Quicksilver Messenger Service "Just For Love" -1970-
Dino Valenti nahm immer mehr das Ruder in die Hand und öffnete nun den Weg vom psychedelischen Rock hin zum Rootsrock, Folk und Blues. Ohne die spielerischen Fähigkeiten von Cipollina und Duncan wäre es aber eine eher dröge Angelegenheit geworden, die auf diese Art und Weise bestens ausgeglichen wurde.
Re: Februar 2026
Verfasst: Do 5. Feb 2026, 11:26
von Alexboy
Roger Glover And Guests / Eddie Hardin: The Butterfly Ball And Wizard's Convention - 1989 - Rock aus GB
Re: Februar 2026
Verfasst: Do 5. Feb 2026, 11:37
von Alexboy
Dopapod: Drawn Onward - 2011 - Rock aus USofA
Re: Februar 2026
Verfasst: Do 5. Feb 2026, 11:44
von Alexboy
Natalie Brooke: Measured In Moments - 2025 - Funk/Rock aus Baltimore
Re: Februar 2026
Verfasst: Do 5. Feb 2026, 14:31
von Emma Peel
Dixie Peach "Same" -1975-
Sie kamen aus Ohio und legten mit ihrem Debüt ein wahrlich klasse Southern Album hin. Danach war es erst einmal vorbei mit der Herrlichkeit. Das zum Teil bluesbasierte Material, zweistimmiger Lead- und Slide-Gitarre, harmonischem Gesang und einigen Anklängen an die ABB blieb leider immer ein Geheimtipp.
Was für ein tolles Album von einer tollen Sängerin. Souljazz mit einem Symphonie-Orchester. Und alles in bester Klangqualität.
"Tutu Puoanes Wrapped In Rhythm-Projekt, in Zusammenarbeit mit Metropole Orkest aus Holland. Dieses Album besteht aus einer zweiten Sammlung von Originalliedern, die auf der Poesie ihres südafrikanischen Künstlers/Schriftstellers/Dichters/öffentlichen Persönliches/Aktivisten Lebo Mashile basieren, in Orchesterarrangements von Bert Joris." (bandcamp)
Re: Februar 2026
Verfasst: Do 5. Feb 2026, 16:42
von Louder Than Hell
Golem "Orion Awakes" -1973-
Klassische Mogelpackung, denn das Album stammt aller Wahrscheinlichkeit aus den 90ern. Wem Agitation Free mit ihrem jamartigem Krautrock oder frühe Pink Floyd zusagen, sollte mal ein Ohr riskieren.
Re: Februar 2026
Verfasst: Do 5. Feb 2026, 16:47
von Louder Than Hell
Alexboy hat geschrieben: ↑Do 5. Feb 2026, 11:37Dopapod: Drawn Onward - 2011 - Rock aus USofA
Wie es scheint, gibt es die Sachen von der Band nur als Download .....
Re: Februar 2026
Verfasst: Do 5. Feb 2026, 17:36
von badger
Louder Than Hell hat geschrieben: ↑Do 5. Feb 2026, 00:02Gruntruck "Inside Yours" -1990-
Auch Grundtruck gehörten zur Großfamilie aus Seattle, die auf dem Grunge Trip unterwegs waren, allerdings in einer wesentlich druckvolleren Form .
der wichtigste Mann in dieser Seattle Großfamilie war wohl Jack Endino, unter dessen Produzentenhänden eigentlich alle Bands die besten
Resultate erzielten. Hier war er auch wieder am Werk und ließ es mal etwas härter Grummeln und Knarzen.
Man wundert sich nur, daß die Alben der Band nicht auf Sub-Pop erschienen.
Re: Februar 2026
Verfasst: Do 5. Feb 2026, 17:45
von Tranceformer
Batschkapp (Musik aus Mainz) - „Jetzt abber werklisch!“
Allmählich schlittern wir in die fünfte Jahreszeit, und wie von selbst landen bei mir wieder vermehrt Alben mit echtem Mainzer Lokalkolorit auf dem Plattenteller. Ganz vorne mit dabei: „Jetzt abber werklisch“ der Band Batschkapp. Diese LP aus dem Jahr 1988 ist ein wahres Stück lokaler Musikgeschichte.
Obwohl die Hymne „Meenzer Bube, Meenzer Mädcher“ gerade in der Fastnacht perfekt funktioniert, ist das gesamte Album – trotz der Mainzer Mundart – weit entfernt vom klassischen „Humba-Humba“-Karneval. Es ist eine ehrliche Mischung aus Blues, Rock, Folk und sogar einer Prise Reggae. Insgesamt ist die Scheibe ein fein geschliffenes Stück Mainzer Mundart: rau, direkt und mit diesem unverwechselbaren Kneipen-Rock-Charme, den man getrost als besten „Pubrock aus deutschen Landen“ bezeichnen kann.
