Die aus Texas stammende Band gehört sicherlich zu den Säulen des Garagenrocks. Roky Erickson, Stacy Sutherland und ihre Mitspieler waren ihrer Zeit nicht nur voraus, sondern hatten auch Näschen für diese musikalische Underground Entwicklung. Letztlich waren sie u. a. die Wegbereiter für die kreative Saat, die andere Bands zu neuen Ufern aufbrechen ließ.
Re: Januar 2026
Verfasst: Fr 2. Jan 2026, 11:24
von badger
Louder Than Hell hat geschrieben: ↑Fr 2. Jan 2026, 11:1413th Floor Elevators "Easter Everywhere" -1967-
Die aus Texas stammende Band gehört sicherlich zu den Säulen des Garagenrocks. Roky Erickson, Stacy Sutherland und ihre Mitspieler waren ihrer Zeit nicht nur voraus, sondern hatten auch Näschen für diese musikalische Underground Entwicklung. Letztlich waren sie u. a. die Wegbereiter für die kreative Saat, die andere Bands zu neuen Ufern aufbrechen ließ.
Und man muß noch einmal ganz besonders darauf verweisen, das DIES die Musik war, die man als 1967 als 'psychedelisch' einstufte und für die mit der
Debut-LP dieses Adjektiv zum ersten Mal im Titel gesetzt wurde. Wie sehr ist der Begriff 'Psychedelia' doch seither vergewaltigt und verwässert worden.
Die Elevators jedenfalls schufen das Original!
Re: Januar 2026
Verfasst: Fr 2. Jan 2026, 11:36
von badger
Fotheringgay - 2 (A Wings And A Prayer 2008)
die 1970 zweite, aber nie veröffentlichte LP von Sandy Denny's Fotheringay; alle Mitspieler waren irgendwann
auch mal bei Fairport Convention. M.E ein bißchen schwächer als die erste, aber immer noch rundherum hörenswert
und auf jedem Fall rockiger als Sandy's Solowerke.
Re: Januar 2026
Verfasst: Fr 2. Jan 2026, 12:03
von Friese
Pan - Pan (1970)
Re: Januar 2026
Verfasst: Fr 2. Jan 2026, 13:04
von Friese
Da Capo - Same (1972)
Re: Januar 2026
Verfasst: Fr 2. Jan 2026, 14:35
von Emma Peel
Pete Droge "Necktie Second" -1994-
Indie Musik mit einer starken Americanaschlagseite. Auch bei den Thorns hat er mitgewirkt, die auf einem ähnlichen Terrain spielten.
Re: Januar 2026
Verfasst: Fr 2. Jan 2026, 14:41
von Emma Peel
badger hat geschrieben: ↑Fr 2. Jan 2026, 11:36
Fotheringgay - 2 (A Wings And A Prayer 2008)
die 1970 zweite, aber nie veröffentlichte LP von Sandy Denny's Fotheringay; alle Mitspieler waren irgendwann
auch mal bei Fairport Convention. M.E ein bißchen schwächer als die erste, aber immer noch rundherum hörenswert
und auf jedem Fall rockiger als Sandy's Solowerke.
Ein Album mit Nachzüglerqualitäten, denn es erschien bekanntlich fast 40 Jahre später. Trotzdem wurde hier eine Compilation zusammengestellt, die überzeugen konnte. Quasi eine Wiederbelebung mit bisher unveröffentlichten Material.
Re: Januar 2026
Verfasst: Fr 2. Jan 2026, 14:57
von Tranceformer
Alex Conti – Continued
Liest man die Biografie von Alex Conti, stellt sich unweigerlich die Frage: „Mit wem hat dieser Mann eigentlich nicht zusammengespielt?“
Sein Weg liest sich wie ein Who-is-Who der deutschen Rockgeschichte: 1974 ersetzte er Dieter Bornschlegel bei Atlantis, es folgte eine kurze Stippvisite bei Rudolf Rock & die Schocker, bevor er schließlich bei Lake landete und dort Musikgeschichte schrieb. Ich persönlich nahm ihn zum ersten Mal bewusst wahr, als Mitte der 80er-Jahre das Album „Immer mehr“ von Herwig Mitteregger bei mir rauf und runter lief.
Heute liegt eines seiner seltenen Soloalben auf meinem Plattenteller: „Continued“ aus dem Jahr 1984. Eingespielt nach seiner Ära bei Lake, präsentiert uns Conti hier einen typischen 80er-Jahre-Sound, wobei mir die ausgeprägten funkigen Einflüsse besonders gut gefallen.
Während sein Solo-Debüt noch stärker im Westcoast-Rock verwurzelt war, experimentiert Conti auf diesem Nachfolger spürbar mit dem damaligen Zeitgeist – unüberhörbar gemacht durch die prägnanten Synth-Bässe.
