelic - Maggot Brain

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Re: Januar 2026

Verfasst: Sa 24. Jan 2026, 11:49
von badger
Gentle Giant - Octopus (Vertigo 1973)

eine Truppe, von der mir fast alle Alben gefallen, weil sie völlig neue Ideen hatten und diese instrumental aufs Beste umsetzten.
Einmal nur sah ich sie, da wechselten alle 5 mitten im Stück ihre Instrumente und beherrschten auch das jeweils andere perfekt.

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Re: Januar 2026

Verfasst: Sa 24. Jan 2026, 12:12
von Faltenrock
Be Bop Deluxe - Live! In The Air Age

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Re: Januar 2026

Verfasst: Sa 24. Jan 2026, 12:21
von Louder Than Hell
Ten Years After "Live At The Fillmore East 1970" -1970-

Eine Band, die es drauf hatte, Blues auch mit der richtigen Rocknote zu veredeln .... und live waren sie über jeden Zweifel erhaben.

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