Hermann Schneider singt über den Mainzer Alltag, teilt soziale Beobachtungen und besingt lokale Helden, ohne jemals in den Kitsch abzudriften. Es ist Musik „fer die Leit“. In Mainz und Umgebung genießt die Scheibe längst Kultstatus – wer die 80er in der Region erlebt hat, kam an Batschkapp (nicht zu verwechseln mit dem Frankfurter Club!) schlicht nicht vorbei.
Die LP überzeugt mit zwölf durchweg starken Songs. Neben dem unverzichtbaren Hit über die Meenzer Bube und Mädcher sticht vor allem das Stück „Hautevolee“ heraus. Und wer genau hinhört: „Is es werklich soweit“ weckt wohlige Erinnerungen an den entspannten Sound eines J.J. Cale. Mit „Meenz bleibt Meenz“ liefert die Band zudem eine rockige und herrlich selbstironische Antwort auf das angestaubte klassische Motto.
2019 verstarb Hermann Schneider, von allen nur liebevoll „Onkel Hermann“ genannt. Wie tief er in der Seele der Stadt verwurzelt war, zeigte sich kurz darauf im Stadion: Beim ersten Heimspiel nach seinem Tod ehrten ihn die Fans von Mainz 05 mit einem Banner:
„Joe Cocker vun de Vilzbach! Ruhe in Frieden, Onkel Hermann.“
Dass dabei sein größter Hit durch die Stadionlautsprecher hallte, versteht sich von selbst. Und auch in den kommenden Tagen wird dieser Song wieder überall in der Mainzer Altstadt zu hören sein – laut, stolz und „werklisch“ echt.
Re: Februar 2026
Verfasst: Do 5. Feb 2026, 17:50
von badger
Emma Peel hat geschrieben: ↑Do 5. Feb 2026, 14:31Dixie Peach "Same" -1975-
Sie kamen aus Ohio und legten mit ihrem Debüt ein wahrlich klasse Southern Album hin. Danach war es erst einmal vorbei mit der Herrlichkeit. Das zum Teil bluesbasierte Material, zweistimmiger Lead- und Slide-Gitarre, harmonischem Gesang und einigen Anklängen an die ABB blieb leider immer ein Geheimtipp.
/quote]
Bei Dir sind wohl die Regale gefüllt mit Southern Rock Raritäten und das ist beeindruckend. Etwas weiter oben 'Legend' und hier die 'Dixie Peach', das waren
schon einige der besseren S.-R.-Eintagsfliegen, von denen es scheinbar doch einen ganzen Haufen gab. Die meisten davon waren wohl halbe Amateure, die
ihr Können in den vielen Biker-Kneipen zum Besten gaben.
Auch wenn die Vorbilder, wie die Allmans, MTB oder Skynyrd in einer höheren Liga spielten, lohnen sich viele dieser Raritäten schon deshalb, weil sie nicht
glattproduziert sind und locker und ohne Druck vorgetragen wurden.
Einen eigenen Stil hatten allerdings nur wenige; Missouri Dirt, Travis Moon oder Tree Fox z.b.; vermutlich stehen auch die längst bei Dir im Regal.
Ich selbst hab mit diesen Sachen angefangen, als es noch (fast) keine CDs gab und der ganze Kram erst arbeitsintensiv digitalisiert werden mußte.
Re: Februar 2026
Verfasst: Do 5. Feb 2026, 17:56
von badger
Louder Than Hell hat geschrieben: ↑Do 5. Feb 2026, 11:17Quicksilver Messenger Service "Just For Love" -1970-
Dino Valenti nahm immer mehr das Ruder in die Hand und öffnete nun den Weg vom psychedelischen Rock hin zum Rootsrock, Folk und Blues. Ohne die spielerischen Fähigkeiten von Cipollina und Duncan wäre es aber eine eher dröge Angelegenheit geworden, die auf diese Art und Weise bestens ausgeglichen wurde.
Tja, Dino und Cipo..., das waren zwei verschiedene Welten und ich muß sagen, daß ich eher zu Cipo tendiere. Trotzdem sind auch hier und den
nächsten Dino-dominierten Alben noch eine Reihe bester Stücke zu finden; Fresh Air; Wolf Run; The Hat....
Das muß also ALLES im Haus bleiben;
und zum Glück gibts ja ein paar Handvoll Live-Scheiben der noch von Cipo geführten frühen Band.
Re: Februar 2026
Verfasst: Do 5. Feb 2026, 18:18
von badger
Grinderswitch -Pullin' Together (Capricorn 1976)
Zusammen mit der MTB auf Europa-Tour um dieses, ihr drittes Album vorzustellen und ein glücklicher Badger saß im Publikum und hatte seinen Spaß.
Dru Lombar's Gitarre lieferte viele sonore und gefühlvollen Akkorde, die von Steve Miller (nein, nicht jenem, sondern diesem, der schon mit Earl Hooker
eine schwarz-weiß LP aufnahm und bei Linn County brillierte) bestens auf der Orgel untermalt wurden.