Ein Paradebeispiel für diesen Sound ist der Song „Better Things To Do“. Hier trifft ein messerscharfer Funk-Groove auf Contis virtuoses Gitarrenspiel. Man hört förmlich die Spielfreude heraus, mit der er die technischen Möglichkeiten der damaligen Produktion ausreizte. Genau dieser Mut zum Experiment ist es, was mir nach vielen Hördurchgängen an diesem Album so zusagt. Conti lässt sich auf den Sound der Epoche ein und verpackt seine enorme Vielseitigkeit sowie sein Gespür für groovige Arrangements in die zehn Songs von Continued.
Fazit: Einziges Manko bleibt für mich die Gesangsstimme – die ist, ehrlich gesagt, auch nach mehrmaligem Hören immer noch sehr gewöhnungsbedürftig. Rein instrumental und vom Groove her ist die Scheibe jedoch ein echtes Erlebnis für jeden, der den Sound dieser Dekade mag.
Re: Januar 2026
Verfasst: Fr 2. Jan 2026, 15:00
von Tranceformer
Herwig Mitteregger
Von Alex Conti zu Herwig Mitteregger war es nur ein kurzer Weg, zumal die Veröffentlichungen von „Continued“ und „Immer mehr“ zeitlich eng beieinanderlagen.
Doch der Reihe nach: Herwig Mitteregger gehört zweifelsohne zu den Schlüsselfiguren der deutschen Rockgeschichte. Als Schlagzeuger der Nina Hagen Band und kreativer Kopf von Spliff setzte er maßgebliche Akzente. Bereits während seiner Zeit bei Spliff plante Mitteregger seine Solokarriere und veröffentlichte 1983 mit „Kein Mut – kein Mädchen“ sein erstes Werk. 1985 folgte das Album „Immer mehr“, welches völlig zu Recht zu den Klassikern anspruchsvoller deutscher Rockmusik zählt.
Das Album, mit dem damals niemand so recht gerechnet hatte, besticht durch ein handwerklich extrem hohes Niveau. Die Produktion ist glasklar und druckvoll, die Texte tiefgründig. Mitteregger thematisiert Sehnsucht und Entfremdung, ohne dabei in gängige Klischees zu verfallen.
Für mich war „Immer mehr“ damals wie heute eine LP, die ich stets vom ersten bis zum letzten Ton durchlaufen ließ. Dabei entwickelten sich „Bester Freund“, „Mein Klavier“ und natürlich der Titelsong schnell zu meinen absoluten Favoriten, die damals auf fast keinem meiner Mixtapes fehlen durften.
Ein Wort zum Medium: In Zeiten, als CDs auch in unserem Haushalt einzogen, legte ich mir dieses Werk zusätzlich als digitale Scheibe zu. Doch klanglich ist das kein Vergleich: Die LP ist der CD in allen Belangen überlegen. Sie besitzt deutlich mehr Dynamik und Wärme, während die Silberscheibe im direkten Vergleich leider flach und leblos klingt.
Re: Januar 2026
Verfasst: Fr 2. Jan 2026, 15:02
von Zarthus
Emerson, Lake & Palmer - Emerson, Lake & Palmer (1970)
Besonders oft höre ich ELP nicht, aber ihren festen Platz haben sie dennoch im Regal.
Re: Januar 2026
Verfasst: Fr 2. Jan 2026, 15:09
von BRAIN
Van Morrison – Veedon Fleece (1974)
Ein Album wie Nebel über irischem Gras.
Die Songs gehen nicht vorwärts sie kreisen.
Streicher und Akustikgitarre tragen den Gesang wie auf Händen.
Morrison singt nicht er erzählt sich selbst etwas vor.
Folk Jazz Poesie ohne jede Pose.
Re: Januar 2026
Verfasst: Fr 2. Jan 2026, 15:23
von badger
BRAIN hat geschrieben: ↑Fr 2. Jan 2026, 15:09Van Morrison – Veedon Fleece (1974)
Ein Album wie Nebel über irischem Gras.
Die Songs gehen nicht vorwärts sie kreisen.
Streicher und Akustikgitarre tragen den Gesang wie auf Händen.
Morrison singt nicht er erzählt sich selbst etwas vor.
Folk Jazz Poesie ohne jede Pose.
Eine meiner Lieblingsscheiben von Van-The-Man; Linden Arden Stole The Highlights; Bulbs; Streets Of Arklow...; einmal im Kopf geht das nie wieder raus.
Re: Januar 2026
Verfasst: Fr 2. Jan 2026, 15:47
von badger
Fort Mudge Memorial Dump - s/t (Mercury 1969)
Boston-Band, die schon gleich zu Beginn des 80er Sammelbooms auf allen Listen stand; ihr einziges Album;
nicht wirklich psych, wie immer behauptet wird, sondern ein bißchen wie frühe (folkige) Airplane, gelegentlich auch ein bißchen 'jazzy'.
Re: Januar 2026
Verfasst: Fr 2. Jan 2026, 16:35
von Louder Than Hell
badger hat geschrieben: ↑Fr 2. Jan 2026, 15:47
Fort Mudge Memorial Dump - s/t (Mercury 1969)
Boston-Band, die schon gleich zu Beginn des 80er Sammelbooms auf allen Listen stand; ihr einziges Album;
nicht wirklich psych, wie immer behauptet wird, sondern ein bißchen wie frühe (folkige) Airplane, gelegentlich auch ein bißchen 'jazzy'.
Die Bosstown Szene war schon überwältigend und von zahlreichen Bands geprägt, zumal sie sich nicht an einer Spielart festkrallte, sondern umfassende Spielräume ermöglichte.
Re: Januar 2026
Verfasst: Fr 2. Jan 2026, 16:42
von Louder Than Hell
Tranceformer hat geschrieben: ↑Fr 2. Jan 2026, 14:57
Alex Conti – Continued
Liest man die Biografie von Alex Conti, stellt sich unweigerlich die Frage: „Mit wem hat dieser Mann eigentlich nicht zusammengespielt?“
Sein Weg liest sich wie ein Who-is-Who der deutschen Rockgeschichte: 1974 ersetzte er Dieter Bornschlegel bei Atlantis, es folgte eine kurze Stippvisite bei Rudolf Rock & die Schocker, bevor er schließlich bei Lake landete und dort Musikgeschichte schrieb. Ich persönlich nahm ihn zum ersten Mal bewusst wahr, als Mitte der 80er-Jahre das Album „Immer mehr“ von Herwig Mitteregger bei mir rauf und runter lief.
Heute liegt eines seiner seltenen Soloalben auf meinem Plattenteller: „Continued“ aus dem Jahr 1984. Eingespielt nach seiner Ära bei Lake, präsentiert uns Conti hier einen typischen 80er-Jahre-Sound, wobei mir die ausgeprägten funkigen Einflüsse besonders gut gefallen.
Während sein Solo-Debüt noch stärker im Westcoast-Rock verwurzelt war, experimentiert Conti auf diesem Nachfolger spürbar mit dem damaligen Zeitgeist – unüberhörbar gemacht durch die prägnanten Synth-Bässe.
Ein Paradebeispiel für diesen Sound ist der Song „Better Things To Do“. Hier trifft ein messerscharfer Funk-Groove auf Contis virtuoses Gitarrenspiel. Man hört förmlich die Spielfreude heraus, mit der er die technischen Möglichkeiten der damaligen Produktion ausreizte. Genau dieser Mut zum Experiment ist es, was mir nach vielen Hördurchgängen an diesem Album so zusagt. Conti lässt sich auf den Sound der Epoche ein und verpackt seine enorme Vielseitigkeit sowie sein Gespür für groovige Arrangements in die zehn Songs von Continued.
Fazit: Einziges Manko bleibt für mich die Gesangsstimme – die ist, ehrlich gesagt, auch nach mehrmaligem Hören immer noch sehr gewöhnungsbedürftig. Rein instrumental und vom Groove her ist die Scheibe jedoch ein echtes Erlebnis für jeden, der den Sound dieser Dekade mag.
Alex Conti war schon ein Getriebener, der in zahlreichen Bands und auch Projekten sein spielerisches Können hinterlassen hat. Ich sah ihn erstmals Ende der 70er, als er bei der hamburgischen Band Lake spielte, noch mit längeren Haaren, was man sich heute kaum noch vorstellen kann. Jedenfalls hat dieser ein Händchen dafür, stilprägend seine Gitarrenlinien in das Gesamtspiel einer Band einzuweben. Da ist es egal, ob es sich um Rock, Westcoast oder Funk handelt. Sicherlich ein ganz Großer seines Fachs .....
Re: Januar 2026
Verfasst: Fr 2. Jan 2026, 16:47
von Louder Than Hell
Beacon Street Union "The Eyes Of The Beacon Street Union" -1968-
Teils mystisch angehauchter Psych aus dem Hause der Bosstown Szene
Re: Januar 2026
Verfasst: Fr 2. Jan 2026, 16:48
von Louder Than Hell
Bad Religion "No Control" -1989-
Fun Punk, so habe ich die Musik immer katalogisiert, obwohl ihre Texte inhaltlich etwas anderes dokumentierten. Für mich ist das auch heute noch absolute Abgroovemusik ....... Und noch eins: Ein Song, der die 2 Minutengrenze erreicht, gilt bei Bad Religion schon als Longtrack.