Und zudem mit Joe Dan Petty, dem Ex-Allmans-Roadie (Mindestens ein halbes Dutzend Allman-Roadies starteten hinterher eine eigene Band...)
Das unglaublichste war, daß die Jungs diverse Male mit Cha-Cha-Cha-Rhythmen aufwarteten... und das waren fast die besten Stücke....
Inselplatte!
Re: Februar 2026
Verfasst: Do 5. Feb 2026, 22:28
von Emma Peel
Beau Brummels "Same" -1975-
Die Beau Brummels wurden bereits 1964 in SF gegründet und waren im Bereich des Folks, Rocks, Pop und Country heimisch. Nach ihrer Trennung im Jahre 68 erfolgte sieben Jahre später mit diesem Album eine sinngebende Reunion. Sämtliche Mitglieder wirkten mit, nur Meagher wird als Gast aufgeführt. Trotzdem wurde ein perfektes Album im klassischen Westcoast-Sound eingespielt und somit eine Bereicherung dieser Spielart wachgerufen.
Re: Februar 2026
Verfasst: Do 5. Feb 2026, 22:38
von Lavender
Joe Bonamassa - Different Shades Of Blues (2014)
20260205_222633.jpg (47.48 KiB) 55 mal betrachtet
Joe Bonamassa macht meiner Meinung nach keine schlechten Alben. Diffent Shades Of Blues macht da keine Ausnhme. Dennoch ist es in meinem Bonamassa Ranking eher im Mittelfeld ansässig.
Re: Februar 2026
Verfasst: Do 5. Feb 2026, 22:45
von Emma Peel
badger hat geschrieben: ↑Do 5. Feb 2026, 18:18
Grinderswitch -Pullin' Together (Capricorn 1976)
Zusammen mit der MTB auf Europa-Tour um dieses, ihr drittes Album vorzustellen und ein glücklicher Badger saß im Publikum und hatte seinen Spaß.
Dru Lombar's Gitarre lieferte viele sonore und gefühlvollen Akkorde, die von Steve Miller (nein, nicht jenem, sondern diesem, der schon mit Earl Hooker
eine schwarz-weiß LP aufnahm und bei Linn County brillierte) bestens auf der Orgel untermalt wurden.
Und zudem mit Joe Dan Petty, dem Ex-Allmans-Roadie (Mindestens ein halbes Dutzend Allman-Roadies starteten hinterher eine eigene Band...)
Das unglaublichste war, daß die Jungs diverse Male mit Cha-Cha-Cha-Rhythmen aufwarteten... und das waren fast die besten Stücke....
Inselplatte!
Die ersten vier Alben dieser Band finde ich allesamt klasse, aber leider standen sie im Schatten anderer namhafter Bands aus diesem Genre. Und Dru Lombar's Gitarrenspiel ist nicht nur außergewöhnlich, sondern auch sein Gesang konnte wegen seiner kraftvollen Art auch mit der eines Farbigen konkurieren.
Re: Februar 2026
Verfasst: Do 5. Feb 2026, 22:46
von Maranx
Die fehlte mir noch in meiner Sammlung:
Robben Ford – "Night In The City" (2023)
Ein Live-Album mit einer etwas ungewöhnlichere Besetzung als man es von Robben gewöhnt ist. Hier hat er noch zwei Saxophonisten mit in der Truppe, die mit ihren Einsätzen gut Pfeffer in die jazzigen Rocktracks geben.
Re: Februar 2026
Verfasst: Do 5. Feb 2026, 23:20
von Louder Than Hell
Strawberry Window "Same" -1967-
Neben den drei großen Flaggschiffen des Westcoastsounds hatten es die nachgeordneten Gruppen natürlich schwer, im selben Fahrwasser der Giganten mitzufahren. Aber bekanntlich gab es auch in der 2. und 3. Liga ansprechende Bands, die diesen Geist der Musik mitgetragen haben. Dazu zähle ich auch die Strawberry Window, die es nur kurz im Zeitfenster von 66/ 67 gab. Den Geist des Jamrocks hatten sie sich zumindestens tief verinnerlicht und vermitelt eine unverkrampft lockere Stimmung. Ob sie folkorientierte Stücke in Richtung der Byrds oder jamartigen Rock in der Art der Garateful Deads bzw. Quicksilver Messengers Service streifen, alles wirkt kompetent und kommt eigenständig rüber. Besonders die Gitarristen Jack Eskridge und Marc Rich haben es mir angetan, zumal die Spielweise des einen mich sehr an John Cipollina erinnert. Und wenn man zurückblickt, gab es gerade in dem Zeitfenster 66 - 69 eine Vielzahl talentierter Musiker und Bands an der Westküste der USA, die ihr Glück auf dieser musikalischen Welle versuchten. Somit ist klar, dass nicht jeder dieser Musiker auf die Sonnenseite dieser musikalischen Entwicklung gelangen konnte.